Nordkirche Weltweit

Das Ostasienreferat

Die Aufgaben und Themen

Das Zentrum für Mission und Ökumene der Nordkirche unterhält ökumenische Beziehungen zu christlichen Dachorganisationen und Gemeinden in der Volksrepublik China (inklusive Hongkong) und auf den Philippinen. Darüberhinaus arbeitet es mit kirchennahen zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen.

Junge Erwachsene können einen Freiwilligendienst oder ein Stipendienprogramm in China absolvieren, das vom Zentrum für Mission und Ökumene vorbereitet und begleitet wird. Bei den Einsatzplätzen handelt es sich um Schulen, an denen die Freiwilligen Englisch unterrichten. Auch auf den Philippinen ist für junge Menschen ein Einsatz im Rahmen eines Freiwilligendienstes möglich.

Für Gemeinden oder Bildungseinrichtungen organisiert das Referat Vorträge, Studientage und andere Fortbildungsveranstaltungen rund um das Thema China, insbesondere zu Entwicklungen in den Bereichen Christentum und Religion, Gesellschaft und Entwicklung.

Darüberhinaus ist im Zentrum für Mission und Ökumene die China InfoStelle angesiedelt, eine Fachstelle, die zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen in China informiert, insbesondere zur Situation des protestantischen Christentums in China. Ins Leben gerufen wurde die China InfoStelle 1996 auf Initiative verschiedener deutscher Missionswerke, die Verbindungen nach China unterhalten, darunter dem Zentrum für Mission und Ökumene (damals NMZ).

Zur Geschiche der Beziehungen nach China

Eine über 100-jährige Tradition verbindet die nördlichste deutsche Landeskirche mit dem Süden Chinas. Guangxi war zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Indien das zweite 'Missionsfeld' der Kieler und der Breklumer Missionsgesellschaft. Einige Missionarinnen und Missionare, darunter Meta Wendt, Minna Nielsen und Felix Paulsen, lebten und arbeiteten hier über 50 Jahre.

Nach 1949, dem Gründungsjahr der sozialistischen Volksrepublik China, wurden alle ausländischen Missionarinnen und Missionare des Landes verwiesen. Die chinesische protestantische Kirche erklärte sich für unabhängig. Viele politische Kampagnen im Land, gefolgt von der zehnjährigen Kulturrevolution (1966-1976), unterbrachen die Beziehungen.

Seit der Öffnung in den 1980er Jahren wurden wieder Kontakte geknüpft. Heute ist der Partner der Nordkirche im Süden Chinas der Christenrat von Guangxi. Außerdem kooperiert das Ostasienreferat in der Volksrepublik China mit dem Chinesischen Christenrat (China Christian Council), der Dachorganisation von rund 17 Millionen evangelischen Christen im Land. Ein wichtiger Partner ist darüber hinaus die kirchennahe Amity Foundation, die Entwicklungshilfe und diakonische Arbeit in China leistet. . In Hongkong gibt es Beziehungen zur Lutherischen Philipphaus-Gemeinde sowie zum Lutherischen Theologischen Seminar.

Das Referat unterhält auch Beziehungen zur Lutherischen Kirche auf den Philippinen.

Ostasien

Direkter Kontakt

Überblick: Beziehungen nach Ostasien

  • Lutherische Philipphaus-Gemeinde in Hongkong
  • Nationaler Chinesischer Christenrat, vertritt als Dachorganisation 17 Millionen evangelische Christen in der Volksrepublik China
  • Lutherische Kirche auf den Philippinen, 27 000 Mitglieder

Spendenprojekt

Bilinguale Gehörlosenbildung in China

Bildung für alle - In den chinesischen Küstenprovinzen Shandong und Jiangsu gibt es nach wie vor ländliche Regionen, in denen die Bauern ein ärmliches Leben fristen. Noch schwieriger wird es für Familien, in denen ein Kind gehörlos ist und besondere Förderung benötigt.
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Weitere Informationen

China InfoStelle

Die China InfoStelle informiert zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen in China. Im Fokus steht dabei das chinesische Christentum, aber es werden auch weitere Themen aus den Bereichen Religion, Kultur, Gesellschaft und Entwicklung in den Blick genommen.
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Neuer Studienband erschienen

Ökologische Perspektiven in China

Aktuelle Beiträge zu Ökologie und Nachhaltigkeit von chinesischen Wissenschaftlern, Umweltpolitikern und Theologen sind in einem neuen Studienband zusammengefasst.
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"Reise"

Warum reisen Menschen überhaupt? Was ist das Besondere am Reisen? Warum sollte man es (unbedingt) tun? Diese Fragen stellen sich Katharina Gralla, Martina Bölck und Mruttu B. Balozi.

Wie kann eine Begegnung mit anderen Menschen in anderen Kulturen gelingen?, fragt Eberhard von der Heyde.

Urlaub dort machen, wohin andere flüchten. Irene Helmes schildert, was geschieht, wenn bei der Begegnung mit Flüchtlingen Lebenswelten aufeinanderprallen.

Um zu reisen muss man nicht immer weit fahren, meint Jutta Jessen Thiesen. Manchmal bietet eine Reise nach innen mehr, als jedes Fernziel.

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