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Aktuelle Pressemitteilung

Eröffnung der Ökumenischen FriedensDekade 2019

11.11.2019 | Bischof Magaard: „Für ein Klima des Friedens eintreten". Mit einem Gottesdienst ist die Dekade 2019 am Sonntag eröffnet worden. Während der kommenden zehn Tage stehen zahlreiche Veranstaltungen und Andachten zum diesjährigen Motto "friedensklima" auf dem Programm.

Hamburg/Flensburg (ce/aw). Unter dem Motto „Friedensklima“ wurde heute (10. November) mit einem Gottesdienst in der St.-Nikolai-Kirche in Flensburg die diesjährige Ökumenische FriedensDekade in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) eröffnet. Gothart Magaard, Schleswig, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein, hielt die Predigt. Für die Liturgie waren Pastor Dr. Marcus Friedrich und Inga Fischer von der St.-Nikolai-Kirche in Flensburg sowie Julika Koch vom Referat Friedensbildung der Nordkirche (Hauptbereich Mission und Ökumene der Nordkirche) verantwortlich.  

„Die Friedensdekaden stehen in einem engen Zusammenhang mit dem gemeinsamen Weg christlicher Kirchen für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Alle drei Aspekte können wir nur zusammendenken, sonst wird es keinen Frieden und auch keine Gerechtigkeit auf Erden geben“, sagte Bischof Magaard in seiner Predigt. „Als Christinnen und Christen lassen wir uns nicht von einem Gefühl der Ohnmacht lähmen, sondern ,jagen dem Frieden nach‘ und versuchen ein Friedensklima zu fördern“, erläuterte er weiter.

„Wir brauchen ein gesellschaftliches Klima, in dem Minderheiten zu ihrem Recht kommen, ein Klima, in dem Menschen erkennen, dass jegliche Form von Rassismus und Antisemitismus uns weit weg vom Frieden und vom Wohlstand führt. Ein Klima, in dem Unzufriedenheit und Kritik besprochen werden können und das nicht zu tieferer Spaltung von vermeintlich gegensätzlichen Gruppen führt.“   „Wenn wir das Friedensklima in den Mittelpunkt stellen, dann ist der ökologische Gedanke der Bewahrung der Schöpfung immer mitgedacht“, führte Bischof Magaard weiter aus. „Wir sehen, dass es ohne Umweltschutz und Klimaschutz nicht gehen wird, das Zusammenleben von inzwischen fast 8 Milliarden Menschen auf der Erde gerecht zu gestalten. Ohne den beherzten Einsatz für den Klimaschutz werden die Spaltungen und Verwerfungen auf lange Sicht noch viel größer, in unserem Land und auf der ganzen Welt. Für dieses Klima des Friedens können wir beten, um dann selbst dafür einzutreten und entsprechend zu leben.“  

Veranstaltungen

Während der zehntägigen Ökumenischen FriedensDekade werden Aspekte des Klimawandels und seine Auswirkungen auf den Frieden in unserer Gesellschaft thematisiert. Unter anderem geht es um Flucht- und Migrationsbewegungen als Folge von Klimaveränderungen. Auch in Hamburg, Rostock, Neumünster, Kiel und vielen weiteren Orten in der Nordkirche sind die Menschen in den Tagen vom 10. bis 20. November zu Gottesdiensten, Andachten und Veranstaltung eingeladen.  

Der Abschlussgottesdienst der diesjährigen FriedensDekade wird in der Nordkirche am Mittwoch (20. November) um 19 Uhr in der Marienkirche in Rostock gefeiert.  

Zum Hintergrund:

Die Ökumenische FriedensDekade findet in jedem Jahr an den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag statt. Die Idee dazu kam aus den Niederlanden und wurde 1980 in West- und Ostdeutschland gleichzeitig innerhalb und außerhalb von Kirchen aufgenommen. Die Ökumenischen FriedensDekaden haben wesentlich zur Vertiefung des christlichen Friedenszeugnisses in Gemeinden und Kirchen beigetragen. Trägerorganisationen der Ökumenischen FriedensDekade sind heute die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), pax christi, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej), PRO ASYL, Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste und der Internationale Versöhnungsbund/Dt. Zweig. Im Planungsteam sind außerdem Vertreterinnen und Vertreter der EKD und evangelischer Landeskirchen sowie der Katholischen Kirche vertreten.  

Weitere Termine und Informationen: www.friedensdekade.de

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