Infostelle Klimagerechtigkeit

„Die Infostelle Klimagerechtigkeit ist Teil des Zentrums für Mission und Ökumene der Nordkirche. Wir unterstützt Partner*innen bei der Entwicklung von Klimaschutzprojekten und führen Bildungsarbeit zum Thema Klimagerechtigkeit, Klimaschutz und Klimawandel durch. Im Bereich der Bildungsarbeit stellen wir die aktuellen Probleme aber auch Lösungsansätze für mehr Klimaschutz vor. Darüber hinaus arbeiten wir nordkirchen- und bundesweit in verschiedenen Kampagnen und Projekten mit und sind Mitglied in der Klima-Allianz Deutschland, dem Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit, sowie Gesellschafterin der Klima-Kollekte.“

Material & Links

FÖJ Projekte

politisches Engagement und Vernetzung

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Bildungsarbeit

Projektarbeit

News, Aktuelles und Veranstaltungen

Bewußtsein schaffen – zum Handeln motivieren

Zu den drei Arbeitsbereichen der Infostelle Klimagerechtigkeit (IKG) gehören:

die Projektarbeit – bei der Projekte zur Verringerung der CO2-Emissionen in verschiedenen Ländern und vor Ort gefördert und mitgestaltet werden.
die Bildungsarbeit – bei der durch Workshops und Seminare über die Themen Klimagerechtigkeit und Klimawandel informiert und der Zusammenhang von Klimawandel und Gerechtigkeit verdeutlicht wird.
das politische Engagement in Gremien mit Kooperationspartnern und in Kampanien und Aktionen.
Die Infostelle Klimagerechtigkeit ist Teil des Zentrums für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit mit Sitz in Hamburg und Breklum.

Als international arbeitendes Werk der Nordkirche hat das Zentrum für Mission und Ökumene Partner/innen in Afrika, Asien, Lateinamerika, im Pazifik und im Nahen Osten. Es ist außerdem Mitglied

  • der Klima-Allianz Deutschland, einem breiten Bündnis aus Kirchen, Gewerkschaften, sowie Umwelt- und Naturschutzverbänden
  • Ökumenisches Netzwerk Klimagerechtigkeit
  • Klima-Kollekte – dem kirchlichen Kompensationsfonds
Klimagerechtigkeit

DAS UNBEHERRSCHBARE VERMEIDEN – DAS UNVERMEIDBARE BEHERRSCHEN
Was verstehen wir unter Klimagerechtigkeit?
Bereits heute ist deutlich, dass diejenigen, die durch die Emission von Treibhausgasen am stärksten zum Klimawandel beigetragen haben, nicht die Hauptlast seiner Folgen tragen müssen. Das gilt in sozialer und wirtschaftlicher wie auch in geographischer und ökologischer Hinsicht. Und es betrifft jetzige und künftige Generationen.
Zu den Folgen des Klimawandels gehören Überschwemmungen, Dürren, erhöhte Temperaturen der Luft, des Bodens und der Gewässer. Damit einher gehen Veränderungen der Lebensbedingungen für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Klimawandel – nicht nur ein Umweltproblem

Fehlten den meisten Menschen und Ländern außerhalb der reichen Industriestaaten des „Nordens“ bislang die Mittel, durch eine auf der Nutzung fossiler Energieträger basierende Wirtschaft zu Wohlstand zu gelangen, so fehlen ihnen nunmehr die Mittel, die Folgen des Klimawandels abzuwehren, sie zumindest abzuschwächen bzw. sich an diese anzupassen.
Generell werden Menschen auf absehbare Zeit umso stärker von den Folgen des Klimawandels betroffen bleiben, je ärmer und schwächer sie sind.
Es ist nicht mehr zu bestreiten, dass die Menschenrechte jetziger und künftiger Generationen durch den Klimawandel bedroht bzw. verletzt werden. Unbestreitbar ist zudem, dass der Klimawandel die Lebensräume von Tieren und Pflanzen beschädigt.
Der Klimawandel muss als Ausdruck einer Ungerechtigkeit verstanden werden, die alle Bereiche des Lebens auf der Erde beeinträchtigt und zu zerstören in der Lage ist.

Was wir erreichen wollen

Klimagerecht handeln heißt: Nicht nur in dem Bewusstsein zu handeln, dass z.B. die tägliche Fahrt mit dem Auto zur Arbeit eine Auswirkungen auf das weltweite Klima haben könnte.
Klimagerechtes Handeln heißt auch: Dass energieintensive Länder ihre Verantwortung für die Auswirkungen des Klimawandels erkennen und gemeinsam mit den „energiearmen“ Ländern des globalen Südens Lösungswege finden, die zu einer Minderung des Klimawandels führen und einen Weg aus der Armut bedeuten.

Kirche fördert Klimaschutzprojekte

Die Infostelle Klimagerechtigkeit im Zentrum für Mission und Ökumene möchte mit Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit hier vor Ort einen Beitrag für mehr Klimagerechtigkeit leisten. Zugleich entwickelt sie aber auch Klimaschutzprojekte in Kooperation mit Brot für die Welt und der Klima-Kollekte und gemeinsam mit Partnerorganisationen in Ländern des globalen Südens.

FÖJ / Praktika

Mitmachen – Mitmischen

Wer Interesse hat, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei uns zu machen und unser Team tatkräftig zu unterstützen, kann sich hier informieren. Wir geben gern Auskunft über die Arbeit in unserer „Einsatzstelle“ – der Infostelle Klimagerechtigkeit im Zentrum für Mission und Ökumene der Nordkirche. Allgemeine Informationen über das FÖJ in Hamburg und Kontakte findet ihr weiter unten.

Das könnt ihr bei uns machen:

  • Begleitung von Veranstaltungen, z.B. Projekttage in Schulen, Workshops mit KonfirmandInnen, Fortbildungen zu entwicklungspolitischen Fragen rund um das Thema Klimagerechtigkeit. An der Vorbereitung und Durchführung dieser Veranstaltungen seid ihr beteiligt.
  • Begleitung von Aktionen und öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen
  • Entwicklung von Bildungsmaterial und kreativen Ideen für die Bildungsarbeit
  • Durchführung von Klima-Konsum Stadtrundgängen
  • Mitarbeit in der Internetredaktion: Erlernen von wordpress, Pflege der Internetseite, kreatives Schreiben von Berichten und Meldungen für die Homepage
  • Büroorganisation und –ablauf.

Interesse?

Eure eigenen Ideen sind uns willkommen und ihr könnt sie in der Infostelle Klimagerechtigkeit umsetzen. Interesse an interkulturellen, entwicklungspolitischen Fragestellungen und Kontaktfreudigkeit setzen wir voraus. Wir wünschen uns besonderes Interesse für Fragen des Klimaschutzes und der globalen Gerechtigkeit. Ihr solltet darüber hinaus auch Spaß an journalistischer Arbeit und am Umgang mit dem Computer und mit dem Internet haben.

https://www.hamburg.de/foej/

Kooperationspartner

Das politische Engagement der Infostelle Klimagerechtigkeit wird begleitet und unterstützt durch eine Vielzahl von Kooperationen im kirchlichen und nicht-kirchlichen Bereich.
Unsere wichtigsten Kooperationspartner/innen:

Klima-Allianz Deutschland

Die Klima-Allianz Deutschland ist das breite gesellschaftliche Bündnis für den Klimaschutz. Mit ihren 115 Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen Umwelt, Kirche, Entwicklung, Bildung, Kultur, Verbraucherschutz, Jugend und Gewerkschaften setzt sie sich für eine ambitionierte Klimapolitik und eine erfolgreiche Energiewende auf lokaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene ein. Ihre Mitgliedsorganisationen repräsentieren zusammen rund 20 Millionen Menschen.
Auf der Webseite der Klima Allianz gibt es noch viel mehr Infos für Sie.

Das Ökumenische Netzwerk Klimagerechtigkeit

Das Ökumenische Netzwerk Klimagerechtigkeit verfolgt mit seinen Aktivitäten verschiedene Ziele:

  • Schaffung einer neuen Qualität ökumenischer Vernetzung, Qualifizierung und des Austauschs zum Thema Klimagerechtigkeit in weltkirchlicher und ökumenisch-weltweiter Perspektive
  • Theologische und spirituelle Einbettung und Einordnung der thematischen Arbeit mit dem Fokus Klimagerechtigkeit
  • Unterstützung und Vernetzung für öffentlichkeitswirksame, kritisch-konstruktive Begleitung des Post-Paris-Prozesses und der Agenda 2030 (Sustainable Development Goals) aus einer kirchlich-ethischen Perspektive der Klimagerechtigkeit
  • Inhaltliche Unterstützung ökumenischer Projekte im Bereich Klimagerechtigkeit und Informationsaustausch darüber
  • Förderung der Zusammenarbeit und Kooperationen zwischen kirchlichen Akteurinnen und Akteuren, Umwelt- und Eine Welt Gruppen über die konfessionellen und kirchlichen Grenzen hinaus

Für mehr Informationen besuchen Sie doch gerne die Webseite des Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit.

Die Klima-Kollekte

Die Klima-Kollekte ist ein CO2 -Kompensationsfonds christlicher Kirchen, über den jeder Mensch, jede Organisation und jede Gemeinde unvermeidliche Emissionen aus Strom- und Wärmenergie, Reisen sowie Papier- und Druckerzeugnissen kompensieren kann. Die Ausgleichszahlungen werden gezielt in Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländer investiert und mindern Armut vor Ort, indem sie Frauen stärken, Gesundheit schützen und Perspektiven ermöglichen – zudem verringern sie den CO2 -Ausstoß und schützen so das Klima. Der Ausgleich von CO2 -Emissionen geschieht dabei durch Klimaschutzprojekte kirchlicher Organisationen oder ihrer PartnerInnen. Ihr Klimaschutzbeitrag wird transparent und vertrauensvoll verwendet – dafür stehen die Gesellschafterhäuser der Klima-Kollekte.
Die Klima-Kollekte ist eine gemeinnützige GmbH, die im Jahr 2011 gegründet wurde. Die Geschäftsstelle befindet sich in Berlin Mitte. Die Geschäftsführung und Gesellschafterversammlung der Klima-Kollekte gGmbH leiten und verantworten die Klima-Kollekte und entscheiden nach Beratung durch den Fachausschuss über die Auswahl der Projekte. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V. (FEST).
Auf der Webseiteder Klima.Kollekte gibt es viele weitere interessante Informationen und Funktionen.

„Mut wächst – Klimabewusstsein erden“:

Die Frauenarbeit der Nordkirche hat eine Initiative zur Rettung von Saatgut-Sorten gestartet. Unter dem Titel „Mut wächst – Klimabewusstsein erden“ rufen das Frauenwerk der Nordkirche und mehrere Frauenwerke in den Kirchenkreisen dazu auf, im eigenen Garten oder im Balkonkasten verschiedene Gemüse- und Obstsorten zu kultivieren. Der kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA), das Umwelt- und Klimaschutzbüro als auch die Infostelle für Klimagerechtigkeit sind Kooperationspartner dieses Mitmachprojektes und bieten auch Workshops zum Thema Klimagerechtigkeit an.

Tschüss Kohle:

Die Hamburger Volksinitiative wurde durch die Infostelle Klimagerechtigkeit mitgegründet und 2019 erfolgreich mit dem Hamburger Kohleausstiegsgesetz beendet. Die nun angeschlossene Kampagne „Tschüss Kohle“ begleitet die Umsetzung dieser Einigung mit dem Hamburger Senat und arbeitet unter Mitwirkung der Infostelle Klimagerechtigkeit in einem „Beteiligungsgremium Kohlekraftwerk Tiefstack“ mit.