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Nothilfe für Kongo

In der Demokratischen Republik Kongo, in der Region Manono im Nordosten der ehemaligen Provinz Katanga, finden aktuell wieder gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen dem Volk der Luba und dem Volk der Twa (auch Bashimbi genannt) statt. Die Konflikte entstehen durch die unterschiedliche Lebensweise beider Völker. Die Luba leben als sesshafte Farmer, die Twa sind nomadisch als Jägerinnen und Sammler unterwegs. Die Lebensweise der einen gefährdet also die der anderen. Zudem gibt es unglücklicherweise Verträge, die beiden Seiten die Nutzung desselben Landes zusichern.

Allein im Dezember 2016 wurden 40 Todesfälle, viele Verletzte und die Zerstörung von Häusern dokumentiert. Mehrere tausend Menschen wurden aus ihren Dörfern vertrieben und im Busch verstreut. Es lässt sich schwer sagen, wie viele Menschen in welcher Weise betroffen sind, da vor allem die Twa sich in den Busch zurückziehen und sich nicht in den Städten behandeln lassen. Da in der von den Unruhen besonders betroffenen Region lutherische Gemeinden der ELCCo liegen, erfuhren die Partnerkirchen durch direkte Kontakte von der aktuellen Notlage ihrer Partnergemeinden. Unter den Getöteten war auch ein lutherischer Evangelist der Twa.

Die evangelisch-lutherische Kirche (ELCCo) hilft in dieser Situation den besonders Betroffenen in der Region, vor allem Verletzten, alten Menschen, schwangeren Frauen und Kindern ohne Familie. Dazu plant sie, Schutzplanen, Decken, Moskitonetze, Seife, Kochutensilien und Schreibmaterialien von Lubumbashi in die betroffene Region zu bringen und sie über die dortigen Gemeinden auszugeben.

Die Nordkirche pflegt seit den 1980er Jahren enge Beziehungen zur kongolesischen Partnerkirche und hat für die dringend benötigten Soforthilfemaßnahmen 7.000,- Euro bereitgestellt.

Notfallhilfe Kongo (Projektnr. 2223) 
Spendenkonto des Zentrums für Mission und Ökumene 
IBAN: DE77 520 604 100 000 111 333 
BIC: GENODEF1EK1
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