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Europawoche vom 3. bis 12. Mai 2019

Informationen und Veranstaltungen

Vom 23. bis 26. Mai 2019 finden in der Europäischen Union die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Auch die Europawoche, die in diesem Jahr vom 3. bis 12. Mai stattfindet und in vielen europäischen Ländern begangen wird, ist thematisch auf die Europawahl ausgerichtet. Die Europawoche liegt jeweils um den 5. Mai als Gründungstag des Europa¬rates und den 9. Mai als den Tag, an dem der französische Außenminister Robert Schumann 1950 die Grundlage zum EU-Vorläufer Montanunion legte. Beide Daten werden auch als „Europatage“ bezeichnet.

In diesem Jahr bestimmt die Frage des Brexit intensiv die europäischen Nachrichten. Während ich diese Materialien vorbereite, ist noch nicht klar, wann und wie, vielleicht sogar ob das Vereinigte Königreich aus der Europäischen Union austritt. Die Verhandlungen bestimmen viele europäische Debatten; so besteht die Gefahr, dass andere wichtige Themen in Europa nicht genügend Raum erhalten und Probleme nicht gelöst werden. Wie gehen wir in Europa mit erstarkendem Populismus und Nationalismus um? Welche Lösungen finden wir, damit kein Flüchtling mehr im Mittelmeer ertrinken und an EU-Außengrenzen sterben muss? Wie können wir eine gerechte Verteilung von Gütern und genauso auch von Lasten in Europa erreichen? In vielen europäischen Ländern wird die Politik von der Angst mitbestimmt.

Populistische Strömungen schüren Ängste, um ihre Ziele zu verwirklichen. Hier ist das Wort Jesu aus dem Predigttext des Wahlsonntags ein hilfreiches Korrektiv: „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Joh 16,33). Dieses Wort Jesu ist Thema dieses Gottesdienstentwurfs, den wir allen Gemeinden als Gottesdienst für den 26. Mai oder einen anderen Sonntag im Mai vorschla¬gen. Wir laden Sie ein, bereits in der Vorbereitung des Gottesdienstes auf Menschen in Ihren Ge¬meinden, die aus anderen europäischen Ländern stammen, zuzugehen und sie zur Mitwirkung im Gottesdienst – gern auch in der Lesung des Evangeliums in ihrer Muttersprache – einzuladen.

Ich danke allen, die an diesem Gottesdienstentwurf mitgewirkt haben: vor allem Pastor Heye Osterwald und Pastor Frank-Michael Wessel aus dem Europaausschuss des Zentrums für Mission und Ökumene, mit denen ich diesen Gottesdienst entwickelt habe, Frank-Michael Wessel besonders auch für die Predigt, dazu für die Gebete Revd Gloria Henderson, Stoke-on-Trent, aus der Diözese Lichfield der Kirche von England, Pastor Wojciech Froehlich, Kirchengemeinde Słupsk der Diözese Pomorsko-Wielkopolska der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Pastor Dr. Andreas Wöhle, Präsident der Evangelisch-Lutherischen Synode in der Protestantischen Kirche in den Niederlanden, und Pastorin Zanda Ohff, Vorsitzende des Europaausschusses des ZMÖ und aus Lettland stammend, sowie Pastor i.R. Cord Denker in Bargteheide, der mehrere selbst verfasste Liedtexte zum Thema Europa zur Verfügung gestellt hat.

In der Charta Oecumenica setzen sich 127 europäische Kirchen, darunter auch unsere Nordkirche, „für ein humanes und soziales Europa ein, in dem die Menschenrechte und Grundrechte des Friedens, der Gerechtigkeit, der Freiheit, der Toleranz, der Partizipation und der Solidarität zur Geltung kommen.” Daher hat auch der Bischofsrat unserer Nordkirche beschlossen, einen eigenen Brief anlässlich der Wahl an alle Gemeinden zu verschicken. Wir laden Sie ein, diesen Brief, der zu einem späteren Zeitpunkt verschickt wird, in den Abkündigungen zu verlesen. Gerade in diesen Zeiten braucht Europa unser Engagement und unser Gebet! Ich wünsche Ihnen lebendige, Mut machende Europagottesdienste!

Christa Hunzinger, Europareferentin

Zum Download

Bausteine für einen Themengottesdienst (pdf)

Bausteine für einen Themengottesdienst (docx)

Der Veranstaltungsflyer zum Download (pdf)