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Das Indien-Referat

Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche in Indien (UELCI)

In der Vereinigten Evangelisch-Lutherische Kirche in Indien sind heute zwölf lutherische Kirchen Indiens zusammengeschlossen, darunter auch die Jeypore Kirche und die Assam Kirche. Unter ihrem Dach sind die räumlich, kulturell, sprachlich und geschichtlich voneinander getrennten Kirchen näher gekommen. Über die UELCI sind sie außerdem in die indische und weltweite Ökumene eingebunden.

Theologische Ausbildung, Entwicklungsarbeit, Katastrophenhilfe

Die UELCI wird von den Mitgliedskirchen als Beraterin in Konfliktfällen hinzugezogen und steht ihnen bei Strukturfragen zur Seite. Sie übernimmt die führende Rolle in Fragen der Rechte der Frauen in der Kirche. Dies gilt beispielsweise bei der Frauenordination, aber auch bei der Ausbildung und der Gesundheitsarbeit, z.B. mit einem HIV/AIDS-Referat. Weiter fördert sie die Umsetzung von Entwicklungsarbeit, Mission und Katastrophenhilfe. Der Aufbau weitreichender Entwicklungsprojekte und Hilfsmaßnahmen nach Katastrophen wie z.B. dem Orissa-Zyklon oder einem Erdbeben in Gujarat wären ohne die koordinierende Rolle der UELCI kaum möglich gewesen.

Koordination und Kooperation

Für die Koordinierung der Zusammenarbeit der indischen Kirchen mit ihren Partnern wurde die Lutherische Missionskoordination in Indien (LMCI) ins Leben gerufen.

Die bislang lockere Verbindung soll in den nächsten Jahren mehr Verbindlichkeit erhalten. Bilateral geförderte Aufbau-Programme werden jetzt aus dem gemeinsamen Haushalt der LMCI finanziert. Eine langfristige große Aufgabe besteht im Aufbau einer Krankenversicherung für die Mitarbeitenden in den Kirchen.

Die Kirche will hier mit einer auf dem Solidaritätsgedanken basierenden "Versicherung" der Misere der kirchlicher Mitarbeitenden begegnen, die sich selbst und meist auch ihre ganzen Familie bei Unfall- und Krankheitsfällen hoffnungslos überschulden.