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10. Sonntag n. Trinitatis, Israelsonntag 25. August 2019

Fürbitte für Solidarität mit Jüdinnen und Juden in Europa

20.08.2019 | Am 10. Sonntag nach Trinitatis (25. August 2019) feiert die evangelische Kirche den „Israelsonntag“, an dem sie das Verhältnis der Kirche zum Judentum bedenkt.

Fürbitte:

Barmherziger Gott, Juden und Christen leben in unserem Land friedlich und respektvoll miteinander. Das ist nach so viel Gewalt und Leid ein Wunder und ein Geschenk.
Wir danken dir für jüdische Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner, die mit uns in der Bibel lesen, uns ihren Glauben und ihre Traditionen erklären und mit denen wir alte Texte neu hören können. Wir bitten Dich: Nimm Deine Kirche beim Wort, wenn sie sich gegen Judenfeindschaft und für gemeinsames Lernen von Juden und Christen ausspricht.
Gott des Friedens, wir beklagen, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland und in Europa zunehmend Angst haben müssen. Sie werden angefeindet, angegriffen und sogar getötet. Das ist entsetzlich! Hilf uns, in Freundschaft an ihrer Seite zu stehen gegen jede Art von Menschenverachtung und Feindschaft.
Du Vater der Kinder Israels, halt uns bei dem Wort, das Dein Volk für die ganze Welt bewahrt hat, das Wort der Liebe und der Barmherzigkeit, der Mitmenschlichkeit und der Gerechtigkeit, der Hoffnung und des Friedens, auf das wir dankbar hören.

Hintergrundinformation:

Nach dem starken Zuzug von Jüd*innen aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion in den 1990er Jahren gibt es heute wieder mehr als 100 jüdische Gemeinden in der Bundesrepublik. Zu den in ihnen registrierten etwa 100.000 Mitgliedern kommen vermutlich noch einmal so viele Jüd*innen hinzu, die keine Gemeindemitglieder sind – eine recht kleine Zahl auf die deutsche Gesamtbevölkerung gesehen. Besonders die Metropole Berlin zieht junge Israelis an.

Mindestens 30.000 junge Jüd*innen aus Israel leben in der Hauptstadt und tragen facettenreich z.B. zum kulturellen Leben bei. In Deutschland gibt es mittlerweile fast alles auf „jüdisch“, was es sonst auch gibt: jüdische Sportclubs und Zeitungen, Schulen, Hochschulen, Websites, Theater, Musikfestivals u.v.m. Leider werden Jüd*innen in Europa zunehmend geängstigt und bedroht. Der klassische Antisemitismus von rechts ist erschreckend erstarkt und wird auch von anderen Teilgruppen in die bürgerliche Mitte getragen. So spielt sich jüdisches Leben in Europa heute zwischen Normalität und Unsicherheit ab.

Ausführliche Gottesdiensthilfen zum Israelsonntag finden Sie unter: www.christen-juden.de (bzw.: www.christen-juden.de/gottesdiensthilfen.html).

Pastorin Hanna Lehming, Beauftragte für christlich-jüdischen Dialog der Nordkirche

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