Tansania: Wasser für Malya

Welche Folgen hat der Klimawandel auf die Landwirtschaft in Tansanias? Wie können sich Menschen und Landwirtschaft an die Folgen anpassen? – dies zeigt der Film „Water for Malya“ – a sustainable approach to climate change“. Mit dem Projekt „Water for Malya“ begegnet die East of Lake Victoria Diözese im Norden Tansanias den Folgen des Klimawandels. Zusammen mit dem Zentrum für Mission und Ökumene, der Technischen Hochschule Lübeck und dem Umwelt- und Klimabüro der Nordkirche entstand das Konzept auf der Malya Farm der Diözese eine nachhaltige und verlässliche Wasserversorgung für die Landwirtschaft und die Menschen in der Umgebung aufzubauen.

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Seitdem das Land der Malya Farm über eine Solarpumpe und einen großen Speichertank per Tröpchenbewässerung regelmäßig mit Wasser versorgt wird, können Aussaat und Ernte wieder regelmäßig stattfinden. Die Erträge aus dem landwirtschaftlichen Betrieb steigen und können auf den lokalen Märkten verkauft werden. Regenauffangbehälter sorgen für zusätzliches Wasser zur Bewässerung. Über öffentliche Zapfstellen können die Bewohner*innen aus der Umgebung kostenfrei und regelmäßig sauberes Wasser beziehen. Die Entfernung zur Wasserquelle verringerte sich für die meisten Haushalte von bis zu drei Kilometern auf 500 m.

Durch die zuverlässige Bewässerung wurde eine Baumschule mit 6000 Setzlingen (Mango, Zitrone, Moringa und lokale Sorten wie Michongoma und Papaya) angepflanzt, die das Wasser aus der Hauptleitung nutzt. Auf einer ein Hektar Großen Fläche wurden Kohl, Amaranth, Karotten, Okra und Süßkartoffeln gepflanzt. Ein weiterer Hektar Bananen- und Bohnenpflanzen, die mit dem Wasser aus dem Tank bewässert werden trägt zu großen Vielfalt der Bepflanzung bei. Auch die lebenden Zäune, die die Felder umgeben, sind nur durch den Wasserzugang möglich. Elefantengras und Brachygras wurden um die Felder herum gepflanzt, um zu verhindern, dass Schädlinge eindringen können.

Insgesamt umfasst das Farmgelände einen Akazzienwald mit Bienenstöckern, eine Obstbaumplantage, ein Gebiet für den Permakulturanbau, eine landwirtschaftliche Fläche mit Tröpfchenbewässerung, eine Fläche zum saisonalen Anbau von Mais und Reis sowie eine weiterführende Schule zur Ausbildung von Fachkräften in der Landwirtschaft. Methoden der nachhaltigen Landwirtschaft sollen in dieser Schule praktisch gelehrt werden. Damit verbindet dieses Projekt praktischen Klimaschutz und Klimaanpassung mit der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung.