Anlässlich des Tages der Indigenen Völker am 9. August haben Indigene Anwälte des Verbands indigener Völker APIB (Brasilien) ein umfangreiches Dokument beim Internationalen Gerichtshof von Den Haag eingereicht”, berichtet unsere Lateinamerikareferentin Claudia Hug:  “Sie werfen dem brasilianischen Präsident en Jair Bolsonaro und seiner Regierung Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord vor. Das Gericht der Vereinten Nationen prüft den Vorwurf.” Das Zentrum für Mission und Ökumene unterstützt verschiedene Partnerkirchen in ihrer Arbeit für die Indigenen Völker und ist auch beispielsweise für den Bischof der philippinischen unabhängigen Kirche (IFI), Antonio Ablon, selbst aktiv geworden.

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Auch unsere Partner*innen der Evangelische Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (EKLBB) setzen sich für Schutz und Anerkennung der indigenen Völker des Landes ein. ​Im Bundesstaat Mato Grosso konnte auf dem Gebiet der Kaiowa und Guarani der Zugang zu sauberem Wasser verbessert werden. Eigentlich ist das die Aufgabe der Behörden, die kommen dieser Verpflichtung nicht nach. In Eigeninitiative konnten diese Familien Brunnen und Wasserleitung verlegen und haben nun Zugang zu sauberem Wasser. In Zeiten der Pandemie überlebenswichtig. Dieses Projekt konnte finanziert werden mit Partnerkirchenprojektmitteln der Nordkirche. Aktuell gibt es in Brasilien 305 indigene Völker. 114 leben in freiwilliger Isolation oder haben Kontakt minimiert. Über 270 indigene Sprachen werden gesprochen. Aktuell gibt es 1.300 Terras indígenas – 408 davon sind formell vom Staat als solche anerkannt.