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Das Indien-Referat

Christliche Adivasi-Gemeinden in der Jeypore-Kirche

© Alle Rechte: Angelious Michael

Alle vier Adivasi-Gemeinden und gehören zum Kirchenkreis Sapta Moha. Die Einwohner arbeiten als kleine Bergbauern oder sind Tagelöhner in der Aluminiumfabrik in Damonjodi. Da es in den Ortschaften an Schulen fehlt, müssen Kinder und Jugendliche in ein weit entferntes Internat fahren. Die Gemeinden versuchen auf eigenen Faust Abhilfe zu schaffen, können aber keinen regelmäßigen Unterricht gewährleisten.

Trotz der Schwierigkeiten hat Bildung bei den Jugendlichen einen hohen Stellenwert, bietet sie die doch die einzige Chance, eine Alternative zum bäuerlichen Leben in dieser strukturschwachen Region zu finden. Die Landwirtschaft der Region wird durch ein Bauxitbergwerk in der Gegend stark beeinträchtigt.

Putsil

In Putsil leben etwa 1000 Menschen, es ist die älteste christliche Gemeinde in der Region. Es gibt einen Pastor und mehrere ehrenamtliche Gemeindehelferinnen und -helfer, die eine lebendige Kinder- , Jugend- und Frauenarbeit organisieren. Putsil hat noch keine funktionierende Schule, den Schulunterricht für 5 - 8-Jährige übernehmen Gemeindehelfer. Es gibt jedoch relativ viele Jugendliche, die einen Platz als Oberschüler/innen auf auswärtigen Internatsschulen bekommen konnten. Sie alle hoffen auf zukünftige Arbeitsmöglichkeiten jenseits der Landwirtschaft.

Wirtschaft und Umfeld

In Putsil entstand in den letzten Jahren ein Mini-Wasserkraftwerk, das alle Häuser mit Strom versorgt. Dieses Kraftwerk bauten die Einwohnerinnen und Einwohner unter Aufbringung aller Kräfte selbst auf. Die Dorfentwicklungsorganisation WIDA unterstützte das Projekt mit Know-how, das heutige Zentrum für Mission und Ökumene stellte Fördermittel zur Verfügung.

Auch eine Kornmühle ist so im Dorf entstanden, außerdem ein kleines Gästehaus und ein Seminargebäude. Die Dorfgemeinde übernahm auch die Verantwortung für eine Gesundheitsstation in unmittelbarer Nachbarschaft des Dorfes.

Tankubeda

In Tankubeda leben etwa 900 - 1000 Menschen, es gibt rund 120 Häuser in der kleinen Gemeinde. Auch in Tankubeda ist die Gemeinde sehr engagiert. Sie baut zur Zeit ein Gemeindehaus auf eigene Kosten, verfügt jedoch noch nicht über die vergleichsweise guten Bedingungen der größeren Nachbargemeinde Putsil.

Dengnaguda und Jamput

In den Dörfern Dengnaguda und Jamput leben jeweils ca. 300 Menschen. Die Gemeinden stehen vor ähnlichen Herausforderungen wie Tankubedal. Es gibt keine funktionierende Schule, und die Dörfer sind nicht sehr gut an Internate angebunden. Den Unterricht für die kleinsten Kinder übernehmen Gemeindehelfer.

Beide Gemeinden strengen aus eigener Kraft Projekte zur Dorfentwicklung an, da es kaum staatliche Unterstützung gibt.