Das Ende meiner Zeit in Argentinien

Die Rückkehr nach Deutschland war durch meine zwei Wochen gedanklicher Eingewöhnungszeit in Quarantäne in Buenos Aires weniger traurig als gedacht. Der Argentinische Ministerpräsident Alberto Fernandez reagierte früh mit Ausgangssperren für das ganze Land. Dadurch konnte ich mich gedanklich ein bisschen besser auf die Abreise vorbereiten. 

Schwerer war hingegen die schnelle Abreise aus meiner Einsatzstelle in Parana. Als ich am Montag die Nachricht bekam, das Land verlassen zu müssen, war ich erst einmal sehr geschockt und traurig, jedoch kündigte besagter Präsident bereits Maßnahmen an, weshalb ich davon ausging, noch etwas bleiben zu dürfen, bzw. nicht direkt ausreisen zu können. Am Dienstag wurde mir dann gesagt, dass ich ein Ticket für einen Rückflug am Freitag derselben Woche bekommen hätte, weshalb ich schnellstmöglich nach Buenos Aires musste. Am Mittwoch begann also meine Rückreise.

In Buenos Aires angekommen, wurde ich nett von der Freiwilligen-Wg empfangen, bei denen ich die verbleibenden zwei Nächte verbringen sollte. Jedoch trat dann das eigentlich Erwartete ein; der Flug wurde gecancelt. Somit musste ich dann zusammen mit allen anderen Freiwilligen auf einen Flug der Rückholaktion der Bundesregierung warten, was in meinem Fall weitere zwei Wochen dauerte, bei anderen Freiwilligen sogar noch ein paar Tage länger. Somit flog ich am ersten April, ein vielleicht ganz passendes Datum, nach Frankfurt.

Zuhause angekommen musste ich mich zwar ein bisschen an die neue/ alte Umgebung gewöhnen, jedoch fiel mir dies recht leicht. Nur an die Zeitumstellung musste ich mich ein paar Tage gewöhnen. Ich verbringe die Tage mit viel Sport, Kochen, Backen und einigen anderen Aufgaben. Unglaublich anders als in den Sommerferien des letzten Jahres ist es für mich aber nicht, weshalb es nicht gerade viel zu berichten gibt. Außerdem geht es mir gut, natürlich ärgere ich mich auch manchmal über die Situation (mindestens einmal am Tag), denn insgesamt bin ich nicht zufrieden über die schnelle Rückreise. Dennoch versuche ich das Beste daraus zu machen.

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