Nordkirche Weltweit

Aktuelle Pressemitteilung

22 494 Unterschriften für den Kohleausstieg

08.06.2018 | Großer Erfolg für die vom Zentrum für Mission und Ökumene mitgetragene Volksinitiative für den Kohleausstieg der Stadt Hamburg: Mehr als 22 000 Hamburgerinnen und Hamburger unterstützen diese Forderung. Nun muss sich die Bürgerschaft mit dem von der Volksinitiative erarbeiteten Gesetzentwurf befassen.

Hamburg (ce) – Das Zentrum für Mission und Ökumene in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland hat heute (Freitag, 8. Juni, 11 Uhr) gemeinsam mit 45 Organisationen und Verbänden der Volksinitiative „Tschüss Kohle“ 22.494 Unterschriften in der Hamburger Senatskanzlei eingereicht. Die Volksinitiative will erreichen, dass die Stadt Hamburg den zügigen Ausstieg aus der Kohleverbrennung gesetzlich verankert. „Der Klimawandel bedroht Milliarden Menschen weltweit – heute und in Zukunft. Die Stadt Hamburg muss jetzt ihren Teil zum Klimaschutz beitragen und den Kohleausstieg nach unserem Gesetzentwurf schnell umsetzen“, forderte Ulrike Eder von der Infostelle Klimagerechtigkeit im Zentrum für Mission und Ökumene und eine der drei Vertrauenspersonen der Volksinitiative.

„Die Kohleverbrennung trägt wesentlich zur weltweiten Klimaveränderung bei. Als Kirche setzen wir uns für den Kohleausstieg und Klimaschutz ein und wollen damit auch Teil der Lösung sein. Es ist unsere christliche Verantwortung hier vor Ort einen kleinen Schritt für mehr weltweite Gerechtigkeit zu tun“, erläuterte Dr. Klaus Schäfer, Direktor des Zentrums für Mission und Ökumene das Engagement des Werkes. 

Weit mehr als die erforderlichen 10.000 Hamburgerinnen und Hamburger haben nun die Volksinitiative, den ersten Schritt zum Volksentscheid, unterstützt. Nun wird sich die Bürgerschaft mit dem Gesetzentwurf der Initiative befassen. Die Initiatoren und Initiatorinnen fordern die Abgeordneten der Bürgerschaft dazu auf, den Gesetzentwurf direkt als Gesetz zu übernehmen. „Nachdem die Bürgerinnen und Bürger Hamburgs mit vielen Unterschriften eindrucksvoll für Kohleausstieg und Klimaschutz votiert haben, erwarte ich, dass die Hamburger Bürgerschaft baldmöglichst ein entsprechendes Gesetz beschließt“, so Dr. Ulf Skirke vom Zukunftsrat Hamburg. Er ist ebenfalls Vertrauensperson.

Wiebke Hansen, Sprecherin von „Tschüss Kohle“: „Hamburg steht jetzt vor der Entscheidung: Klimaschutz oder noch viel zu lange Kohle verbrennen. Tschüss Kohle ist eine starke, gut vernetzte Bewegung geworden. Danke an die vielen Aktiven und die Hamburgerinnen und Hamburger für die tolle Unterstützung!“

Sollte die Bürgerschaft den Gesetzentwurf der Volksinitiative nicht annehmen, folgen das Volksbegehren im Spätsommer 2019 und der Volksentscheid ab Mitte 2020. Der Gesetzentwurf zur Änderung des Hamburgischen Klimaschutzgesetzes und des Wegerechts, der von Juristen erarbeitet wurde, sieht einen Ausstieg aus der Kohleverbrennung für Fernwärme bis 2025 und bei der Stromproduktion bis 2030 vor. Derzeit werden in Hamburg noch 60% der Fernwärme und 85% des Stroms in drei Steinkohlekraftwerken erzeugt. Die Verbrennung von Kohle trägt massiv zum CO2-Ausstoß bei, der für den Temperaturanstieg auf der Erde hauptverantwortlich ist. Außerdem wird die Luft durch weitere Schadstoffe wie Quecksilber, Blei, Nickel, Arsen und Cadmium verschmutzt.  

Die Volksinitiative Tschüss Kohle ist eine gemeinsame Initiative von 45 Bündnispartner*innen und Unterstützerorganisationen.

Pressekontakt: 

Wiebke Hansen
wiebke.hansen@tschuess-kohle.de
0176 712 21 555 

Homepage:

www.tschuess-kohle.de 

Fotos: 

https://www.tschuess-kohle.de/presse/#fotos 

weitere Presseinformationen:

https://www.tschuess-kohle.de/presse 

Bündnis und Unterstützer: 

https://www.tschuess-kohle.de/die-initiative

Direkter Kontakt