Déjà-vu?

Vor mehr als 2 Monaten kamen wir an und durften für eine längere Zeit 3 Orte (Manila, Urdaneta, Matin-ao) mehr kennen lernen und ein paar andere Orte ein wenig.

Als wäre es ein Schicksal um uns zu zeigen, dass niemals nur der erste Eindruck zählt, sind wir jetzt in diesen 3 Orten nocheinmal gewesen:

Für ca. 1,5 Woche waren wir in Manila für unser Visum. Trotz der langen Wartezeit, sind die Tage mit total interessanten Aktivitäten und Aufgaben vollgestopft gewesen. Programmpunkte wie Diskussionen über Themen wie z.B. die Kinderrechte auf den Philippinen, die Frauenrolle bzw. Gleichberechtigung; der Besuch einer anderen Gruppe der Lumads in ihrer vorrübergehenden Schule in Manila; ein Tagesausflug mit den Jugendlichen durch verschiedene Kirchengemeinden in Manila und noch einige andere standen auf dem Plan.

In unserer Freizeit besuchten wir dann unter anderem die „Mall of Asia“ mit z.B. dem wunderschönen Sonnenuntergang und einem darauffolgendem ersten koreanischen Essen auf den Philippinen. Neue Freunde, von außerhalb der IFI, machten mit uns mehrere Stadtrundgänge durch Manila mit unter anderem dem Wasserfontänenprogramm im Lunetapark und im Hotel Okada.                   Nicht zu vergessen ist natürlich das Wiedersehen der ganzen Truppe der Mission to Seafarers und dabei das Treffen anderer, gerade erst wieder gekommenen Seemänner.

Das zweite Mal Manila erleben zu dürfen war sehr viel besser als das erste Mal. Freies, individuelles kennenlernen der Stadt war angesagt. Gleichzeitig war es auch das erste Mal etwas mehr „Luxus“ für uns: die von Deutschland gewohnte Dusche zum Warm – und Kaltstellen und die Toilette, freies Wlan mit einem Signal im Zimmer vorhanden, eine Klimaanlage, einem Fernseher mit englischem Programm, allgemein ohne Scheu-Englisch sprechende Menschen, eine andere riesige Vielfalt an Essen, große Supermärkte 2 Minuten entfernt, Autos,…

Ich bin erstaunt, wie man nach so einer kurzen Zeit die kleinsten Dinge wertschätzen kann und freu mich ehrlich gesagt darauf, wie das nach einer längeren Zeit sein wird.

Nachdem die Visumwartezeit ein Ende hatte, sind wir für 1,5 Tage nach Urdaneta gefahren, zu unserem ersten „Fiesta“ – Erntedankfest Erlebnis.
Dort waren die Seminarians super überrascht, dass wir es wirklich geschafft haben zu kommen und sie uns nochmal sehen konnten. Deutlich hat man bemerkt, wie sehr man einander vermisst hat bzw. wie zutraulicher man miteinander umgegangen ist. Am Abend fand dann das Theaterstück statt, wo wir die Proben bei unserem ersten Besuch am eigenen Leibe erfahren durften, weswegen wir zu dem aufgeregt waren, was nun zum Schluss dabei hinausgekommen ist. Obwohl wir wegen der anderen Sprache Tagalog gar nichts verstanden hatten, hatten Teresa und ich erstaunlicherweise eine pure Gänsehaut über das ganze Stück hinweg. Zum Abschluss saßen alle Besucher von der Fiesta noch beim Grillen und Essen zusammen und auf einer kleinen Bühne wurde Musik gemacht, wo jeder der wollte singen konnte. Mit ca. einer Stunde Schlaf ging es um 4 Uhr morgens wieder zurück nach Manila.
Auf dem Rückweg haben wir dann zu dem selbstständigen Herumlaufen und Einkaufen in Manila, zusätzlich auch die erste sehr müde und spannende Busfahrt und Zugfahrt von Urdaneta bis zur Kirche in Manila alleine abgehakt. Ehrlich gesagt sind wir etwas erstaunt, wie einfach es doch war, mal auch etwas ohne direkte Sicherheit von Einheimischen zu tun.
In Matin-ao wieder zurück wussten nach gefühlt zwei Minuten jeder, dass wir wieder da sind. Anfangs war nicht klar, wie lange wir wegen des Visums weg sind. Auf jeden Fall waren wir für sie alle viel zu lange weg und wollten am Liebsten gleich alles was wir verpasst hatten mit uns nachholen. Das einzige, was sich verändert hat, sind die verschobenen Möbelstücke und neue Hauseigenschaften. Und selbst unsere Schüler sind uns wieder total vertraut und ohne Scheu entgegen gelaufen. Jetzt sind wir auch hier wieder total viel unterwegs und mitten im Alltag gefangen.

Zurückblickend wurden wir in allen drei Orten wieder super herzlich empfangen und alle waren total glücklich uns wieder zu sehen. Dennoch war es ein anderer schöner Empfang. Wir wurden nämlich nicht mehr wie Visitors, sondern wie richtige Einheimische und Freunde empfangen. Z.B. Wurde nicht so ein riesen Aufwand mit sehr viel Zeit für uns verwendet, sondern alle kannten uns und der Alltag verlief einfach normal wie vorher ab. Zusätzlich wurde uns auch nicht mehr jede Kleinigkeit erklärt und uns mehr in dem Sinne vertraut, weil sie wussten, dass wir uns auskennen und nicht mehr „Greenhorns“ sind.

Mir ist richtig deutlich geworden, was für ein Privileg wir bis jetzt schon hatten, so viele, liebe Leute kennen gelernt haben zu dürfen und mit ihnen so eine Menge erleben durften.
Dazu haben wir realisiert, dass wir neben unserem neuen, richtigen zu Hause Matin-ao auf Bohol, auch je in Manila und in Urdaneta eine andere kleine Familie bekommen haben.

Kommentare:

Nora
16.10.2018

Das Bild ist ja fantastich! ??

Schreibe einen Kommentar