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Aktuelle Pressemitteilung

Generalversammlung mit Wahlen und Haushaltsbeschluss beendet

07.09.2019 | Die Delegierten haben Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt zu ihrer Vorsitzenden gewählt. Außerdem werden der Kirchenleitung neue Mitglieder für den Vorstand des Werkes vorgeschlagen. Der Haushalt für das Jahr 2020 wurde beschlossen.

Breklum (ce) – Die Delegierten der zehnten Generalversammlung des Zentrums für Mission und Ökumene in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) haben am Wochenende in Breklum neue Mitglieder für den 16köpfigen Vorstand des Werkes gewählt. Außerdem bestimmten sie Kristina Kühnbaum-Schmidt, Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, zu ihrer neuen Vorsitzenden. Die Generalversammlung war zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Die 73 Mitglieder des Gremiums, unter ihnen ehren- und hauptamtliche Engagierte in der Ökumene aus Gemeinden, Diakonie und der entwicklungspolitischen Arbeit, waren im vergangenen halben Jahr von den Synoden, dem Bischofsrat, dem Missionskonvent und dem Verein der Freunde der Breklumer Mission turnusmäßig neu gewählt worden. Ihre Amtszeit beträgt sechs Jahre. Die Generalversammlung ist das höchste Leitungsorgan des selbstständigen Werkes. Tagungsort ist Breklum in Nordfriesland, der Gründungsort der Schleswig-Holsteinischen Missionsgesellschaft.

Der Kirchenleitung zur Entsendung in den Vorstand vorgeschlagen werden jetzt Propst Stefan Block (Kirchenkreis Altholstein), Maraike Bangun (Stipendiatin der Missionsakademie der Universität Hamburg), Umweltpastor Jan Christensen, Prof. Ulrich Dehn (Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein), Dr. Arnold Fuchs (KK Mecklenburg), Antje Holst (Kirchenkreis Hamburg-Ost), Susanne Kunsmann (Kirchenkreis Nordfriesland), und Gerhard Thimm (Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein) an. Bereits zuvor hat der Missionskonvent Jens Haverland (Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf), Heiner Möhring (Kirchenkreis Mecklenburg) und Brigitta Seidel (Kirchenkreis Hamburg-Ost) gewählt. Der Verein der Freunde der Breklumer Mission möchte Cornelia Simon von der Nordschleswigschen Gemeinde entsenden. Als Stellvertretende wurden Dorothea Eggers (Kirchenkreis Mecklenburg), Helmuth Schröder (Kirchenkreis Mecklenburg), Propst Kurt Riecke (Kirchenkreis Altholstein) und Carsten Pfeiffer (Nordschleswigsche Gemeinde) bestimmt. Bei der Besetzung des Vorstands müssen die Verhältnisse zwischen Ehren- und Hauptamtlichen sowie zwischen Männern und Frauen beachtet werden. 

„Wir wollen künftig mehr als bislang in internationalen Bündnissen und Netzwerken zu relevanten Themen arbeiten, wie zum Beispiel Klimagerechtigkeit, aber auch bei der Suche nach einer Spiritualität für die Menschen in einer globalisierten Welt. Im Austausch mit anderen Kulturen und Religionen können wir Antworten finden auf drängende Fragen in unserer komplexen Welt. Dafür brauchen wir engagierte Menschen in unseren Gremien“, betonte der Direktor des Zentrums für Mission und Ökumene, Dr. Christian Wollmann. Die zehnte Generalversammlung hat rund ein Drittel neue Mitglieder, die in der vorherigen Periode nicht hier engagiert waren.

„In der vergangenen Periode war das Zentrum für Mission und Ökumene vielfach in zweierlei Richtungen gefordert: Einerseits müssen die Kolleg*innen mancherorts aus unserem Verständnis christlicher Werte klar und kritisch dagegenhalten, wenn es z. B. darum geht, Frauen oder anderen ihre Rechte auch innerhalb der Kirche zu beschneiden, wie in Lettland oder andernorts. Zugleich darf aber der Gesprächskontakt nicht verloren gehen, selbst wenn sich schwierig erscheinende kirchliche Entwicklungen abzeichnen“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende des Werkes, Propst Stefan Block, aus der Arbeit in seinem Bericht vor den Delegierten.

Zum Abschluss der Tagung haben die Delegierten den Haushalt für das Jahr 2020 verabschiedet. Er sieht Ausgaben in Höhe von 8,6 Millionen Euro vor. Damit werden zum einen die Referate des Zentrums in Hamburg und Breklum finanziert, aber auch der Personaleinsatz im Ausland, sowie die Arbeit und Projekte der Partnerkirchen in aller Welt unterstützt. Des weiteren berieten die Delegierten darüber, dass künftig Strukturen geschaffen werden sollen, um junge Erwachsene in die Arbeit und Themen des Zentrums für Mission und Ökumene einzubinden. 

Hintergrund:

Vor ungefähr 50 Jahren wurden Stimmen laut, die verfasste Kirche und Mission zusammenführen und also die damalige selbstständige Schleswig-Holsteinische Missionsgesellschaft stärker in den kirchlichen Strukturen verankern wollten: Das 1876 von dem Breklumer Dorfpastor Christian Jensen gegründete Werk hatte sich zunächst um die Aussendung und Ausbildung von Missionaren nach Übersee gekümmert. Daraus entstanden im Laufe der Jahrzehnte stabile Partnerbeziehungen zu Kirchenkreisen und Gemeinden sowie Partnerschaften zu den neuen lutherischen  Kirchen in Afrika, Indien oder Papua-Neuguinea. Aus der weltweiten Ökumene wuchsen neue Arbeitsfelder wie entwicklungspolitische Bildung, Klimagerechtigkeit oder der interreligiöse Dialog hinzu. Als 1970 in Hamburg und Schleswig-Holstein die Bildung des „Nordelbischen Zentrums für Weltmission und Kirchlichen Weltdienst“ beschlossen wurde, des heutigen „Zentrums für Mission und Ökumene“, nahm auch die Generalversammlung offiziell ihre Arbeit auf. 

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