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Süd-Ohio-Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika

Gliederung in Synoden

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika (ELCA) entstand 1988 aus dem Zusammenschluss von drei bisher selbstständigen lutherischen Kirchen in den USA. Sie hat gut 4,1 Millionen Mitglieder, das zentrale Büro befindet sich in Chicago. Gegliedert ist die ELCA in sogenannte Synoden, die wie Diözesen jeweils von einem Bischof geleitet werden. Die meisten Synoden haben im Rahmen eines „accompaniment“-Programms kirchliche Partner in anderen Teilen der Welt (genannt „Companian Churches“ oder „Companian Synods“, d. h. Geschwisterkirchen, mit denen man gemeinsam auf dem Weg ist).

Die Süd-Ohio-Synode umfasst 203 Gemeinden, die sich sowohl in den Metropolen als auch im ländlichen Bereich befinden. Besonders betont wird heute die Bemühung um Evangelisation und die Stärkung der multikulturellen Aufmerksamkeit der Kirche. Partnerschaftliche Beziehungen bestehen nach Mecklenburg – bzw. heute zur Nordkirche – sowie zur Lake-Victoria-Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania, zur Lutherischen Kirche nach Kasachstan und nach Brasilien.

Zwei Gemeinden machten den Anfang

© Jens-Peter Drewes

Die Beziehung zwischen Mecklenburg und Süd-Ohio hatte Mitte der 1980er-Jahre begonnen, zunächst mit einer Gemeinde in Pritzier, Mecklenburg, und einer in Dayton, Ohio. Schnell kamen andere Gemeinden dazu, sodass sich bald ein reger Austausch ergab, der zu einem formellen Partnerschaftsvertrag führte. Dieser Vertrag, der jeweils nach fünf Jahren erneuert wird, ist 2013 neu mit der Nordkirche abgeschlossen und von der Ersten Kirchenleitung der Nordkirche und dem (damaligen) Bischof der Süd-Ohio-Diözese, Callon Holloway, während des Hamburger Kirchentages unterzeichnet worden.

Voneinander lernen

Heute unterhalten 13 Kirchengemeinden Mecklenburgs eine Partnerschaft mit einer lutherischen Gemeinde in Ohio. Unter dem Motto „Voneinander lernen“ finden Begegnungsreisen zu Themen wie Haushalterschaft (stewardship), Musik und Gottesdienst statt.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es deshalb auch, was in amerikanischen Gemeinden sehr populär ist, einen Handglockenchor. Auf der Agenda stehen außerdem allgemeine Fragen zum kirchlichen Leben und Auftrag der Kirche in der Welt. In der Stadt Columbus, wo sich die Zentrale der Süd-Ohio-Synode befindet, ist eines der großen theologischen Seminare der Lutherischen Kirche Nordamerikas angesiedelt: das Trinity Lutheran Seminary. Nach dort gibt es eine intensive Verbindung zur theologischen Ausbildung, unter anderem mit Theologiestudierenden, Vikarinnen und Vikaren, aber auch mit Dozenten des Predigerseminars der Nordkirche.

Direkter Kontakt

Jörn Möller
Leiter Ökumenische Beziehungen

+49 40 881 81 - 212

Evangelical Lutheran Church in America
Southern Ohio Synod
300 S. Second St. Columbus
OH 43215
www.southernohiosynod.org

Leitende Bischöfin Rev. Suzanne Darcy Dillahunt