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Das Indien-Referat

Adivasi - die Ureinwohner Indiens

© Alle Rechte: Angelious Michael

Der Begriff Adivasi bedeutet: „Die, die als erste hier waren“. Er wird verwendet als ein Sammelbegriff für die so genannten Ureinwohner Indiens. Traditionell leben die Gemeinschaften als Selbstversorger in Waldgebieten. Es gibt insgesamt 698 Ethnien, die sich in Sprache, Kultur und Religion unterscheiden. Auch sie stehen, wie die Dalit, außerhalb des Kastensystems.

Mit etwa 90 Millionen Menschen machen Adivasi etwas mehr als 8% der Bevölkerung aus. Sie leben in allen Bundesstaaten Indiens, vor allem auch in Orissa. Hier gehören über 22% der Bevölkerung zu den Adivasi, viele sind Christen.

 Schon zu britischen Kolonialzeiten waren Adivasi von Vertreibungen besonders betroffen:  Allein seit 1990 wurden nach offiziellen Angaben mehr als 8,5 Millionen Adivasi durch industrielle Großprojekte wie Staudämme, Bergwerke und Verarbeitungsanlagen, aber auch durch das Anlegen von Naturschutzgebieten vertrieben.

 Um der strukturellen Diskriminierung entgegenzuwirken, ist in der indischen Verfassung eine Quotierung für Adivasi in den Parlamenten, im Bildungsbereich und im Staatsdienst vorgesehen. Auch Förderprogramme gibt es. Diese staatlichen Programme treffen jedoch oft nicht die Bedürfnisse der Adivasi. Die Quotenregelungen fördert eine Elitenbildung, die eher zu einer Spaltung führt als zu grundlegenden strukturellen Veränderungen.

Direkter Kontakt

Weiterführende Links

Plattform "Adivasi Koordination"
United Evangelical Lutheran Churches in India (UELCI)
Jeypore Evangelical Lutheran Church (JELC)   
Evangelical Lutheran Church in Himalayan States (ELCITHS)