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Aktuelle Pressemitteilung

Generalversammlung des Zentrums für Mission und Ökumene eröffnet

06.09.2019 | Im Rahmen des Gottesdienstes wurden neue Referenten eingeführt. Auf der Tagesordnung stehen vor alle Wahlen und Gespräche über die künftige Arbeit des Werkes. Direktor Wollmann: Austausch mit anderen Kulturen und Religionen fördern

Breklum (ce) – Am Freitag (6.9.2019) ist in Breklum in Nordfriesland die zehnte Generalversammlung des Zentrums für Mission und Ökumene in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) eröffnet worden. „Die Generalversammlung konstituiert sich heute und wird für die nächsten sechs Jahre zusammenarbeiten. Die Themen Mission und Ökumene müssen mit Leben gefüllt und in der Nordkirche verankert werden: Dazu gehört der Austausch mit anderen Kulturen und Religionen und die Arbeit an Themen, die für unser Zusammenleben und die Zukunft unserer Erde wichtig sind. Die Delegierten bringen dafür ökumenische Erfahrung, Kompetenz und wichtige Netzwerke mit“, sagte der Direktor des Zentrums für Mission und Ökumene, Dr. Christian Wollmann. 

Die 73 Mitglieder, unter ihnen ehren- und hauptamtliche Engagierte in der Ökumene aus Gemeinden, Diakonie und der entwicklungspolitischen Arbeit, waren im vergangenen halben Jahr von den Synoden, dem Bischofsrat, dem Missionskonvent und dem Verein der Freunde der Breklumer Mission turnusmäßig neu gewählt worden. Unter ihnen sind rund ein Drittel neue Mitglieder, die in der vorherigen Periode nicht hier engagiert waren. Die Generalversammlung ist das höchste Leitungsorgan des selbstständigen Werkes. Tagungsort ist Breklum in Nordfriesland, der Gründungsort der Schleswig-Holsteinischen Missionsgesellschaft. 

Im Rahmen eines Gottesdienstes zu Beginn der Sitzung sind die neuen Delegierten offiziell verpflichtet worden. In ihre Ämter eingeführt wurden auch zwei neue Referenten des Zentrums für Mission und Ökumene: Bereits am 1. August haben Pastor Jörg Ostermann-Ohno das Indienreferat und Pastor Matthias Tolsdorf das Referat für ökumenisch-missionarische Bildungsarbeit übernommen. Im weiteren Verlauf wird eine oder ein neuer Vorsitzender der Generalversammlung gewählt werden. Kristina Kühnbaum-Schmidt, Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, hatte im Vorfeld ihre Bereitschaft erklärt, dafür zu kandidieren. Außerdem müssen von den Delegierten Mitglieder für den neuen 16köpfigen Vorstand gewählt werden, die anschließend die Kirchenleitung der Nordkirche offiziell in das Gremium entsenden wird. 

Am zweiten Tag, dem Samstag, steht die Verabschiedung des Haushalts für das Jahr 2020 auf der Tagesordnung. Er sieht Ausgaben in Höhe von 8,6 Millionen Euro vor. Damit werden zum einen die Referate des Zentrums in Hamburg und Breklum finanziert, aber auch der Personaleinsatz im Ausland, sowie die Arbeit und Projekte der Partnerkirchen in aller Welt unterstützt. Inhaltlicher Fokus verschiedener Vorträge und Arbeitsgruppen sind Beratungen über künftige Schwerpunkte der Arbeit des Zentrums für Mission und Ökumene. 

Hintergrund:

Vor ungefähr 50 Jahren wurden Stimmen laut, die verfasste Kirche und Mission zusammenführen und also die damalige selbstständige Schleswig-Holsteinische Missionsgesellschaft stärker in den kirchlichen Strukturen verankern wollten: Das 1876 von dem Breklumer Dorfpastor Christian Jensen gegründete Werk hatte sich zunächst um die Aussendung und Ausbildung von Missionaren nach Übersee gekümmert. Daraus entstanden im Laufe der Jahrzehnte stabile Partnerbeziehungen zu Kirchenkreisen und Gemeinden sowie Partnerschaften zu den neuen lutherischen  Kirchen in Afrika, Indien oder Papua-Neuguinea. Aus der weltweiten Ökumene wuchsen neue Arbeitsfelder wie entwicklungspolitische Bildung, Klimagerechtigkeit oder der interreligiöse Dialog hinzu. Als 1970 in Hamburg und Schleswig-Holstein die Bildung des „Nordelbischen Zentrums für Weltmission und Kirchlichen Weltdienst“ beschlossen wurde, des heutigen „Zentrums für Mission und Ökumene“, nahm auch die Generalversammlung offiziell ihre Arbeit auf. 

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