Sonnenuntergang:)

6.Monate

Hola!

Es ist wieder Zeit ein Quartalsbericht zu schreiben. Klar wollte ich euch alle erzählen und berichten, was in den vergangenen Monaten so passiert ist. Doch ich habe mir in letzter Zeit auch über andere Themen Gedanken gemacht. Doch ich erzähl euch mal, was so auf der anderen Seite der Welt so passiert ist.

Textfeld: Purmamarca
El Chalten
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Purmamarca

Im letzten Bericht, habe ich glaube ich bei Dezember aufgehört zu zuschreiben. Auf jeden Fall habe ich Weihnachten mit meinen Quilmes-Mitfreiwilligen verbracht. Das erste warme Weihnachten war sehr süß und wurde klein und besinnlich gehalten, was für mich anders war, als andere Weihnachten die ich erlebt habe. Direkt nach Weihnachten hatte ich noch paar Arbeitstage und dann stand schon der Urlaub vor der Tür. 1 Monat Reisen durch ganz Argentinien, das war auch mal ein Erlebnis und viel rumgekommen bin ich auch. Vom Norden bis zum Süden habe ich ein paar Städte abgeklappert. Um euch ein paar Städte mal zu nennen, damit ihr mal so hört, wo ich so war; Purmamarca, Jujuy, Salta, Mar del Plata, Tandil, Calafate und El Chalten. Nach dem Urlaub und einem kurzen Zwischenhalt Zuhause ging es auch schon auf das Zwischenseminar. Dort habe ich realisiert, dass 6 Monate schon rum sind und das bedeutet, dass die Zeit so schnell an mir vorbei gerast ist, dass ich nicht mal gemerkt habe, dass mir nur noch ein halbes Jahr bleibt. Auf dem Zwischenseminar war es schön die Leute wiederzusehen und auch mit Leuten Kontakt zu knüpfen, mit denen man in den vergangenen Monaten nicht so viel gemacht hat. Auf dem Seminar haben wir verschiedene Thematiken besprochen und uns auch über die vergangenen und die kommenden 6 Monate unterhalten. Das hat geholfen, um sich zum Beispiel neue Ziele zu setzten und über die Sachen nachzudenken, die nicht so gelaufen sind, wie sie sollten. Ich habe zum Beispiel angefangen Ukulele zu spielen und habe mir ein Tanzstudio gesucht, außerdem habe ich angefangen mehr zu lesen und zu malen, was meinem ,,inneren ich´´ sehr geholfen hat. Ich habe realisiert das dieses Freiwillige Jahr mir so viel gibt, an dem ich wachsen kann und an das ich mich mein Leben lang erinnern werde.             

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Perito-Moreno-Gletscher

In den letzten 6 Monaten, habe ich mich über Themen Gedanken gemacht, die mich in meinem alltäglichem Leben hier in Argentinien begleiten; wie Inflation, Frauenrechte, Machismos und Müll. In Deutschland habe ich mir nie über sowas Gedanken gemacht, wie hier. Ich will zu einem anderen Thema mal meine Gedanken äußern. Es ist einfach das was gerade so in meinem Kopf ist.

Ich bin Frau

Ich bin hübsch

Ich bin frei

Kann ich selbst entscheiden?

Bin ich hübsch genug?

Erwartet man was von mir?

Diese Aussagen und Fragen haben mich beschäftigt. Nicht nur das, sondern auch wie ich als FRAU wahrgenommen werde, denn das hat sich glaube ich am meisten hier verändert, die Wahrnehmung.

Ich weiß manchmal nicht ob uns bewusst ist, wie viel wir in Europa haben.  Frau zu sein ist nicht einfach und ich will nicht behaupten das es in Europa anders ist, doch in manchen Teilen der Welt ist es einfach was anderes, Frau zu sein. Ich musste erst aus Deutschland  raus, um zu sehen, wie viele Rechte wir haben, die uns schützen oder wie gut unser Gesundheitssystem ist, dass ist hier in Argentinien nicht so und daran muss man sich gewöhnen. Gleichberechtigung, Meinungs- und Entscheidungsfreiheit, sind hier nicht eine Selbstverständlichkeit und das ist schon hart, wenn man mit anderen Prinzipien aufgewachsen ist und es anders kennt. Man begegnet hier am häufigsten den Machismos, mit dem ich auch Bekanntschaft gemacht habe. Auf Arbeitsstellen, in der Regierung und auch auf der Straße, hatte ich Begegnungen mit dem Machismus. Meine erste davon war auf der Straße. Ich war auf dem Weg zu einer Freundin, auf einmal höre ich Wörter wie , ,,Que guapa´´ (Wie hübsch), ,,Vamos a mi Casa´´ (Gehen wir zu mir nach Hause) oder ,,Besame´´ (Küss mich), von Typen, die an einer Ecke standen. Ich wusste nicht, was ich genau tun sollte, aber eins wusste ich und zwar das ich darauf nicht antworten sollte. Nicht aus Angst sie könnten dann nochmal was erwidern, sondern erstens, weil sie mir vielleicht näher kommen oder mich verfolgen könnten, zweitens, weil man es einfach nicht tut, weil wir als Frau sowieso als das schwächere Geschlecht darstellen und der Mann die ,,Hosen anhat´´. Dieses Ereignis ist am heiligten Tag passiert und ich bin und war nicht das letzte Mädchen, das so auf der offenen Straße angemacht wurde. Männer fühlen sich schon seit ich in den Geschichtsbüchern lesen kann mächtiger als die Frau. Ich glaube das liegt so in der Natur, doch warum ist das so ? Rechtfertigt das das Handeln der Männer ?

Ich habe manchmal an das Ereignis gedacht und ich habe mich gefragt, ist es meine schuld ? Bin ich daran Schuld, dass ich solche ,,Kommentare´´ bekommen habe?

Ich habe lange darüber nachgedacht. Meine Antwort die ich mir gebe ist NEIN. Ich bin nicht schuld. Eigentlich sollte ich nicht angesprochen werden, weil ich auffällig bin, weil ich gelb trage, weil meine Haare braun sind oder meine Lippen rot. Ich bin doch frei das zu tragen, was ich will und wie ich will, ohne das mich jemand dafür belästigt oder mir unangenehme Kommentare macht. Ich bin doch frei, oder ?

Ist es denn nicht gefährlich, wenn ich ein Rock trage oder ein T-Shirt mit zu großem Ausschnitt? Männer könnten das zum Anlass nehmen und mir Kommentare machen oder man wird anzüglich angeschaut, deswegen sagen viele ,,Lass es lieber, dich so anzuziehen´´.

Solche Aussagen werden gesagt, ohne die richtige Auswirkung davon zu kennen. Mir wird indirekt gesagt, dass ich aufpassen soll das ich nicht zu reizvolle Kleidung trage, dass ich aufpassen soll, wie ich mich kleide und somit wird mir der freie Wille genommen, zu entscheiden wie ich mich anziehe. Ich habe mich ertappt und ich glaube ich bin nicht die einzige, die zweimal darüber nachgedacht hat, ob ich mich lieber nicht doch umziehen soll, weil das Top schon ein bisschen Ausschnitt hat. Dabei dachte ich, -nicht nur auf Argentinien bezogen-, leben wir in einer sicheren Gesellschaft. Doch ich glaube ich fange an zu verstehen, dass es vielleicht Lücken gibt. Hier könnte man vieles aufführen, was gerade nicht so läuft, doch Schuld haben nicht die Frauen und auch nicht die Männer. Es ist die Gesellschaft. Es sind alle, damit meine ich Medien, Regierung und jeder Einzelne, der es zulässt.

Die Medien haben eine gewaltige Macht über uns, wie das Ideal von einer ,,schönen Frau´´ oder von einem ,,gut Aussehenden Mann´´ aussehen soll oder muss. Sowohl auf Männer als auch auf Frauen gibt es diesen gesellschaftlichen Druck, doch ich glaube, dass es um einiges stärker bei der Frau ist, als beim Mann. Ich glaube ein guter Beleg dafür ist die Geschichte selbst. Frauen machen sich schon seit geraumer Zeit hübsch, schön und makellos. Das machen Frauen alles für das andere Geschlecht. Ich habe mich intensiv mit einer argentinischen Freundin über Leben und Tod, was danach ist, und viele weitere Themen unterhalten. Doch aus unserem Gespräch habe ich mitgenommen, dass wir kleine Marionetten sind in einem großen Theaterstück sind. Ich muss sagen ich selbst fühle mich in meinem alltäglichen Leben nicht so, aber sie hatte mit dieser Aussage schon irgendwie Recht. Wenn etwas in Mode ist, bricht manchmal ein regelrechter Wahn aus. Ich glaube hier für gibt es genug Beispiele, Fidget Spinner, Polaroid Camaras, Schlaghose, Creolen, das neuste Handy. Das passiert unbewusst, dass wir diese Sachen mögen oder auch nicht. Doch ohne das wir es merkt, werden wir in den Strudel langsam hineingezogen, damit wird jeder durch Freunde oder Amazon Anzeigen mitgenommen.

Doch worauf ich eigentlich hinauswollte ist, dass die Frau perfekt sein sollte, aber sie nie perfekt ist. Ich habe es selbst erlebt und ich glaube es ist so ein Wiederspruch in sich, man kann schon paradox dazu sagen. Ich erläutere dies ganz einfach. Ich habe Aussagen getroffen, die glaube ich ganz für sich sprechen.

Sei perfekt

Du bist zu perfekt

Du bist zu dünn

Du bist ein Skelett

Du bist zu dick

Du hast Bulimie

Sei schön

Aber nicht zu schön!

Sei gesund

Mach Sport

Aber nicht zu viel!

Iss Salat

Iss kein Burger

Nimm ab

Nimm zu

Meckere nicht

Nörgel nicht

Lache

Sei laut

Aber nicht zu laut!

Wein nicht

Zeig Gefühle

Aber nicht zu viele

Du bist eine Puppe!

Sei du selbst

Nein doch nicht…!

Ich glaube all diese Aussagen haben wir schon einmal selbst gehört, sie zu einem anderen gesagt, oder in den Medien erlebt. Ich finde sie zeigen sehr gut auf, dass es Kontrovers ist, eine  Frau zu sein. Durch die Medien erhalten wir ein gewisses Bild, wie die Frau aussehen soll. Ich muss sagen, dass ist sehr traurig. Wir sind im 21.Jahrhuntert, sind weit gekommen mit Forschung und haben vergessen ein Moment zu atmen und um uns zu schauen. Die Menschheit hat Sachen geschafft, die echt beeindruckend sind und man muss sich ein Moment Zeit nehmen, um das zu verdauen. Wir waren auf dem Mond, dass muss man auch erstmal schaffen. Viele haben davon geträumt und es ist war geworden und es ist einfach nur unglaublich. Doch so weit der Fortschritt auch sein mag, ich glaube wir vergessen manchmal das wir Menschen sind. Ich habe auch einen Traum, okay ich habe viele, aber einer davon ist, dass ich nicht perfekt sein muss und ich alles sein kann. Ich kann dick sein und hübsch. Ich kann ein roten Lippenstift tragen, ohne auf der Straße angesprochen zu werden. Ich kann perfekt sein, aber auf meine Art und Weise, mit meinen Makeln und Macken und ich hoffe, dass das viele Menschen machen können. Ich hoffe die Menschen fangen an über ihr Handeln nachzudenken und sich zu verändern. Denn das brauchen wir.

Ich hoffe, dass wir frei werden.

Es liegt bei uns das zu entscheiden.

Mit vielen Denkanstößen auf der anderen Seite der Welt

Un abrazo y un beso

Julia

Nach Hause kommen?

Verfasst bitte einen Beitrag zum Thema „Nach Hause kommen“, so hieß der Arbeitsauftrag. „Zuhause“, was ein seltsames Wort. Was ist denn ein Zuhause?

In Argentinien bin ich doch jeden Tag nach der Arbeit nach Hause gekommen?! Ich liebte meine WG, die besten Mitbewohner, die man sich wünschen kann. Ich fühlte mich wohl, ich war dort gerne, ich fühlte mich sicher. Obwohl es so einige viele Probleme mit diesem Haus auch gab:
Es war mein Zuhause.

Aber der Beitrag soll darüber gehen, wie das Zurückkommen nach Deutschland und zu meiner Familie für mich war.
Ich kann soviel sagen, für mich hat sich das Gefühl „Zuhause“ in diesen Monaten (leider kein Jahr, nochmal danke Corona) verändert.

Man könnte ja jetzt denken, vielleicht habe ich jetzt zwei Orte, die sich für mich wie „Zuhause“ anfühlen. Doch das ist nicht ganz so. Nach wochenlanger Warterei in Hausquarantäne, kam ich mit einem Rückholflieger nach Frankfurt. Und kam dann schließlich „Zuhause(?)“ an. Fast alles wie vorher, nur kleine Veränderungen z.B. dass die kleine Schwester, gar nicht mehr so klein ist oder ein paar neue Kissen auf dem Sofa.
Die ersten Tage und Wochen waren sehr seltsam. Ich glaube „seltsam“ beschreibt die Zeit am Besten. Manche Tage fühlten sich wie betäubt an, sie flogen an mir einfach so vorbei. Dann gab es traurige, emotionale Tage, aber auch Tage, an denen ich gar nicht an Argentinien dachte.

Aber ein Gefühl blieb konstant. Dieser Ort hier ist nicht mehr derselbe. Er wechselte von „Zuhause“ zu „Zuhause von meinen Eltern und meiner kleinen Schwester“. Und das ist völlig in Ordnung für mich. Denn ich weiß, dass auch jetzt bald etwas Neues beginnen wird und ein neuer Ort mein neues Zuhause wird.

Liebe Grüße aus mittlerweile wieder Deutschland

Abrazo virtual Sarah

Das alles und noch viel mehr

Meine Zeit in Argentinien wurde zwar aufgrund der Pandemie abgebrochen, dennoch berichte ich euch gerne, wie so ein Arbeitstag von mir aussah.

Es ist 8 Uhr und mein Wecker klingelt. Vor 8:25 Uhr schaffe ich es nicht aus dem Bett, sodass ich mich wie immer mit Anziehen und Zähnputzen beeilen muss. Um entspannt zur Arbeit zu gehen, sollte ich um 8:40 Uhr das Haus verlassen. Naja… hat mal wieder nicht ganz geklappt, jetzt ist es 8:50 Uhr. Also sprinte ich los zum Projekt. Schon bin ich an meiner Einsatzstelle „La Casona“ angekommen und der ungewollte Morgensport ist vorbei und ja ich habe es zeitlich geschafft, es ist kurz nach neun.

Paola meine Kollegin ist schon da. Paola oder wie sie alle nennen, Pao, ist die Erzieherin für die Kinder, die am Vormittag in das Projekt kommen. Außerdem ist sie Tallerista der Panaderia (Bäckerei) für die 6-11jährigen sowie einiger Talleres (Workshops) für die Jugendlichen.

Ich fange direkt an das Frühstück vorzubereiten, währenddessen schon die ersten Kinder (6-11 Jahre alt) ins Projekt kommen und spielen.
Brot mit Dulce de Leche (Karamellaufstrich), Butter oder Marmelade. Außerdem gibt es Mate Cocido (Tee) mit ganz viel Zucker.

Mittlerweile ist auch meine andere Arbeitskollegin Sofi eingetroffen. Sie organisiert alles im Bereich Niñez (Kindesalter).
Und nun wird auch schon ein Tischlied gesungen, weil die Kinder essen wollen, entscheiden sie sich für das Kürzeste:

„Barabaram ^^ Barabaram ^^ Barabaram Barabaram Barabaram ^^
Bendice señor la mesa, Bendice los alimentos, Bendice a los pekes para poder comer
Barabaram ^^ Barabaram ^^ Barabaram Barabaram Barabaram^^“

„MANOOOS!“ (Hände) Alle geben sich die Hände und rufen „Buen provecho!“ (Guten Apetit)

Abdecken, Abwaschen und nun geht es in die Panadería (Bäckerei) mit Pao. Die Kinder sind fleißig am Kneten und freuen sich schon auf das Ergebnis, um es zu probieren und anschließend mit nach Haus zu nehmen.

Vor ein paar Tagen habe ich bereits meinen neuen, heutigen Dibujo-Taller (Zeichnen-Workshop) vorbereitet.
Mit einer Vorlage von mir und Hilfslinien zeichnen die Kinder selbst Mandalas. Nur wenige Kinder sind da, sodass es eine ruhige, angenehme Gruppengröße ist.

Jetzt wird gespielt. Erst drinnen dann draußen. Von Kartenspielen über Tischkicker bis Seilspringen und Fußballspielen ist alles dabei.
Um meinen Arm vom Seilschlagen auszuruhen, was ich nun eine halbe Stunde tat, setze ich mich und trinke zusammen mit den anderen Mate.
Ich schaue auf die Uhr. Nun ist es 11:40 Uhr und nach und nach werden die ersten Kinder abgeholt bzw. gehen in Grüppchen nach Hause. Für sie beginnt der Unterricht erst am Nachmittag.

Inzwischen habe ich ca. 2 Stunden Mittagspause. Zum Mittagessen habe ich mir etwas vom Vortag von Zuhause mitgenommen und sitze im Schatten der Bäume.
Die zwei Stunden vergehen wie im Flug und die „Nachmittagskinder“ kommen ins Projekt. Sie waren am Vormittag in der Schule. Heute bin ich allerdings nicht für die Kinder am Nachmittag eingeteilt, sondern begleite die Talleres für die Jugendlichen.

Im Taller Cine (Kino) schnitten alle fleißig an Videos, um Spezialeffekte und Übergänge auszuprobieren. Ich sitze daneben und unterhalte mich mit einem Süd-Nordrückkehrer, der ein Jahr in Deutschland arbeitete. Super interessant!

Da die Schule seit dieser Woche erst wieder begonnen hat, ist der Taller Estudio heute leicht überflüssig. Eigentlich bringen hierfür die Jugendlichen ihre Schulaufgaben mit, um sie hier in Ruhe zu machen, nachfragen zu können und Materialien sowie den Computer benutzen zu können. Doch noch haben die Jugendlichen wohl keine Aufgaben bekommen, sodass keiner kam. Naja, dann hören wir eben Musik und singen.

Um 18 Uhr endet mein Tag und ich mache mich auf den Rückweg nach Hause. Den Rückweg gehe ich entspannt.
Zuhause in der WG angekommen, ist mein Mitbewohner Aron bereits da und wir trinken Mate. So endet mein Arbeitstag.

Das alles passiert an einem Tag, und selbst das kratzt irgendwie doch nur an der Oberfläche, denn auf dem Arbeitsweg, auf der Arbeit und Zuhause passieren so viele Dinge, wenn auch manchmal nur kleine.
Aber es ist trotzdem so unfassbar viel, dass man das gar nicht alles erzählen kann…

Liebe Grüße
Sarah

Mein Alltag im Projekt

7:30 Uhr:

Lena und ich gehen nach unten in den Kindergarten. Uns erwarten bereits zwei Kindergärtnerinnen. Der Kindergarten hat zwar schon seit 7 Uhr auf, jedoch sind um diese Uhrzeit noch keine Kinder da, weswegen wir eine halbe Stunde später kommen dürfen. Nun kommen die ersten Kinder.

8:00 Uhr:

Mittlerweile sind einige weitere Kinder von ihren Eltern gebracht worden. Die Meisten sind noch müde und gucken stehend den Kindern beim Spielen zu, die schon etwas länger da sind. Manche schlafen auch.

8:30 Uhr:

Es ist Zeit für das Frühstück! Zu dieser Uhrzeit haben es meistens ca. zehn bis 14 Kinder in den Kindergarten geschafft, besonders die sehr kleinen Kinder kommen etwas später. Außerdem sind nun alle vier Kindergärtnerinnen, die Köchin, die Putzfrau und die Chefin da. Zum Frühstück gibt es immer etwas Süßes, meistens Kekse und Milch, manchmal Trinkjogurt, manchmal Kakao. Das Frühstück ist die nahezu ruhigste Zeit im Kindergarten; fast alle Kinder sitzen ruhig am Tisch und essen. Nur einige wenige Kinder sind schon wach genug um Lärm zu machen.

Nach dem Essen wird die Flagge gehisst. Dabei stehen die Kinder in einem Kreis um den Fahnenmast und es werden Kinderlieder gesungen. Danach dürfen die Kinder im großen Saal spielen. 

9:30 Uhr:

Nach einer Stunde Spielzeit geht es in die Gruppen. Diese sind nach Alter aufgeteilt, d.h. es gibt vier verschiedene Gruppen, eine für die Nulljährigen, eine für die Einjährigen, eine für die Zweijährigen und eine für die Dreijährigen. Die Ältesten müssen zuerst mit dem Spielen aufhören, da es für sie zum Händewaschen ins Bad geht. Je nach Anzahl der Kinder in den anderen Gruppen bleiben diese noch etwas länger im Saal. 

Während der Gruppenphase kommen auch die restlichen Kinder; insgesamt sind zwischen 20 und 25 Kinder da. 

Lena und ich sind meistens bei Gruppe drei oder vier, da dort die meisten Kinder sind und somit unsere Hilfe am sinnvollsten ist. 

10:30 Uhr:

Nachdem in den Gruppen gespielt, gelesen, gesungen, getanzt oder geschlafen wurde, geht es nun für die Kinder wieder in den großen Saal. Sie dürfen sich noch einmal etwas austoben, bevor es zum Mittagessen geht. Nur die Dreijährigen haben diesen Luxus nicht, sie müssen in der Gruppe bleiben um noch etwas zu lernen oder zu spielen. 

11:00 Uhr:

Pünktlich um elf Uhr sitzen alle Kinder am Tisch. Vorher mussten die Zwei- und Dreijährigen noch einmal die Hände waschen. Gegessen wird meistens Fleisch mit Nudeln oder Reis oder Kartoffeln. Die Kinder bekommen das Essen in kleinen Schälchen mit Löffeln serviert. Natürlich ist alles klein geschnitten. Zum Nachtisch gibt es Apfel, an manchen Tagen aber auch Wackelpudding. Außerdem gibt es Saft. 

Beim Essen ist die Schwierigkeit für Lena und mich, gleichzeitig alle Kinder zu „bedienen“ und den Erzieherinnen dabei zu helfen, aufzupassen, dass sich alle Kinder benehmen. Das Mittagessen ist somit die stressigste Zeit des Tages.

12:00 Uhr:

Nach dem Mittagessen werden bereits die ersten Kinder abgeholt. Für die anderen Kinder geht es nun in einen Kreis und die Flagge abgenommen. Gesungen werden dazu wie am Morgen Kinderlieder und nicht die Nationalhymne. Danach dürfen die Kinder (bis auf die Dreijährigen, die müssen wieder in die Gruppe) im großen Saal weiterspielen. Für Lena und mich geht es nun in die Küche; wir helfen beim Abtrocknen. 

12:20 Uhr:

Wenn wir aus der Küche kommen ist die Mehrzahl der Kinder abgeholt worden. Wir spielen noch etwas mit den verbliebenden Kindern, bis auch sie abgeholt werden. 

13:15 Uhr:

Nun ist der Kindergarten leer. Theoretisch hat der Kindergarten noch bis um 14:00 Uhr auf, doch auf Grund der fehlenden Kinder lässt uns unsere Chefin früher gehen. 

So sah also mein Projektalltag aus. Dieser wurde zwar zu besonderen Anlässen auch mal geändert, jedoch blieb das Grundkonzept immer gleich. Nur die Prozedur mit der Flagge wurde nach dem Jahreswechsel aufgegeben. 

Das Ende meiner Zeit in Argentinien

Die Rückkehr nach Deutschland war durch meine zwei Wochen gedanklicher Eingewöhnungszeit in Quarantäne in Buenos Aires weniger traurig als gedacht. Der Argentinische Ministerpräsident Alberto Fernandez reagierte früh mit Ausgangssperren für das ganze Land. Dadurch konnte ich mich gedanklich ein bisschen besser auf die Abreise vorbereiten. 

Schwerer war hingegen die schnelle Abreise aus meiner Einsatzstelle in Parana. Als ich am Montag die Nachricht bekam, das Land verlassen zu müssen, war ich erst einmal sehr geschockt und traurig, jedoch kündigte besagter Präsident bereits Maßnahmen an, weshalb ich davon ausging, noch etwas bleiben zu dürfen, bzw. nicht direkt ausreisen zu können. Am Dienstag wurde mir dann gesagt, dass ich ein Ticket für einen Rückflug am Freitag derselben Woche bekommen hätte, weshalb ich schnellstmöglich nach Buenos Aires musste. Am Mittwoch begann also meine Rückreise.

In Buenos Aires angekommen, wurde ich nett von der Freiwilligen-Wg empfangen, bei denen ich die verbleibenden zwei Nächte verbringen sollte. Jedoch trat dann das eigentlich Erwartete ein; der Flug wurde gecancelt. Somit musste ich dann zusammen mit allen anderen Freiwilligen auf einen Flug der Rückholaktion der Bundesregierung warten, was in meinem Fall weitere zwei Wochen dauerte, bei anderen Freiwilligen sogar noch ein paar Tage länger. Somit flog ich am ersten April, ein vielleicht ganz passendes Datum, nach Frankfurt.

Zuhause angekommen musste ich mich zwar ein bisschen an die neue/ alte Umgebung gewöhnen, jedoch fiel mir dies recht leicht. Nur an die Zeitumstellung musste ich mich ein paar Tage gewöhnen. Ich verbringe die Tage mit viel Sport, Kochen, Backen und einigen anderen Aufgaben. Unglaublich anders als in den Sommerferien des letzten Jahres ist es für mich aber nicht, weshalb es nicht gerade viel zu berichten gibt. Außerdem geht es mir gut, natürlich ärgere ich mich auch manchmal über die Situation (mindestens einmal am Tag), denn insgesamt bin ich nicht zufrieden über die schnelle Rückreise. Dennoch versuche ich das Beste daraus zu machen.

Ein halbes Jahr in Argentinien

Vor zwei Wochen bin ich ins zwei Stunden von Buenos Aires entfernte Baradero zum Zwischenseminar gereist. Dieses markierte die „Halbzeit“ meines Freiwilligendienstes – Wahnsinn! Und – wie die Zeit doch vergeht! Für mich kaum vorstellbar, dass ich 2017 aus Kanada schon nach fünf Monaten zurückgekehrt bin.

Der letzte Monat im Kindergarten war wie angekündigt ein Entspannter. Es kamen maximal zehn, eher aber sechs bis acht Kinder. Außerdem wurden die Öffnungszeiten des Kindergartens auf 8 bis 12 Uhr gelegt. Trotzdem gab es so manches zu tun, denn alle drei Erziehrinnen hatten in diesem Monat Urlaub. Somit mussten Lena, unsere Chefin Mirta und ich diese Aufgaben übernehmen. 

Insgesamt wurde aber nicht viel verändert, der typische Ablauf blieb gleich, was ich ein bisschen schade fand – für meinen Geschmack hätte man mit den wenigen Kindern auch mal einen Ausflug oder zumindest auf die Wiese vor dem Kindergarten gehen können. Scheinbar wurde diese Wiese früher auch mal als Spielplatz benutzt; es gibt dort zwei alte Wippen, eine etwas windschiefe Rutsche und ein Schaukelgerüst. Vor einigen Wochen sollte ich auch eine alte Metallkonstruktion (eine Art Leiter, die sich aber in Halbkreisform dem Boden neigt) mit frischer Farbe bepinseln. Außerdem wurde mir gesagt, dass die erwähnten Spielgeräte neu gestrichen werden sollen – seitdem war aber nicht mehr die Rede davon. 

In allzu naher Zukunft wird dieser Plan auch nicht verwirklicht werden können, schließlich kommen wieder immer mehr Kinder in den Kindergarten. Bei vielen Kindern ist interessant zu beobachten, wie groß sie über die Ferien geworden sind. Andere hingegen scheinen ihre Entwicklung vorerst pausiert zu haben. Besonders die beiden ältesten Kinder, die aus ihrer Gruppe zurückgeblieben und noch nicht in die Schule gekommen sind, heimsen sich viel „Ärger“ für ihre Art ein, da sie trotz ihres Alters zum Beispiel nicht stillsitzen können. Teilweise finde ich diese Umgangsweise zu hart, andererseits kann man sich bei diesen Kindern auch nicht vorstellen, sie einschulen zu lassen. 


Ansonsten war aber wie gesagt nicht viel los, und so ging es scheinbar auch ganz Parana, da die (Studenten-)Stadt teilweise wie leergefegt zu sein schien. Auch in unserem Studentenwohnheim waren wir fast ganz alleine. Anscheinend fahren viele Studenten über die Ferien zu ihren Familien, und insgesamt gehen die Menschen erst sehr spät aus ihren Häusern – einerseits wergen den Ferien, andererseits wegen der Hitze. Aktuell hält sich die Temperatur über 30 Grad, nur manchmal, wenn es regnet, kühlt es ab auf ca. 28 Grad. 

Also haben auch wir nicht gerade viel unternommen. An einem Wochenende fand im Freilichttheater am Rio Parana ein Konzert statt, zu dem wir mit einem Freund gingen. Zuerst traten zwei etwas unbekanntere (wie uns gesagt wurde) Bands auf. Diese spielten Coverversionen von bekannten argentinischen Hits. Danach trat eine wohl sehr berühmte Band auf, was gut an der Reaktion der Menschen abzulesen war – wo vorher noch gesessen wurde, wurde jetzt getanzt und mitgesungen. Das war ein sehr schönes Erlebnis und danach haben wir uns noch mit einigen weiteren Leuten auf ein Bier getroffen. 

Außerdem wurde uns ein Freibad in der Nähe gezeigt, wohin wir jetzt zwei Mal die Woche gehen, solange es noch offen hat. 

Das war also der Januar, jetzt geht es mit mehr Arbeit weiter! Bis zum nächsten Bericht,

Jakob

5 Monate in Argentinien

Zuerst einmal: Frohes neues Jahr!

Mit dem Jahreswechsel ist nun fast die Hälfte meiner Zeit in Argentinien herum, bereits fünf Monate bin ich schon hier. Für mich fühlt es sich so an, als ob die Zeit rennen würde, der Gedanke an die Heimreise ist noch sehr weit entfernt.

Dazu trägt natürlich auch bei, dass der vergangene Monat überaus ereignisreich war. Lena und ich waren an Weihnachten bei der Familie unseres Ansprechpartners Juan eingeladen, mit dem wir auch im Weihnachtsgottesdienst eine kleine Präsentation über die Unterschiede der Weihnachtsfeste in Argentinien und Deutschland hielten. 

Der Gottesdienst begann um 20:30 Uhr und ging ca. eine Stunde. Es war ein sehr „bunter“ Gottesdienst mit viel Gesang und Vorführungen, darunter auch ein kleines Krippenspiel (leider ohne Kinder aus dem Kindergarten), was ich sehr schön fand. Es wurden sogar zwei deutsche Weihnachtslieder gesungen. Durch den Gottesdient kam für mich das erste Mal wirklich Weihnachtsstimmung auf, vorher war dies auf Grund von fehlender Dekoration und der allgemeinen sommerlichen Stimmung eher schwierig. 

Nach dem Gottesdienst ging es dann zu Juans Haus und es wurde viel gegessen und auch ein paar Geschenke ausgepackt. Der Abend war wie der Gottesdienst sehr schön, ich fühlte mich willkommen und immer einbezogen. Der wahrscheinlich größte Unterschied zum Fest in Deutschland war die Uhrzeit der Feier; sie ging von ca. 22 Uhr bis drei Uhr morgens, was ungewöhnlich war, aber auch seine guten Seiten hatte, da der Abend, bzw. Tag so nicht so schnell vorbei war. 

Zwei Tage später stand für mich das nächste Ereignis an, mein erster Urlaub in Argentinien. Ich bin mit einer Freundin für eine Woche nach Patagonien, in den Süden Argentiniens gefahren. Unser erstes Ziel war El Calafate, am südlichen Ende des Nationalparks „Parque Nacional Los Glaciares“. Besichtigt haben wir dort zunächst den Gletscher Perito Moreno, welcher auf Grund seiner Größe sehr eindrucksvoll war. Außerdem war auch die Umgebung im Nationalpark äußerst schön anzusehen. Leider mussten wir dorthin eine Tour buchen, da wir ohne Auto nicht die Möglichkeit hatten, den Gletscher zu besichtigen. 

Unter vielen anderen Touris zu sein zählt nicht gerade zu den Träumen meiner schlaflosen Nächte, aber für das eine Mal war es auszuhalten. Außerdem haben wir eine Bootstour gemacht, wodurch man den Gletscher noch besser zu sehen bekam, was die anderen Umstände relativierte. 

An den anderen zwei Tagen, die wir dort waren, haben wir uns das nähere Umfeld, hautsächlich aber den Lago Argentino angschaut.

Danach ging es mit dem Bus weiter nach El Chalten, was nördlich von El Calafate liegt. Dort war es natürlich auch touristisch, was aber viel weniger auffiel, da wir dort keine Touren buchen mussten, um zu den Zielorten zu gelangen: Es wurde gewandert. 

Direkt nach Ankunft brachen wir zu einer der längeren Routen auf, in Richtung des Cerro Torres Am Fuße dieser Bergformation befindet sich eine Lagune, die das Ziel des Trips war. Wir sind insgesamt 18 Kilometer gelaufen, was sich für den Ausblick sehr lohnte. 

Direkt neben dem Cerro Torre befindet sich der Fitz Roy, zu dem wir am darauffolgenden Tag gewandert sind. Diese Wanderung war 20 Kilometer lang, und bei unglaublicher Hitze kamen wir ziemlich kaputt wieder zurück. Gut, dass die noch übrigen Wege nur vier und sechs Kilometer lang sind, dadurch waren die beiden letzten Tage weniger anstrengend, natürlich bieten diese Wege aber nicht so eine schöne Aussicht wie die ersten beiden. 

Insgesamt war der Urlaub recht schnell vorbei, aber dennoch unglaublich schön. So viel es mir nicht sofort leicht, wieder in den Alltag zu starten, weswegen die letzte Woche mit etwas Stress verbunden war. Zu meinem Vorteil hat der Kindergarten wegen der Sommerferien im Januar nur vier Stunden am Tag auf… 

Mittlerweile habe ich mich wieder gut eingelebt, doch bald muss ich schon wieder los, da in wenigen Tagen das Zwischenseminar in der Nähe von Buenos Aires stattfindet. Von dem werde ich dann im nächsten Bericht berichten.

4 Monate in Argentinien

Nun ist bereits ein Drittel meiner Zeit hier in Argentinien vergangen und Weihnachten naht. Dass sich das gar nicht so anfühlt, liegt wahrscheinlich an den hohen Temperaturen und der Jahreszeit insgesamt, schließlich wird dieses Weihnachtsfest das erste sein, welches ich im Sommer feiern werde. 

Zu Gast werden wir bei unserem Mentor und seiner Familie sein, worauf ich schon sehr gespannt bin. Mal sehen, ob das Fest dem in Deutschland ähnelt. 

Dekorationen gibt es bisher noch kaum, aber vielleicht kommt das noch, da es hier keine Adventszeit gibt. Am ersten Adventssonntag gab es aber in der kleinen evangelischen Kirche einen Gottesdienst, welcher aber auch keine Anzeichen auf die bevorstehende Zeit gab. Leider ist die Kirche so klein, dass es keinen Pastor gibt, weshalb der Gottesdienst mehr im Gemeinschaftsverfahren geleitet wird; es gibt viele Vorlesungen aus der Bibel und viele Lieder. So dauerte der Gottesdienst immerhin eine ganze Stunde an, was lustigerweise länger als zu Hause in Zarpen ist.   

Wie schon einmal erwähnt, geht hier das Schuljahr nicht wie in Deutschland von August / September bis Juli, sondern von Februar bis Dezember. Das bedeutet, dass sich das Kindergartenjahr auch dem Ende neigt. Zu diesem Anlass gibt es diesen Freitag eine Abschlussfeier im Kindergarten, von deren Programm wir noch nicht sehr viel wissen, aber jede Gruppe führt einen kleinen Tanz auf und es gibt Essen und Trinken. Außerdem werden amerikanisch anmutende Hüte für die Absolventen der Gruppe Drei gebastelt. Leider schaffen drei Kinder den Sprung in die Vorschule nicht, da sie noch etwas zu klein sind. Wir müssen uns also nicht an eine ganz neue Gruppe gewöhnen. 

Diese Veränderung wird die größte seit langer Zeit sein. Der Tagesablauf ist jeden Tag der Gleiche. An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, zumindest den Morgen etwas genauer zu beschreiben.

Wenn wir um 7:29 Uhr die Treppe runter zum Kindergarten gehen, um pünktlich um 7:30 Uhr anzukommen, erwarten uns bereits zwei Kindergärtnerinnen und einige wenige Kinder, von denen die Meisten noch, bzw. wieder schlafen. Wir setzen uns dann an einen Tisch, wo wir die erste halbe Stunde verbringen, da es dort noch nicht zu tun gibt; die Erzieherinnen nutzen diese Zeit um zu Frühstücken. Ab 8 Uhr kommen dann immer mehr Kinder, die dann, noch etwas verschlafen, spielen. In dieser Zeit spielen wir mit den Kindern oder passen auf sie auf, häufig fehlt so früh am Morgen einfach noch die Energie herumzutoben. In Argentinien sind die Tage bekanntlich länger als in Deutschland, weshalb die Kinder teilweise auch bis Mitternacht aufbleiben. 

Um 8:30 Uhr ist es Zeit für das Frühstück. Dazu gibt es Kekse und Milch oder Kakao. Hierbei erzählen die älteren Kinder den Erzieherinnen häufig Dinge aus den letzten Tagen oder fragen stolz, ob sie nach dem Aufsagen des Gebets zu Beginn der Mahlzeit gehört wurden. Die Kinder sitzen ziemlich ruhig, bis dann um 8:45 eine weitere Erzieherin kommt, wodurch einige Kinder dann etwas unruhig werden und aufstehen wollen, um sie zu begrüßen. 

Alle Kinder müssen aber sitzen bleiben und die Erzieherin geht um den Tisch und begrüßt jedes Kind mit Handschlag oder Kuss. Danach wird der erste Mate eingeschenkt und die Erzieherinnen unterhalten sich über den letzten oder kommenden Tag, andere besondere Ereignisse oder – natürlich- das Wetter. Das Wetter scheint hier Gesprächsthema Nummer eins zu sein, was aber verständlich ist, da viele Themen wie Politik zu sensibel sind und somit für eine nette Unterhaltung nicht geeignet sind. 

So richtig höre ich bei den Unterhaltungen der Kindergärtnerinnen aber nicht hin, da mittlerweile die vierte und letzte Erzieherin gekommen ist und die Einjährigen (eigentlich schon zwei) kaum auf ihren Stühlen zu halten sind und somit alle Hände voll zu tun ist. 

Nach dem Frühstück wird die Flagge gehisst und gesungen. Dazu ist dann auch die Chefin dabei. Danach geht es ans spielen der Tag nimmt seinen Lauf. Dies war an zwei Tagen im letzten Monat aber nicht der Fall.

Anlässlich der neuen Kinderrechte wurden die Familien eingeladen, im Kindergarten ein Fest zu feiern. Dazu wurden verschiedene Stationen aufgebaut, beispielsweise gab es Crocket, Verkleidungen und andere Spiele. Das war sehr schön, da ich die Chance hatte, viele Elternteile kennenzulernen, die ich bisher noch nicht kannte. Außerdem hatten die Kinder viel Spaß und es stellte eine Abwechslung des Alltags dar. Gedauert hat diese Veranstaltung leider nur zwei Stunden, wodurch ich das Gefühl hatte, dass die Feier gerade begonnen hatte und schon wieder aufhörte. 

Eine weitere Abwechslung war dann der Zahnarztbesuch im Kindergarten, zu dem ein animierter Kurzfilm gezeigt wurde, in dem auf Karies aufmerksam gemacht werden sollte, was auch dringend nötig ist, da sehr viele Kinder Karies oder sogar einen bereits verfaulten Zahn haben. Nach dem Film gab es dann eine Vorführung, wie man sich richtig die Zähne putzt, was die Kinder dann auch mit Einmalzahnbürsten selbst ausprobieren konnten. Insgesamt hat mich der Vormittag sehr an einen Besuch eines Zahnarztes in Deutschland erinnert, offen bleibt aber natürlich, ob das erlernte auch umgesetzt wird. Aufmerksam und interessiert waren die meisten Kinder aber.

Weihnachten steht jetzt also vor der Tür und ich wünsche allen ein fröhliches und gesegnetes Weihnachtsfest.

Ein Vierteljahr in Argentinien

Nun ist bereits der dritte Monat hier in Argentinien vergangen und das Gefühl wird immer stärker, richtig angekommen zu sein. An meine Umgebung habe ich mich gewöhnt, sie kommt mir nicht mehr „auffällig anders“ vor. Auch an die mittlerweile hohen Temperaturen und die – ebenfalls hohe – Luftfeuchtigkeit habe ich mich so gut es eben geht gewöhnt (mal sehen, ob ich das in einem Monat immer noch von mir behaupten kann, wenn die Temperatur die 40 Grad überschreitet). 

Es hat sich aber seit dem letzten Bericht nicht nur das Wetter verändert. Im Kindergarten herrscht zurzeit Hochbetrieb, jeden Tag kommen nahezu alle Kinder. Das bedeutet mehr Arbeit, was mir gut gefällt, da mittlerweile immer mehr Kinder mir gegenüber „aufgetaut“ sind und mit mir spielen wollen. Nur noch ein paar vereinzelten Kindern geht das nicht so. Das freut mich und macht mich auch ein bisschen stolz. Gleichzeitig ist der erhöhte Spielbetrieb aber auch mit mehr Anstrengung und gelegentlichen Kopfschmerzen verbunden. Bestimmt gewöhnt man sich aber noch daran.

Wie wir von der Köchin erfahren haben, ist der Kindergarten aktuell gar nicht groß. Vor noch 15 Jahren, als noch Freiwillige da waren, war er doppelt so groß, also konnte ca. 60 Kinder aufnehmen und hatte ein Nachmittagsprogramm, welches Dinge wie lernen, Sport treiben und malen umfasste. Dafür kamen sogar extra Lehrer in den Kindergarten. Warum dieser Teil des Kindergartens abgeschafft wurde, weiß ich leider nicht, ich schätze aber, dass entweder die Nachfrage groß genug war oder das Geld ein Problem darstellte. 

Wie gesagt ist im Moment aber wieder einiges im Kindergarten los, so war auch die letzte Geburtstagsfeier wieder ein echter Hingucker. Gefeiert wurden zwei Brüder (Zwillinge), und es gab Muffins, Süßigkeiten und die bisher größte Hüpfburg. An Tagen wie diesen sind alle Kinder natürlich sehr aufgeregt und aufgedreht (wahrscheinlich auch durch den vielen Zucker!) und es wird unmöglich, die Kinder wenigstens etwas zu beruhigen. 

Genauso war es auch, als mit allen Kindern Tereré getrunken wurde. Tereré ist die Sommerversion vom Mate Tee, das Yerba Kraut wird also mit kaltem Saft anstatt mit heißem Wasser aufgegossen. Mir persönlich schmeckt gut, allerdings ist der Saft kein echter Saft, sondern ein Saftpulver, welches mir ein bisschen zu süß ist. Außerdem verstehe ich nicht warum man den Saft nicht einfach so trinkt, sondern eben mit dem Yerba. Wie beim Tee „lösen“ sich die Inhaltsstoffe der Pflanze mit heißem Wasser, es ist aus meiner Sicht also Verschwendung, es auch für Tereré zu verwenden. Aber das sehen die Argentinier mit Sicherheit anders.

Diese Events sind dennoch schön, da sie den Alltag etwas verändern und wie etwas Neues kennenlernen. Am vergangenen Freitag wurden alle Mithelfer des großen Empanadasbacken eingeladen, von dem ich in einem vorherigen Bericht erzählt habe. Dazu hat meine Chefin Mirta gekocht (ich durfte übrigens die Kartoffeln, 20 Kg, dafür schälen) und alle fanden sich im Innenhof des Kindergartens am Abend zusammen. Das war sehr nett, da man sich auch noch ein wenig mit der evangelischen Kirchengemeinde austauschen konnte. 

Diese Möglichkeit wurde uns auch geboten, als wir von unserem Freund und Helfer Brian zu einem Studententreff mitgenommen wurden, welches in der Universität von Parana stattfand. Das Zusammenkommen war eine Veranstaltung sämtlicher Sprachkurse und so gab es zu jeder Nationalität einen Stand und jeder Kurs führte außerdem etwas vor, z.B wurden Lieder gesungen oder ein Sketch aufgeführt. Dort merkte man, dass die Studenten sehr offene Menschen zu sein scheinen, was sich bestätigte, als wir in der Stadt eine gay parade antrafen, die mehrere hundert Menschen umfasste. Dies fand ich sehr erstaunlich, da Argentinien so sehr vom Katholizismus geprägt ist.

Einen weiteren Ausflug tätigten wir in die nahegelegene Stadt Santa Fe, die wir nach einer halbstündigen Busfahrt erreichten. Dort zeigten uns Brian und eine Freundin von ihm den sehr schönen Strand und die noch schönere Promenade der Stadt. 

Leider haben wir es an dem einen Tag nicht mehr geschafft, das Stadtinnere zu sehen zu bekommen, aber das werden wir bestimmt noch nachholen!

3 Monate

Viva la Vida

Hallo lieben Freunde der weiten Welt, ich grüße euch aus dem weiten Argentinien,

Heute ist der 11.November, und 3 Monate ist es her, dass ich Argentinien mein neues Zuhause nennen darf. Langsam, aber sicher lebe ich mich ein und auch mein Arbeitsalltag geht mir jeden Tag leichter von der Hand. In diesem Bericht gebe ich euch einen kleinen Einblick in meine kleine argentinische Welt.

 Mein normaler Arbeitsalltag, fängt mit dem wunderschönen klingeln meines Weckers an, der mich aus dem Land der Träume herausholt, um genau 6:30 Uhr. Nach einer kurzen Morgenroutine, essen meine Mitbewohnerin Joya und ich noch kurz Frühstück und machen uns schon auf dem Weg zur Bushaltestelle. Dieser lässt manchmal lange auf sich warten, ein gutes Zeichen ist, wenn an der Ecke, wo der Bus hält, noch Leute stehen. Dann kann man sich sicher sein, dass er noch nicht gekommen ist. Nachdem man ein Bus erwischt hat, geht alles ganz schnell. Ein Paar Unebenheiten auf der Straße sind im Bus lebendig spürbar, sowie jede Bremsung vom Bus, die einem fast gegen die Fenster klatschen lassen. Nach 10-15 min., erreiche ich meine Haltestelle und steige mit vielen Schülern und Kindergartenkinder aus. Zum Projekt muss ich noch zwei Quadras (Ecken) bis ich an ,,El Arca de los Ninos´´ angekommen bin. Der Kindergarten ist sehr einladend mit seiner Lianen Hauswand, die man aus der Ferne schon erkennt. Doch, bevor der Kindergarten geöffnet wird setzten sich die Maestras (Lehrerinnen) in der Küche zusammen und reden über die Ereignisse, die am Wochenende geschehen sind und über dies und jenes. Der Mate dabei kann nicht fehlen. Dabei gibt es die bittere Variante und die Süße, ich tendiere zur Süßen Variante.

Kindergarten ,,El Arca del los Niños´´

Um 8 Uhr werden die Tore geöffnet und die Kinder strömen voller Energie die Gänge lang zu ihren Räumen. Mein Raum heißt Sala Rosa und beherbergt die 3-Jährigen des Kindergartens, dann haben wir noch Sala Celeste, die 4-Jährigen und Sala Verde die 5-Jährigen. Nach dem Ankommen der Kinder, wird noch kurz gespielt. Jeden Morgen gibt es eine Begrüßungsrunde aller Salas mit Liedern, bei denen die Kinder, Maestras und auch wir Freiwillige begrüßt werden. Auch werden der argentinische Flagge Lieder gewidmet und der Sonnengruß, wo sich die Kinder Kostüme anziehen und an den Händen gehalten im Kreis tanzen und die Sonne grüßen, gesungen. Bei mir sind die Lieder ganz schnell zu einem Ohrwurm geworden, die nicht so einfach loszuwerden sind. ?

Nach der Begrüßungsrunde fängt der Arbeitstag erst richtig an. Das Frühstück besteht meistens aus „Yo quiero mas“ (Ich will mehr), „Mas, Mas“ (Mehr, Mehr) oder „No quiero mas“ (Ich will nicht mehr). Mit meinen zwei Händen versuche ich jedem Wunsch der kleinen Nachzukommen, was nicht immer funktioniert, aber ich versuch mein bestes.

Nach dem Frühstück wird eine kleine Gruppenrunde gemacht und über das aktuelle Thema besprochen, worüber der Monat handelt. Im Monat August ging es um Kochen, dort kamen immer Eltern von den Kindern, um mit ihnen bestimmte Backrezepte zu machen. Wir haben verschiedenes gemacht, von Plätzchen über Trüffel und Obstsalat war alles dabei. Auch wurde der Frühlingsanfang bunt gefeiert, dort haben wir Blumenbilder, Schmetterlinge und Sonnen gemalt und gebastelt.

Kinder beim Plätzchen Taller

Im September hatten wir das Pflanzen-Projekt dort haben wir über die Pflanzen in unsere Umgebung geredet und über wie wir Pflanzen sehen. Erstmals haben wir die Kinder nach den Pflanzen gefragt, die sie kennen. Dann haben wir uns langsam vorgetastet und gelernt was Pflanzen brauchen: Luft, Wasser, Sauerstoff und das Sonnenlicht. Außerdem die einzelnen Teile der Pflanze und zum Schluss haben wir in selbstgemalten Dosen, Samen gepflanzt.

 Das Thema des Monats Oktober, fand ich mit am beeindruckendsten, „Sala Rosa se vuelven artistas“ (Raum Rosa werden zu Künstlern). Wir haben über verschiede Künstler gelernt wie, Frida Kahlo, Emilio Pettoruti oder Jackson Pollock. Auch haben wir die Maltechniken gelernt und selbst angewendet, beispielsweise hat Jackson Pollock eine Spritztechnik verwendet, oder haben wir uns Selbst porträtiert so wie Frida Kahlo. Die Kinder haben aber nicht nur die Maltechniken gelernt, sondern auch über das Leben des Künstlers. Am Monatsende gab es auch eine Muestra (Ausstellung) von den gesamten Werken die, die Kinder gemalt haben.

Muestra de la Sala Rosa

Es war sehr schön alles im Gesamtbild zu sehen, erstens für die Kinder und Eltern, jedoch auch für mich als Freiwillige, teil von diesem Projekt zu sein. Jedoch muss ich sagen, wenn ich mich an meine Kindergartenzeit zurückerinnere, muss ich sagen das ich noch nicht so weit war, wie die jetzigen 3-Jährigen. Ich glaube ich wäre mit 3 Jahren maßlos überfordert gewesen solche Sachen zu lernen. Das hat mich schon sehr beeindruck, da ich in den Kindergarten kam und so etwas nicht erwartet hatte.

Kommen wir wieder zurück zu dem Alltag. Nach der kleinen Gruppenrunde, sind wie beschrieben die verschiede Tallers (Projekte) dran. Abgesehen von den Monatsprojekten, gibt es zum Beispiel am Montag meistens Musik mit Maruka (eine Maestra) oder am Mittwoche gehen wir in den Sum und spielen mit großen, bunten Schaumstoffblöcken, dort haben die Kinder die Möglichkeit sich richtig auszutoben. Auch gehen wir oft auf den Patio (Hof), damit die Kinder auch mal an die frische Luft kommen.

Der Patio (Innenhof)

 Die Zeit verfliegt im Kindergarten und eh ich mich versehen habe, ist es auch schon 12 Uhr und es ist Mittagessenszeit. Vor dem Essen werden immer Lieder gesungen, um die Kinder zu beruhigen und sie auf das bevorstehende aufmerksam zu machen. Es gibt, meiner Meinung nach super leckeres Essen, welches von der Köchin Moni zubereitet wird. Anschließend wird die Siesta (Mittagsschlaf) gehalten, wo wir den Kindern beim einschlafen helfen. Wenn es dann alle mal in das Land der Träume geschafft haben, können wir auch aufatmen und auch einen kurzen Power Nap halten. Danach die Zeit wird genutzt, um Aktivitäten vorzubereiten, aufzuräumen oder einfach um bei einem Mate zu charlar (Quatschen). Die Kinder werden dann ab 15 Uhr geweckt oder sie wachen selbst auf, von da an geht der Nachmittag schnell. Es gibt noch eine Merienda (Nachmittagssnack) und die letzten Sachen werden in die Mochilas (Rucksäcke) gepackt. Danach geht es für die Kinder schon nachhause und der Tag wird mit einem Lied noch beendet. Um 16 Uhr geht es dann auch für mich Heim. Meistens sehr müde und erschöpft, aber auch sehr glücklich.

Gemälde auf dem Patio, mit Flaschendeckeln gemacht

Manchmal gehe ich auch mit meinem Mitfreiwilligen Jonathan in die Stadt, um paar Erledigungen zu machen, wo wir uns auch über unsere Arbeit austauschen. Was ich sehr gut finde, da man am Anfang sich noch einfinden musste und nicht genau wusste ab das eigene Verhalten gegenüber den Kindern richtig war. Da ist es wichtig, bestärkt zu werden, dass es so wie man es macht okay ist.

Was ich auch noch berichten will sind die Regentage im Kindergarten, dass sind die einzigen Tage wo weniger Kinder kommen. Dann sieht der Himmel nicht mehr so blau aus und die Straßen verwandelt sich in Flüsse. Für viele Familien ist es deswegen schwer bei Regen in den Kindergarten zukommen, da viele kein Auto besitzen und die Straßen in einem nicht passierbaren Zustand sind. An solchen Tagen werden die 3 Gruppen zusammengelegt und es gibt keine richtige Struktur. Normalerweise sind in meiner Gruppe immer ungefähr 20 Kinder da, doch wenn die dunklen Wolken den Himmel verdecken, kommen vielleicht, wenn es gut läuft 2 oder 3 Kinder. Da steht auch die Stadt gefühlt still und die Straßen sind wie ausgestorben. Aber die sonnigen Tage sind am schönsten.

So wie jeder Freiwillige, träume auch ich von wunderschönen Ausflügen und aufregenden Reisen. Mit meiner Mitbewohnerin reden wir aufgeregt von den schönen Orten die man hier besuchen kann. Einen genauen plan für den Januar Urlaub haben wir aber noch nicht, doch das wird sich schon ergeben, da bin ich optimistisch gestimmt. Bei einem verlängertem Wochenende bin ich mit meinen drei weiteren Freiwilligen hier in Quilmes nach Cordoba gefahren. Dort haben wir die andren Freiwilligen getroffen und auch bisschen Touri durch die Stadt gemacht. Für die Zukunft will ich in die Umgebung von Cordoba gehen, dort soll es schöne Landschaften geben.

Cordoba

Was ich mir aber immer klar werden muss, ist das ich gerade in einer 13 Millionen Stadt bin, nämlich in Argentinien, Buenos Aires und ich hier für ein Jahr leben werde. In manchen Momenten kommt mir das so unrealistisch vor das ich wirklich hier bin. Doch die Entscheidung getroffen zu haben diesen Schritt zu wagen und ein FSJ zu machen, in einem Fremden Land ist einfach unglaublich. Ich freue mich auf die weitern 9 Monate hier und dieses unglaubliche Land bessere kennenzulernen, sowie seine Kultur und alles andere was es mit sich bringt.

Die Quilmes WG (Julia, Joya, Johanna & Jonathan)

Ich verabschiede mich typisch Argentinisch

Un beso y un abrazo fuerte

Liebe Grüße

Julia