Nordkirche Weltweit

Sonntag, 19. November 2017 - Volkstrauertag

Fürbitte im Gedenken an die Toten an den Grenzen der Europäischen Union

14.11.2017 | Traditionell ist der Volkstrauertag am vorletzten Sonntag im Kirchenjahr den Kriegstoten gewidmet. Wir gedenken am 19.11. der Toten auf der Flucht.

Fürbitte

Gott, wir bringen vor Dich das Weinen und Klagen der Mütter dieser Welt, die auf ihre Kinder warten, deren Spur sich auf der Flucht, in der Ungewissheit verliert: Flüchtlinge, Männer, Frauen und Kinder, aus den Kriegsgebieten dieser Welt, aus den Hunger- und Armutsfallen entflohen, mit der Hoffnung auf ein besseres sicheres Leben.
Wir bringen vor dich unsere Klage um die Toten, gestrandet an unseren Grenzen, gestorben auf der Flucht durch Wüsten, Gebirge und Meere. Wir rufen zu Dir und stimmen ein in den Schrei all derer, die Gerechtigkeit, Sicherheit und ein besseres Leben suchten und dabei umkamen.
Gott, gib uns Kraft, Zeug*innen zu sein des Leidens deiner Kinder auf der Flucht. Wir trauern um die Umgekommenen. Gerechter Gott, stärke uns in unserer Solidarität.
Amen

Hintergrundinformationen

Der Volkstrauertag wurde durch den 1919 gegründeten Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zum Gedenken an die Kriegstoten des Ersten Weltkrieges eingeführt. Es ging um das Setzen eines sichtbaren Zeichens der Solidarität mit den Hinterbliebenen der Gefallenen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde er zum Gedenktag für die Toten der (Welt-)Kriege. Der Volkstrauertag wird am vorletzten Sonntag im evangelischen Kirchenjahr begangen. Wir als Kirchliche Flüchtlingsarbeit in Hamburg gedenken am Volkstrauertag in der Hauptkirche St. Jakobi der vielen Toten auf der Flucht, um damit die unsichtbaren Opfer dieser Abschottung gegen Flüchtlinge in unser Bewusstsein zu holen und der Trauer um sie einen Ort zu geben. Alleine in 2017 sind bis Anfang November schon beinahe 3.000 Menschen auf ihrem Weg in die EU gestorben, weltweit waren es laut Internationaler Organisation für Migration (IOM) annähernd 5.000 Menschen.

Dietrich Gerstner, Referent für Menschenrechte und Migration im Bereich Kirchlicher Entwicklungsdienst

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