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Bischof Azar aus Jerusalem verurteilt Eröffnung der US-Botschaft und Gewalt

15.05.2018 | Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und im Heiligen Land ist eine Partnerkirche der Nordkirche. Jerusalem muss ihrer Position zufolge eine geteilte Stadt für alle drei Religionen sein und Hauptstadt sowohl für Palästina als auch für Israel.

Jerusalem (ce) – Der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land, Sani Ibrahim Azar, hat die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem und die darausfolgende Gewalt gegen palästinensische Zivilisten seitens der israelischen Armee verurteilt. „Jerusalem ist eine heilige Stadt für drei Religionen sollte eine Stadt des Friedens, der Gerechtigkeit und der Versöhnung sein. Christen, Juden und Muslime sollen Zugang zu ihren heiligen Stätten haben“, heißt es in einem Schreiben des Bischofs. Die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verstoße gegen internationales Recht und mache jahrzehntelange Friedensbemühungen zunichte.  

Azar bezeichnete die Gewalt der israelischen Armee gegen protestierende, unbewaffnete Zivilisten als ungerechtfertigt. „Wir als Kirche verurteilen alle Gewalt und trauern mit den Opfern und ihren Familien“, betonte er. Gewalt gegen palästinensische Zivilisten werde Friedensbemühungen verhindern und nur zu weiterer Gewalt und weiterem Blutvergießen führen. Der Bischof bekräftigte die Position seiner Kirche, nach der der Status von Jerusalem eine geteilte Stadt für alle Religionen sein müsse und die Hauptstadt sowohl Palästinas als auch Israels.  

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und im Heiligen Land ist einer Partnerkirche der Nordkirche. Zur Einführung von Bischof Azar im vergangenen Januar war eine Delegation der Nordkirche unter der Leitung von Landesbischof Gerhard Ulrich eingeladen. Sie hat rund 1500 Mitglieder.

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