der Beginn

Note: This text is written in Spanish, English and German. It is a way to show you the ambivalence I am living in at the moment and to show the languages that surround me.

Nota: Este texto está escrito en español, inglés y alemán. Es una forma de mostrarte la ambivalencia en la que estoy viviendo en este momento y mostrar los idiomas que me rodean.

Anmerkung: Dieser Text ist auf Spanisch, Englisch und Deutsch verfasst. Es ist eine Möglichkeit die Ambivalenz zu zeigen, in der ich gerade lebe, und die Sprachen, die mich umgeben.

Deutsch:

Man könnte sagen, dass dieser Wahnsinn vor etwa einem Monat begann, als ich mit Vorfreude und ein bisschen Angst in den Flieger nach Deutschland stieg und mich für ein Jahr von meiner Heimat verabschiedete. Aber eigentlich begann das alles schon viel früher, weil all die Vorbereitung für dieses wunderbare Jahr schon viel eher begann.

Das alles begann in der Mitte von 2018, als ich das letzte Jahr in der Schule verbrachte, in die ich fast mein ganzes Leben gegangen war. Es war der Start einer Menge von Veränderungen und Enden. Von allen Seiten bekam ich die typischen Fragen “weißt du schon, was du studieren möchtest?” oder “an welcher Universität willst du studieren?”. Weil ich auf die Frage keine Antwort wusste suchte ich nach Alternativen. Ich wusste nicht genau was ich machen wollte, aber dass ich etwas Neues machen wollte. Also suchte ich nach Alternativen und fand die Option nach Deutschland zu gehen und dort als Freiwillige mitzuarbeiten. Diese Idee passte perfekt in meinen Plan etwas Neues machen zu wollen um die mir so bekannte Komfortzone zu verlassen. Aber so richtig passte es doch nicht. Deutschland, fragte ich mich sofort, wie stelle ich mir das eigentlich vor, wenn ich kein deutsch spreche und wie soll ich überhaupt nach Deutschland kommen? Ein Jahr, in dem ich weit entfernt von meinen Freunden und meiner Familie bin? Eine verrückte Idee, dachte ich, trotzdem bekam ich die Idee irgendwie nicht mehr aus meinem Kopf.  Nach der Schule im Ausland ehrenamtlich zu arbeiten, neue Orte und Menschen kennenlernen und für ein Jahr soziale Arbeit leisten. Das war, was mich motiviert hat und mich all die „negativen“ Gedanken vergessen ließ.

In exaktem dem Moment entschied ich, dass ich mich für einen Freiwilligendienst bewerben und damit den ungewöhnlichen Weg wählen würde. Das war der Tag an dem alles begann. Eine der Voraussetzungen, um einen Freiwilligendienst zu machen war durch einen Prozess von mehreren Gesprächen durchzukommen, in denen viele Fragen gestellt wurden. Einige dieser Fragen hatte ich für mich schon beantwortet andere dieser Fragen bis heute nicht. Ich war sehr nervös und machte mir Sorgen, ob sie mich akzeptieren würden oder ich doch meinen Plan B durchziehen müsste. Als ich endlich die Zusage bekam war ich sehr glücklich meiner Familie und meinen Freunden von meinen Plänen erzählen zu können und ihre Reaktion zu sehen. Die Vorbereitungen begannen und mit Ihnen stiegen meine Erwartungen immer höher. Die Tage vor der Abfahrt waren von Verabschiedungen und dem Satz „bis in einem Jahr!“ geprägt.  Bei dem Vorbereitungsseminar in Baradero, Argentinien traf ich all die anderen Freiwilligen, wir wurden zusammen vorbereitet, waren gemeinsam voller Vorfreude und Angst. Stellten uns zusammen vor, wie alles werden würde.

Aber der wirklich verrückte Teil begann erst am 18. Februar als ich zusammen mit Mechi und Iara (den beiden anderen Freiwilligen) das Flugzeug ins Ungewisse nahm, dieses Ungewisse, was gleichzeitig auch der Ort war, den wir so gerne kennenlernen wollten. An dem Tag, an dem wir in Deutschland ankamen begann auch sofort unser Einführungsseminar, bei dem wir sofort sehr viele neue Menschen kennenlernten. Ich könnte einen ganzen Blogbeitrag nur über das Einführungsseminar schreiben. Menschen aus aller Welt, die alle auf eine einzigartige Weise ihr eigenes Land repräsentierten, waren versammelt. Egal was wir taten, man konnte überall die Motivation spüren, die unter uns war, in jeder Aktivität, in jedem Spiel, in jedem Lied. Das ganze Seminar war so eine ansteckende positive Energie zu spüren. Wir hatten sogar beeindruckend gutes, sonniges Wetter! Aber nach 10 Tagen der Koexistenz und des Lernens mussten wir uns verabschieden und jeder zu unserem eigenen neuen Zuhause gehen. Es wirkte, als hätte alles schon begonnen, aber der wahre Anfang war erst in dem Moment. In diesem Moment begann die Realität, das Seminar war nur Vorbereitung auf alles, was noch kommen würde.

In meinem neuen Zuhause anzukommen war sehr schön, die Familie hat mich sehr freundlich willkommen geheißen. Sie haben mich vom ersten Moment an integriert und waren sehr freundlich zu mir. Ich habe großes Glück, dass meine Familie Spanisch und Englisch spricht und ich somit hier keine Probleme in der Kommunikation habe. Aber die Welt ist außerhalb unseres Hauses und am Anfang ist es vielleicht schwer zu kommunizieren. Der erste Tag im Kindergarten war ein bisschen verwirrend. Mir ist sofort aufgefallen, dass die Umgangsmethode im deutschen Kindergarten sehr anders als in Uruguay ist. Zuerst wusste ich deshalb nicht wie genau ich arbeiten sollte. Aber wie alles ist es eine Frage von Beobachtung, Fragen stellen und Anpassung. Es ist ein Prozess, für den man Zeit braucht, in dem man aber auch eine Menge lernt. Heute, wo ich mittlerweile drei Wochen arbeite, fühle ich mich sehr viel wohler und am wichtigsten ist, dass mir die Arbeit Spaß macht. Es ist schön zu merken, dass ich mit den Kindern durch Spiele, Blicke und Lachen kommunizieren kann, obwohl ich ihre Sprache nicht spreche.

Und was kann ich über Deutschland sagen? Die Straßen der Stadt, die Ruhe in den Dörfern, der Gesang der Vögel am Morgen, die Pünktlichkeit der Verkehrsmittel und der fast tägliche Regen sind Dinge, die mich immer beeindrucken werden. Ich weiß, dass ich noch viel lernen muss, aber über das, was ich schon gelernt habe, freue ich mich sehr. Und jetzt, wo der Frühling angekommen ist und man überall an den Straßen Blumen blühen sehen kann, wird jeder Tag noch schöner!

Español:

Se podría decir que esta locura empezó hace un poco más de un mes, cuando emocionada y con un poco de miedo me tomé un vuelo hacia Alemania diciéndole chau a mi país por un año. Pero en verdad esta locura empezó mucho antes, porque toda la preparación también es parte de este gran año.

Todo empezó a mediados de 2018. Último año del colegio al que fui casi toda mi vida, cambios y cierres de etapas. Ya empezaban a atormentarme las preguntas como ¿ya sabes qué vas a estudiar el año que viene? o ¿a qué facultad piensas ir? que la gente generalmente hace. Pero como yo aún no tenía respuestas a esas preguntas, pensé en hacer algo diferente. No sabía bien qué, pero sentía que era el momento de hacer algo nuevo. Fue allí cuando se me planteó la opción de hacer un voluntariado en Alemania. Esa opción encajaba bien con la idea que yo tenía de hacer algo distinto, de salir de la tan conocida zona de confort. Pero había algo que todavía no cuadraba. ¿Alemania? Me pregunté inmediatamente. Si no sé hablar alemán, ¿cómo voy a ir a Alemania? ¿Un año lejos de mi familia y amigos? Es una locura, pensé. Pero la idea nunca se fue de mi cabeza. Hacer un voluntariado en el exterior al terminar el colegio, conocer lugares y gente nueva, experimentar trabajo social durante un año entero. Esas eran las cosas que más me motivaban, y que me hacían olvidar de todo lo “negativo” que podría tener.

Fue allí cuando decidí anotarme y apostar por lo diferente. Ese día empezó todo. Postularme, que me entrevisten, muchas preguntas que ya tenían respuestas pero muchas otras que todavía no. Los nervios y la ansiedad de saber si me elegían o no, los plan B por si no me elegían. La gran noticia, la felicidad de decir que sí, contarlo a todos mis familiares y amigos, sus reacciones. Los preparativos, trámites, expectativas. Los días previos, las despedidas y los “¡hasta dentro de un año!”. El seminario de preparación en Baradero, conocer a todos los demás voluntarios, prepararnos juntos, expectantes y ansiosos. Imaginarnos juntos como sería todo.

Pero la gran y real locura comenzó ese 18 de febrero, cuando junto a Iara y Mechi nos tomamos ese avión a lo desconocido pero a su vez a lo que más ganas teníamos de conocer. Llegamos y ese mismo día comenzamos con el seminario de introducción, conociendo ya a mucha gente nueva el primer día. Podría escribir un blog entero sobre el seminario, porque fue increíble. Gente de todos lados del mundo, cada uno representando su país de manera única y especial. La motivación de todos se podía ver en cada actividad, en cada juego, en cada canción. Había una energía positiva todo el tiempo que se contagiaba. Hasta los días estaban soleados, ¡increíble! Pero después de diez días de convivencia y aprendizaje tuvimos que despedirnos y ahora sí, ir cada uno para su nuevo hogar. Parecía que ya había empezado todo, pero el verdadero comienzo era ahí. En ese momento comenzó la realidad, el seminario fue solamente una preparación para lo que venía.

Llegar a mi nueva casa fue muy lindo, la familia me recibió de una manera muy simpática y acogedora. Me integraron desde el momento uno y han sido siempre muy amables conmigo. Tengo la suerte de que en mi nueva casa hablan en español y en inglés, así que no tengo ningún problema para comunicarme aquí adentro. Pero el mundo está fuera de la casa, y allí tal vez puede ser difícil comunicarse al principio. El primer día en el Kindergarten fue un poco confuso. Noté en seguida que el método de enseñanza en los Kindergartens acá y en Uruguay es muy diferente, y eso al principio fue un poco difícil porque no sabía de qué manera trabajar. Pero como todo, es cuestión de observar, preguntar y adaptarse. Es un proceso que lleva tiempo, pero se aprende mucho. Hoy, que ya pasaron tres semanas de trabajo, me siento mucho más cómoda y lo más importante es que puedo disfrutar del trabajo. Es lindo darse cuenta que sin saber mucho el idioma, me puedo comunicar muy bien con los niños a través de juegos, miradas o risas.

¿Y de Alemania qué puedo decir? Las calles de la ciudad, el silencio de los pueblos, el sonido de los pájaros por la mañana, la puntualidad del transporte y la lluvia de casi todos los días son cosas que creo que nunca van a dejar de sorprenderme. Sé que todavía tengo mucho por conocer pero por lo que he conocido, ya estoy encantada. Y ahora que llegó la primavera y se pueden ver las flores por la calle, ¡cada día será más lindo!

English:

You could say that this madness began a little over a month ago, when excited and a little scared I took a flight to Germany telling goodbye to my country for a year. But this madness truly began much earlier, because all the preparation is also part of this great year.

It all started in mid-2018. It was the last year in the school that I went to almost all my life, full of changes and closures of stages. People started asking me the typical questions like “do you already know what you are going to study next year?” or “to what university are you going?” that they usually do. But since I still did not have answers to those questions, I thought about doing something different. I was not sure what, but I felt it was time to do something new. It was there when I was asked to volunteer in Germany. That option fitted well with the idea that I had to do something different, to leave the well-known comfort zone. But there was something that still did not fit. Germany? I asked immediately. If I do not know how to speak German, how am I going to go to Germany? A year away from my family and friends? It’s crazy, I thought. But the idea never went away from my head. Volunteering abroad after finishing school, getting to know new places and new people, experiencing social work for a whole year. Those were the things that motivated me the most and made me forget all the „negative“ things that could be part of the experience.

It was there when I decided to sign up for the volunteering and bet on what is different. That was the day that everything began. Postulating, coming through several interviews, many questions that already had answers but many others that still have not. The nerves and the anxiety to know if they chose me or not, the plan B in case they did not choose me. The great news, the happiness of saying yes, telling all my family and friends, their reactions. The preparations, the expectations. The days before, the farewells and the „up to one year!“. At the preparation seminar in Baradero Argentina I met all the other volunteers, they prepared us together, we were expectant and anxious. Imagining together how everything would be.

But the great and real madness began on February 18, when along with Mechi and Iara we took that plane to the unknown but as well to what we most wanted to know. We arrived and that same day we started with the seminar of introduction, already getting to know many new people the first day. I could write a whole blog about the seminar, because it was amazing. There were people from all over the world, each one representing their country in a unique and special way. Everyone’s motivation could be seen in each activity, in each game, in each song. There was a positive energy all the time, it was so contagious. Even the days were sunny, it was incredible! But after ten days of coexistence and learning we had to say goodbye and now, yes, go each one to our new home. It seemed like everything had already started, but the real beginning was there. At that moment reality began, the seminar was only a preparation for what was really coming.

Arriving at my new home was very nice, the family received me in a very friendly and welcoming way. They integrated me from the first moment and have always been very kind to me. I’m lucky that in my new home they speak in Spanish and English, so I have no problem communicating in here. But the world is outside the house, and maybe it can be difficult to communicate at the beginning. The first day in Kindergarten was a bit confusing. I noticed right away that the teaching method in Kindergartens here and in Uruguay is very different. At first it was a bit difficult because I did not know how to work. But like everything, it is a matter of observing, asking and adapting. It is a process that takes time, but you learn a lot. Today, after three weeks of work, I feel much more comfortable and the most important thing is that I can enjoy the work. It is nice to realize that without knowing the language very much, I can communicate very well with children through games, looks or laughter.

And what can I say about Germany? The streets of the city, the silence of the villages, the sound of the birds in the morning, the punctuality of the transport and the rain almost every day are things that will always amaze me. I’m aware that I still have a lot to learn but from what I have learned, I am already delighted. And now that spring has arrived and you can see the flowers on the street, every day will be even more beautiful!

Kommentare:

Jenny
29.05.2019

Me alegro muchísimo que te gusta Alemania!! Espero escuchar mas de tus experiencias en tu proyecto y espero verte en algunos meses allá!!

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