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Mittlerer Osten

Heimat vieler Völker, Religionen und Kulturen

In Anlehnung an die englische Bezeichnung Middle East bezeichnet der Begriff Mittlerer Osten hier die arabischen Staaten Vorderasiens und Israel, insbesondere die Region des Fruchtbaren Halbmondes, dazu die Türkei und Ägypten.

Der Mittlere Osten ist zwar überwiegend arabisch und mehrheitlich islamisch, doch religiös, kulturell und ethnisch darüber hinaus sehr vielgestaltig. Weitere ethnische Gruppen sind z. B. Kurden, Kopten, Juden, Assyrer, Maroniten, Tscherkessen, Armenier, Drusen, Türken, Yeziden, Äthiopier und andere bedeutende Minderheiten.

Ursprung des Christentums

In der Region des heutigen Mittleren Ostens entfaltete das Christentum in der Antike seine erste Blüte. Sie ist daher für die christliche Kirche von großer Bedeutung. Die heutige Stadt Mossul ist das biblische Niniveh, wohin der alttestamentliche Prophet Jona geschickt wurde.

Damaskus, die Hauptstadt Syriens, spielt bereits bei den Missionsreisen des Apostels Paulus eine zentrale Rolle. In der Assyrischen Kirche des Ostens wird bis heute Aramäisch, die Sprache Jesu, gesprochen. Bedeutende Namen der Kirchengeschichte sind mit der Ostkirche verbunden wie z. B. die Kirchenväter Johannes Chrysostomos und Clemens von Alexandrien sowie der berühmte Bischof Nikolaus von Myra, nach dem der Nikolaustag benannt ist.

Bedrohte Präsenz der Christen im Mittleren Osten heute

Mindestens bis zum Jahr 1000 n. Chr. bildeten die Christen noch die Mehrheit in den islamischen Reichen des Mittleren Ostens. Heute sind sie in der gesamten Region eine Minderheit.

Starke Auswanderung von Christen gefährdete die christliche Präsenz in dieser Region bereits seit mehr als einhundert Jahren. Doch vermutlich niemals in der Geschichte war das Christentum im Mittleren Osten bedrohter als heute.

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Infos, Links und Materialien

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Konfirmanden-Aktion 2018

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Flüchtlingshilfe im Nordirak

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