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Aktuelle Pressemitteilung

Direktor des Zentrums für Mission und Ökumene in sein Amt eingeführt

24.04.2019 | Bischöfin Fehrs: Christlicher Glaube weltweit und vor Ort gehören zusammen. Auch Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt war in die Hamburger Katharinenkirche gekommen. "Sie alle gemeinsam werden auch weiterhin und in neuer Weise Kompetenzzentrum unserer Kirche für die Vernetzung mit der weltweiten ökumenischen Christenheit sein“, sagte sie in ihrem Grußwort. Zum Gottesdienst und einem anschließenden Empfang waren zahlreiche Haupt- und Ehrenamtliche aus der ökumenischen und entwicklungspolitischen Arbeit der Nordkirche, Geistliche anderer Religionsgemeinschaften und Vertreter innen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft erschienen.

Hamburg (ce) – Der Direktor des Zentrums für Mission und Ökumene in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Pastor Dr. Christian Wollmann, ist heute (24. April) von Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, im Rahmen eines Gottesdienstes in sein Amt eingeführt worden.  „Ich freue mich, dass ich mit Pastor Dr. Wollmann einen weitherzigen und weitgereisten Ökumeniker und zugleich wissenschaftlich breit aufgestellten Theologen als Leiter des Zentrums für Mission und Ökumene einführen darf. Seine Erfahrungen als Dozent in China wie auch als Gemeindepastor in Norderstedt zeigen beispielhaft auf, worum es in seinem Dienst geht: Immer wieder zu vermitteln, dass christlicher Glaube vor Ort und weltweit gelebt wird - und dass beides zusammengehört“, sagte sie in der Hamburger Hauptkirche St. Katharinen. Dr. Wollmann hat bereits im März die Nachfolge von Pastor Dr. Klaus Schäfer angetreten, der nach rund 14 Jahren als Direktor in den Ruhestand getreten ist.

„Viele Menschen sind offenbar von der Globalisierung in ihrer kulturellen und religiösen Identität verunsichert. Sie haben Angst, sich durch das andere selbst zu verlieren. Vielleicht ist das einer der Gründe für Nationalisierungs- und Trennungstendenzen. Doch wir merken, dass wir durch unsere weltweite, interreligiöse und interkulturelle Arbeit und die damit verbundenen tatsächlichen Begegnungen genau diese Verunsicherung oftmals beseitigen und daraus eine Dynamik entsteht, unsere Welt positiv mitgestalten zu wollen“, sagte Wollmann in seiner Predigt am Mittwoch nachmittag.

Zum Gottesdienst und einem anschließenden Empfang waren zahlreiche Haupt- und Ehrenamtliche aus der ökumenischen und entwicklungspolitischen Arbeit der Nordkirche, Geistliche anderer Religionsgemeinschaften und Vertreter innen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft erschienen. Kristina Kühnbaum-Schmidt, Landesbischöfin der Nordkirche, sagte in ihrem Grußwort: „Das Zentrum für Mission und Ökumene – das sind ganz viele Frauen und Männer, Hauptamtliche und Ehrenamtliche, die sich engagieren für Ökumene und Mission, für Entwicklung, Gerechtigkeit und Frieden, für den interreligiösen Dialog und für interkulturelle Öffnung. Sie alle schärfen tagtäglich den weltweiten Blick unserer Kirche. Sie alle tragen Sorge, dass wir trotz all unserer lokalen und regionalen Verpflichtungen nicht unsere Verantwortung vernachlässigen für das, was die Welt braucht, damit sie Haus Gottes für alle wird.“ Die Landesbischöfin weiter: „Ich bin sicher, Sie alle gemeinsam werden auch weiterhin und in neuer Weise Kompetenzzentrum unserer Kirche für die Vernetzung mit der weltweiten ökumenischen Christenheit sein.“

Aus Partnerkirchen waren Bischof Waldemar Pytel von der Diözese Wrocławska/Breslau der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen sowie eine Delegation aus Litauen unter der Leitung von Mindaugas Sabutis, Bischof der Litauischen Evangelisch-Lutherischen Kirche, angereist. Der Chef der Senatskanzlei der Hansestadt Hamburg, Staatsrat Jan Pörksen, hat ein Grußwort gesprochen. Ihn begleitet hat unter anderen Dietrich Wersich (CDU), Vizepräsident der Hamburgischen Bürgerschaft.

Dr. Christian Wollmann (42) war zuvor Pastor der Kirchengemeinde Harksheide in Norderstedt im Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein. Nach seiner Promotion hat er in einem Pilotprojekt im Auftrag des damaligen Nordelbischen Missionszentrums drei Jahre als Dozent für Christentum und Europäische Kultur am Religionsinstitut der staatlichen Universität im chinesischen Xi´an gelehrt und dabei den Kontakt zum Chinesischen Christenrat und zu christlichen Gemeinden in der Region gepflegt. Seitdem war er Mitglied im Ostasien-Ausschuss des Zentrums für Mission und Ökumene. Die Generalversammlung hatte ihn im Rahmen ihrer turnusmäßigen Sitzung im September zum Nachfolger von Klaus Schäfer gewählt.

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