INDIEN, DU BIST GUT ZU UNS!

Gerade sitze ich in unserem Wohnzimmer, mit ungefähr 10 Tonnen Mosquito Spray am Körper, durchgeschwitzt, aber unglaublich glücklich. 

Leona und ich sind nach unserer langen und  anstrengenden Reise seit Mittwoch in Nagpur. Unser erster Flug war gecancelled worden und als wir in Delhi ankamen, hat es so gewittert, dass wir noch 45 Minuten warten mussten, bis es los ging. 

UMSTIEG AM FLUGHAFEN IN AMSTERDAM (SCHLAFLEVEL EHER IM UNTEREN BEREICH)

Nagpur ist viel grüner, als wir es uns vorgestellt haben und wie soll man sagen: ziemlich indisch. Bei unserem zweiten Seminar wurde uns eingetrichtert, unseren gesunden Menschenverstand zu benutzen, vor allem im Straßenverkehr. Sorry, Nadja und Felix! Wir wollten ja; und die Autos besitzen zwar Gurte, aber nichts wo man sie festmachen könnte. Außerdem sind überall Kühe auf der Straße. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass die meisten Menschen hier ziemlich gute Autofahrer*innen sind, denn ich hatte noch nie so eine Bewunderung für Menschen, die ihr Mofa/ Auto auf den millimeter genau an einer Kuh vorbei manövrieren konnten. 

SO SEHEN DIE STRAßEN HIER AUS

Wir wurden hier im IPC wirklich herzlich empfangen und ich bin unglaublich dankbar, dass wir in solch einem Umfeld leben können. Das IPC ist wirklich ein kleines Paradies inmitten Nagpurs. Umgeben von Palmen und Pflanzen haben wir unsere Wohnung. Indisches Essen haben wir auch schon probiert und es ist unglaublich lecker! Von der Schärfe her geht es auch, da alle sehr rücksichtsvoll auf unsere  Bedürfnisse eingehen. Das einzige, was ein bisschen nervt, ist das Abendessen, für unsere Verhältnisse ziemlich spät. Das Mittagessen ist meistens um eins, wohingegen das Abendessen zwischen 21:00 und 21:45 kommt. Also sitzen wir bis jetzt jeden Abend hungrig da und versuchen uns die Zeit zu vertreiben. Aber: sprechenden Menschen kann geholfen werden, also fragen wir mal nach, ob das früher geht. Irgendwie ist es auch ziemlich witzig. 

Außerdem ist mir aufgefallen, dass es in Indien ziemlich entspannt zugeht. Dagegen wirkt es in Deutschland, gehetzt, verklemmt und erdrückend. Es ist nicht wichtig, ob wir pünktlich sind, sondern, dass wir die Arbeit schaffen, wie, können wir uns einteilen. Ich empfinde viel weniger Druck und finde, dass man sich in Deutschland etwas abschauen könnte. 

Auch sind alle Menschen sehr hilfsbereit, denen wir bis jetzt begegnet  sind. Der Mann im indischen Konsulat, für unsere Registrierung vor Ort hat mir sogar seine Handynummer gegeben und ich schreibe ihm auf whatsapp, wenn wir Fragen haben.

Leona und ich schauen ganz freudig in die Zukunft. Es fühlt sich an, als wären wir bereits 2 Wochen hier, dabei sind es lediglich drei Tage, verrückt! Danke, Indien, du bist gut zu uns!

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