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Die Evangelisch-Lutherischen Propsteien St. Petersburg und Kaliningrad

Partnerschaften nach Kaliningrad und St. Petersburg

St. Petersburg wurde 1703 von Peter dem Großen gegründet, hieß zunächst Sankt-Pieterburch, von 1914 bis 1924 Petrograd (Петроград) und bis 1991 Leningrad. Sie war vom 18. bis ins 20. Jahrhundert Hauptstadt des Russischen Reiches. Die Innenstadt ist Weltkulturerbe der UNESCO. Die Stadt beherbergt den wichtigsten russischen Ostseehafen und ist nach Moskau die zweitgrößte Stadt Russlands mit über 4,8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Seit 1957 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und St. Petersburg. Seit Anfang der 90er Jahre bestehen partnerschaftliche Beziehungen zur ehemaligen Nordelbischen Kirche im Sprengel Hamburg, und seit 2012 zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland.

Zur Propstei St. Petersburg (Nordwestpropstei) gehören die deutschsprachige St. Petri- und St. Annengemeinde, die Gemeinde St. Katharinen in der Innenstadt sowie die Gemeinden in Nowgorod, Archangelsk, Syktywkar und Uchta.

Die St. Petri- und St. Annengemeinde hat zwei Kirchen: Im Zentrum die Peter- und Paulskirche, auch Petrikirche genannt, und die St. Annenkirche im Diplomatenviertel. Seit 2000 gibt es ein Diakoniezentrum, in dem ärztliche, juristische und soziale Beratung angeboten wird, sowie zweimal pro Woche eine Tagespflege für ältere Menschen. Das Diakoniezentrum betreut zudem ein Kinderkrisenzentrum und eine Kleiderkammer. Diakonische Projekte werden über das Diakonische Werk in Hamburg unterstützt.

Kaliningrad (russisch Калининград) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Oblast (des Verwaltungsbezirks), einer russischen Exklave zwischen Polen und Litauen an der Ostsee. Die Stadt ist Verkehrsknotenpunkt sowie Wirtschafts- und Kulturzentrum mit Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten, Theatern und Museen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die vormals deutsche Stadt Königsberg wie der gesamte Nordteil Ostpreußens unter dem Namen Kaliningrad Teil der Sowjetunion und war bis 1991 militärisches Sperrgebiet.

Der Bezirk hat eine Fläche von der Größe Schleswig-Holsteins und heute rund 941.474 Einwohnerinnen und Einwohner. Von ihnen leben rund die Hälfte in der Stadt Kaliningrad. Viele Russinnen und Russen aus den baltischen Staaten oder aus anderen ehemaligen Sowjetrepubliken haben sich seit 1992 hier angesiedelt. Auch viele Russlanddeutsche, die unter Stalin verschleppt worden waren, leben heute hier.

Die Mehrheit der Bevölkerung ist russisch-orthodox, im September 2006 wurde ihre neue Kirche, die Christ-Erlöser-Kathedrale, geweiht. Vorher konnten sich die Orthodoxen nur in umgewandelten evangelischen Kirchen oder anderen Gebäuden treffen.

Seit 1991 sind zahlreiche evangelische Gemeinden entstanden. Es gibt auch zwei katholische Gemeinden mit etwa 4.500 Mitgliedern und eine kleine jüdische Gemeinde.

Zur Propstei gehören die städtischen Zentren Kaliningrad, Gussew (Gumbinnen), Tschernjachowsk (Insterburg) und Slawsk (Heinrichswalde). Schwerpunkt der Arbeit ist außer der Verkündigung die Diakonie. Die Propstei unterhält eine Diakoniestation („Haus Salzburg“) und ein Altenpflegeheim („Carl-Blum-Haus“). Zudem hat sie von 1995 bis Februar 2013 im Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche „Jablonka“ eine Anlaufstelle für Straßenkinder angeboten.

Beide Propsteien gehören zur Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER), die 170 Gemeinden und gemeindliche Gruppen in 10 Propsteien zählt. Die Kirchenleitung sitzt in Moskau.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche Europäisches Russland gehört zum Bund der Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Russland, der Ukraine, in Kasachstan und Mittelasien (Bund der ELKRAS).

Der Bund der ELKRAS hat insgesamt etwa 15.000 Gemeindeglieder in 406 Gemeinden. Sitz des Zentralen Kirchenamtes der ELKRAS ist St. Petersburg.

Russland

Direkter Kontakt

Propstei St. Petersburg: Zahlen und Fakten

St. Petri und St. Annen-Gemeinde:

  • 620 Mitglieder, Pfarrer: Propst Michael Schwarzkopf 
  • Partnerschaften: Hauptkirche St. Michaelis (Hamburg), St. Ägidien (Lübeck)

St. Katharinengemeinde:

  • 50 Mitglieder
  • Partnerschaften: Hauptkirche St. Katharinen (Hamburg)

Leitender Geistlicher:

Propst Michael Schwarzkopf

Propstei Kaliningrad: Zahlen und Fakten

  • 38 Gemeinden mit 1000 Mitgliedern 
  • 5 Pastorinnen und Pastoren, 2 Ruhestandsgeistliche

    Gemeindepartnerschaften:

  • Gülzow - Jantarny/Palmnicken
  • Trittau - Sabrodino/Lesgewangen
  • Karby - Slawsk/Heinrichswalde
  • Jübek - Lipki/Uhlenhorst
  • Ellerbek - Babuschkino/Degesen
  • Penkun und Pampow - Kalinino/Mehlkehmen

Leitender Geistlicher:
Propst Igor Ronge