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Geistliche aus Jerusalem appellieren an Trump

07.12.2017 | Internationale Geistliche haben in offenen Briefen an US-Präsident Donald Trump appelliert, den internationalen Status von Jerusalem nicht zu verändern.

Hamburg (ce) - Geistliche von dreizehn verschiedenen Konfessionen haben in einem offenen Brief an den US-Präsidenten Donald Trump appelliert, den internationalen Status von Jerusalem nicht zu verändern. „So ein Schritt wird Hass, Gewalt und Leid in Jerusalem und dem Heiligen Land vergrößern, unser aller Ziel von Einheit rückt in die Ferne, stattdessen wird eine zerstörerische Trennung erreicht“, heißt es in dem Schreiben, das am 6. Dezember veröffentlicht wurde. Mittlerweile hat der US-Präsident Jerusalem als Hauptstadt von Israel anerkannt und will auch die US-Botschaft dorthin verlegen.

„Gemeinsam mit der Unterstützung unserer Freunde, sowohl Israelis als auch Palästinenser, können wir einen nachhaltigen und gerechten Frieden aushandeln, der für alle, denen die Heilige Stadt Jerusalem am Herzen liegt, akzeptabel ist. Die Heilige Stadt kann für alle offen sein, sobald ein politischer Prozess die Herzen der Menschen befreit hat von den zerstörerischen Bedingungen des Konfliktes“, formulieren die Kirchenführer. Sie rufen den US-Präsidenten auf, gemeinsam mit ihnen einen Weg des Friedens für alle Menschen der Region zu suchen.

Zu den Unterzeichnern gehören Patriarchen Orthodoxer Kirchen, Erzbischöfe katholischer Patriarchate und Bischof Munib Younan von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land (ELCJHL). Die ELCJHL ist eine Partnerkirche der Nordkirche.

Auch der Präsident des Lutherischen Weltbundes (LWB), Erzbischof Dr. Panti Filibus Musa, und der LWB-Generalsekretär Pfarrer Dr. h.c. Dr. h.c. Martin Junge, hatten bereits in einem offenen Brief ihre tiefe Bestürzung über die Nachricht zum Ausdruck gebracht, dass der US-Präsident beabsichtigt, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die Botschaft seines Landes von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen: „Diese einseitige Maßnahme steht im Widerspruch zur langjährigen Position der internationalen Gemeinschaft, nach der Jerusalem eine Stadt mit zwei Völkern und drei Religionen ist.“

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