Jüdisches Norddeutschland

13 Kirchenkreise – eine Konferenz

Alle dreizehn Kirchenkreise der Nordkirche haben Beauftragte für den christlich-jüdischen Dialog benannt. Sie stehen in den Kirchenkreisen für Anfragen zur Verfügung, sorgen für die Weitergabe von Informationen, geben Anstösse für Veranstaltungen und fördern Projekte in Zusammenarbeit mit dem Referat. Mit der Gründung der Nordkirche haben sich die dreizehn Kirchenkreis-Beauftragten für christlich-jüdischen Dialog am 13. November 2012 in Güstrow zu einer gemeinsamen Konferenz zusammen geschlossen. Die Konferenz tagt einmal im Jahr und lädt ebenfalls jährlich zu einer theologischen Tagung ein.

Geschäftsordnung

Protokoll der Konferenz von 2019

Orte des Dialogs in der Nordkirche

In den ehemals selbständigen Landeskirchen Nordelbien, Mecklenburg und Pommern wurde der Dialog mit dem Judentum bereits Jahrzehnte vor der Gründung der Nordkirche intensiv geführt. Der Nordelbische Arbeitskreis Christen und Juden wurde am 3. Juni 1981 in Kiel-Kronshagen gegründet. Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender war Propst i.R. Jörgen Sontag. Die Aktivitäten des Pommerschen Arbeitskreises Kirche und Judentum gehen zurück auf das Wirken von Pfarrer Bartholomäus und konzentrieren sich hauptsächlich auf die Stadt Greifswald. Der AK arbeitet viel mit der Greifswalder Universität zusammen. In Mecklenburg wird das christlich-jüdische Engagement hauptsächlich von der Evangelischen Akademie in Rostock und ihrem Direktor Pastor Klaus-Dieter Kaiser getragen.

Spenden und Kollekten für den christlich-jüdischen Dialog

Aus Kollekten für den christlich-jüdischen Dialog werden diverse Projekte unterstützt: Nothilfe für Überlebende des Holocaust z. B. durch die Organisation AMCHA, Wissen über das Judentum z. B. im Programm “Studium in Israel”, Unterstützung jüdischer Gemeinden z. B. bei der Sozialarbeit mit russischen Zuwanderern und Versöhnungsarbeit in Israel wie z. B. durch die Organisation “Parents Circle – Families Forum”. Hier finden Sie den Kollektentext.

Wer und was wird aus der Kollekte gefördert und unterstützt?

Projekte Israelsonntag 2018

Projekte Israelsonntag 2019

Christen und Juden – Reflexionen von Karl-Wilhelm Steenbuck

Das Verhältnis von Christen und Juden beschäftigt Pastor i. R. Karl-Wilhelm Steenbuck schon seit Jahrzehnten. Seine differenzierten und nachdenkenswerten Reflexionen zum Thema stellen wir mit Genehmigung des Autors hier zur Verfügung – zum Lernen, zur Anregung, zur Diskussion. Sie können den Text hier herunterladen.

Institut für jüdische Geschichte und Religion

Institut für Jüdische Philosophie und Religion: Seit Mai 2014 arbeitet das zur Universität Hamburg gehörende Institut in der Rothenbaumchaussee unter der Leitung von Prof. Dr. Guiseppe Veltri mit einem beachtlichen Stab von Wissenschaftlern.

Verhältnis Kirche – Judentum

Die Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen, sowie eine sehr gute Übersicht zur Entwicklung der christlich-jüdischen Beziehungen nach 1945 in Deutschland mit Links zu allen wichtigen Dokumenten findet sich hier.

Meet a Jew – Projekt fördert Begegnung

Einem Juden – einer Jüdin begegnen? Meet A Jew macht’s möglich! Über die Website der Initiative können Sie zum Beispiel jüdische Gesprächspartner in den Unterricht einladen. Die Idee dahinter: Das aktuelle jüdische Leben durch in Deutschland lebende jüdische Menschen kennen lernen, denn eine persönliche Begegnung bewirkt, was tausend Bücher nicht leisten können. Alle Infos auf der Website “Meet A Jew”.

Synagogenführung vereinbaren

Oftmals wird der Wunsch geäußert, zum Beispiel mit einer Schulklasse eine Synagoge zu besuchen. Das ist eine sehr gute Idee. Die Anschauung und das Gespräch mit einem Mitglied einer jüdischen Gemeinde ist lebensnäher und anschaulicher als das beste Schulbuch es sein könnte. Das Problem ist nur: Es gibt auf dem Gebiet der Nordkirche nur wenige Synagogen, nämlich in Hamburg, in Pinneberg, in Lübeck, in Bad Segeberg, in Schwerin und bald auch in Kiel.
Die Jüdische Gemeinde in Hamburg bietet Synagogenführungen an. Alle Infos dazu finden sich auf ihrer Website. Wer eine Synagoge in Schleswig-Holstein oder Mecklenburg besuchen möchte, kann die jeweiligen Landesverbände der jüdischen Gemeinden dort kontaktieren.

Jüdische Gemeinden im Bereich der Nordkirche

Auf dem geographischen Gebiet der Nordkirche gibt es 13 jüdische Gemeinden, verteilt auf drei Bundesländer. Elf von ihnen gehören dem Zentralrat der Juden in Deutschland an. Außerdem gehören die Gemeinden unterschiedlichen religiösen Richtungen des Judentums und unterschiedlichen Dachverbänden an. Die Gemeinden in Schwerin und Rostock gehören zum Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern. Ihr Landesrabbiner ist Yuriy Kadnykov.
In der Hansestadt Hamburg gibt es zwei jüdische Gemeinden. Die Jüdische Gemeinde Hamburg K.d.ö.R. folgt dem sog. Einheitsritus. Als Landesrabbiner fungiert hier Shlomo Bistritzky. Die Gemeinde orientiert sich religiös am orthodoxen Ritus. Unter ihrem Dach wurde 2016 auch eine Reformsynagoge gegründet. Die Liberale jüdische Gemeinde Hamburg e. V. folgt dem liberalen Ritus. Ihr Rabbiner ist Dr. Moshe Navon.
Im Bundesland Schleswig-Holstein gibt es zwei Landesverbände. Dem Landesverband der jüdischen Gemeinden von Schleswig-Holstein gehören die Gemeinden in Pinneberg, Elmshorn, Ahrensburg-Stormarn, Bad Segeberg und Kiel an. Die Gemeinden werden rabbinisch betreut von Rabbiner Dr. Edward van Voolen. Zur Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Hostein gehören die Gemeinden in Lübeck, Kiel und Region und Flensburg. Hier amtiert Landesrabbiner Dov-Levy Barsilay.

Jüdische Feiertage

Hier finden Sie alle jüdischen Fest- und Feiertage der nächsten Jahre mit Datum. Nach dem jüdischen Kalender befinden wir uns derzeit im Jahr 5780. Am Abend des 18. September 2020 beginnt das neue jüdische Jahr, Rosh HaShana 5781 mit dem Blasen des Shofar-Horns. Und so hört sich das an.