Nashukuru-Ich danke dir

Salam sana Janeth,

„Umekunywa Chai?“ Mit der Frage, ob ich morgens denn auch schon etwas gegessen hätte, bevor wir auf die Rundgänge gingen, hast du mich häufig begrüßt. Dir war es wichtig, dass es mir immer gut ging. Obwohl die Arbeit mit der Sister nicht deine einzige Arbeit ist, sondern du auch noch eine eigene Familie hast und „Shamba“ (Farm), um die du dich kümmerst, begegnetest du jedem Menschen, den wir besuchten, mit Gelassenheit und Geduld.

So auch mir, da ich zu Beginn nur die Begrüßungsfloskeln auf Kisuaheli beherrschte und somit auch recht wenig von dem verstand was gesagt wurde, nahmst du dir die Zeit manche Dinge für mich zu umschreiben und mit Händen und Füßen zu erklären. Das ist nicht selbstverständlich.

Dazu hast du auch einen so starken Glauben, auf den du dich 100 % verlässt und an dem du festhältst. So ein Vertrauen in etwas finde ich sehr bewundernswert. Auch wie vertraut du mit der Bibel bist. Du blättertest kurze Zeit in der Bibel und kurz darauf hieltst du eine spontane Predigt über die entsprechende Bibelstelle.

Nach einigen Rundgängen hast du mir sogar deine Familie vorgestellt und ich wurde freundlich begrüßt und aufgenommen. Nachdem wir alle zusammen gegessen hatten, gabst du mir häufig noch eine Kleinigkeit mit, seien es Erdnüsse oder Bananen, haben wolltest du dafür aber nichts. Du hast mir so einen kleinen Einblick in das tansanische Leben einer Familie geschenkt.

Die Waisenkindertreffen haben mir immer besonders Spaß gemacht. Du gabst den Kindern die Möglichkeit in einem sicheren Umfeld über Probleme zu reden, auch wenn sie das Angebot nicht immer annahmen, konnten sie beim anschließenden Spielen vielleicht kurz ihre Sorgen vergessen.

Während meiner Zeit, hatte mich es auch erwischt und ich war krank und obwohl du selbst viel zu tun hattest, nahmst du dir die Zeit und besuchtest mich, um zu schauen wie es mir ging und ob ich noch etwas brauchte. Genauso wie deine Tochter Mary mit ihrem Kind Deborah auch vorbeikamen. Du hast eine sehr fürsorgliche Familie und ich war froh mit dir arbeiten zu dürfen.

Deshalb war es für mich selbstverständlich, Mary beim Umgang mit Excel und Word zu helfen und so ein Stück zurückgeben zu können, was mir immer entgegengebracht wurde.

Mary Makundi und Ich
Von links nach rechts: Janeth Makundi, ich und Deborah

Vielen Dank, dass ich dich kennenlernen durfte!

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