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Die Partnerschaft zur Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen

Geschichtliche Hintergründe

Bis 1945 war das Gebiet von Hinterpommern über viele Jahrhunderte deutsch. Auch nach Kriegsende, Flucht und Vertreibung der ehemaligen deutschen Bewohner und Neuansiedlung ebenso vertriebener Neuankömmlinge aus dem ehemaligen Osten Polens blieb das Interesse der ehemaligen Bewohner an ihrer alten Heimat erhalten. Das verband sich nicht nur mit Erinnerungen an die Vergangenheit, sondern auch mit dem Wunsch nach Versöhnung und dem Aufbau neuer und friedensstiftender Beziehungen zwischen ehemals verfeindeten Nationen. Heute sind viele Menschen auf beiden Seiten der Grenze an guten nachbarlichen Beziehungen interessiert.

Wie ist die Partnerschaft entstanden?

Die Partnerschaft zwischen der ehemaligen Pommerschen Evangelischen Kirche (PEK) und den Diözesen Wrocławska (Breslau) und Pomorsko-Wielkopolska (Pommern-Großpolen) der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen besteht seit vielen Jahren. In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg stand für die pommersche Kirche vor allem die Betreuung der im ehemaligen Hinterpommern und in Stettin verbliebenen deutschen Gemeindeglieder im Vordergrund. Darüber wurde regelmäßig auf den Tagungen der Landessynode berichtet. Nach einer längeren Unterbrechung erfolgte in den siebziger Jahren ein Neuanfang, ausgelöst durch die Bildung einer Kontaktgruppe Polen im Sekretariat des Kirchenbundes der DDR.

Die von dort ausgehenden Initiativen wurden von einer deutsch-polnischen Arbeitsgruppe für die Region Pommern auf beiden Seiten der Oder umgesetzt. Diese seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wachsende Beziehung wurde am 14. November 1999 durch einen Vertrag besiegelt. Die Beziehung wird vor allem von den Gemeinden in Szczecin (Stettin), Koszalin (Köslin), Słupsk (Stolp) und Gorzów Wielkopolski (Landsberg an der Warthe) auf polnischer Seite und dem Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis auf Seite der Nordkirche gepflegt. Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder der deutsch-polnischen Arbeitsgruppe, alle zwei Jahre die Diözesanräte und die Kirchenleitung. Seit Pfingsten 2012 besteht die Partnerschaft zwischen diesen beiden Diözesen der Evangelisch-Augsburgischen Kirche und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland.

Konkrete Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Organisationen

Es gibt eine gemeinsame Arbeitsgruppe, die sich zweimal jährlich trifft. Es gibt direkte Gemeindepartnerschaften zwischen den Gemeinden Penkun und Koszalin sowie zwischen der Hauptkirche St. Nikolai, Hamburg, und Szczecin.

Direkter Kontakt

Zum Nachlesen

Der Partnerschaftsvertrag

zum Download (pdf)