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Sonntag, 18. November 2018 – Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr / Volkstrauertag

Fürbitte zum Gedenken an die Toten auf der Flucht

13.11.2018 | Traditionell ist der Volkstrauertag am vorletzten Sonntag im Kirchenjahr den Kriegstoten gewidmet. Wir gedenken am 18.11. der Toten auf der Flucht.

Fürbitte

Gott wir bringen vor Dich unsere Klage um die Toten, gestorben auf der Flucht durch Wüsten, Gebirge und Meere, gestrandet an unseren Grenzen. Wir rufen zu Dir und stimmen ein in den Schrei all derer, die Gerechtigkeit, Sicherheit und ein besseres Leben suchten und dabei umkamen.

Gott, unser Gott, schaue doch und erhöre uns! Gott, wir bringen vor Dich das Weinen und Klagen der Mütter und Familien dieser Welt, die auf ihre Kinder warten, deren Spur sich auf der Flucht, in der Ungewissheit verliert: Wir bringen vor Dich die Kinder, die Waisen geworden sind durch den Tod ihrer Eltern. Den Schmerz derer, deren beste Freunde vor ihren Augen gestoben sind.

Gott, unser Gott, schaue doch und erhöre uns! Gott wir bringen vor Dich die Blindheit unserer Politiker, die Korruptheit mancher Regierungen, die Gier mancher Wirtschaftsbosse und unsere eigene Trägheit und Unfähigkeit an den Strukturen etwas zu ändern.

Gott, unser Gott, schaue doch und erhöre uns! Gott wir bringen vor Dich unsere Ohnmacht angesichts der Toten. Wir trauern um die Umgekommenen. Gott, gib uns Kraft, Zeug*innen zu sein, und stärke uns in unserer Solidarität.

Gott, unser Gott, schaue doch und erhöre uns!

Hintergrundinformationen:

Als Kirchliche Flüchtlingsarbeit in Hamburg gedenken wir am Volkstrauertag in der Hauptkirche St. Jacobi der vielen Toten auf der Flucht, um damit die unsichtbaren Opfer unserer Abschottung gegen Flüchtlinge in unser Bewusstsein zu holen und der Trauer um sie einen Ort zu geben. Seit 2000 sind über 30.000 Menschen auf ihrem Weg in die EU in den gestorben. 2018 ist ein weiteres tödliches Jahr für Menschen, die auf ihrer Flucht versuchen, Europa zu erreichen. Retter*innen werden kriminalisiert, die humanitäre Pflicht zur Rettung in Frage gestellt. Das Requiem für die Toten im Mittelmeer, in der libyschen Wüste und an den Grenzzäunen findet jedes Jahr am Volkstrauertag statt und ist aktueller denn je.

Dietrich Gerstner, Referent für Menschenrechte und Migration

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