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Aktuelle Pressemitteilung

Globaler Klima-Aktionstag: Solidarität und Mitmachen

17.09.2019 | Das Zentrum für Mission und Ökumene ist Gründungsmitglied des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit, das "Churches for Future" initiiert hat. Die Nordkirche hat gemeinsam mit mehr als 50 Landeskirchen, Bistümern und kirchlichen Einrichtungen unterzeichnet.

Hamburg/Berlin (ce) - Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen weltweit sind auch Kirchen und kirchliche Einrichtungen Teil eines breiten Bündnisses von gesellschaftlichen Gruppen und Umweltinitiativen, die sich für Klimagerechtigkeit einsetzen. Wir sind dazu aufgerufen, am 20. September unsere Stimme zu erheben und den globalen Klima-Aktionstag zu unterstützen. Mitglieder des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit haben „Churches for Future“ initiiert, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat mit mehr als 50 Landeskirchen, kirchliche Einrichtungen, Diensten und Werken diesen Aufruf bereits unterzeichnet. „Wir als Kirchen und kirchliche Organisationen zollen den Protestierenden großen Respekt und unterstützen die Anliegen der jungen Generation“, heißt es dort.

Das Zentrum für Mission und Ökumene in der Nordkirche ist Gründungsmitglied des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit und hat gemeinsam mit dem Umweltpastor der Nordkirche, Jan Christensen, zur Beteiligung am globalen Klima-Aktionstag aufgerufen.  

Christian Wollmann, Direktor des Zentrums für Mission und Ökumene in der Nordkirche, sagte bei einer Pressekonferenz von "Fridays For Future": „Die Bewahrung der Schöpfung und der Einsatz für Gerechtigkeit sind ein Kernthema für uns Christinnen und Christen weltweit. Es ist unser Auftrag, Gottes Schöpfung zu bewahren und allen Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen. Wir als Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland haben uns auf den Weg gemacht und rufen zum Umdenken und Umsteuern auf. Die Auswirkungen unserer westlichen Lebens- und Wirtschaftsweise sind eine wesentliche Ursache der Klimaveränderung und zugleich eine Ursache für Flucht und eine Bedrohung für die Überlebensmöglichkeiten von Milliarden Menschen weltweit. Das gilt auch für unsere Mitwelt an Pflanzen und Tieren. Diejenigen, die am wenigsten zur steigenden CO2-Konzentration und zur Ausbeutung unserer Erde beitragen, haben am stärksten unter den Folgen des Klimawandels zu leiden.”

In Norddeutschland beteiligen sich Kirchenkreise, Kirchengemeinden und kirchliche Initiativen am kommenden Freitag (20.September) mit Aktionen, Gebeten, dem Läuten von Kirchenglocken und Andachten oder durch die Unterstützung von Demonstrationen vor Ort. In Hamburg wird Anne Freudenberg, Referentin im Zentrum für Mission und Ökumene, bei der Abschlusskundgebung der Demonstration im Namen der kirchlichen Einrichtungen, die den Aktionstag unterstützen, sprechen.  

Mit diesen Aktionen verbinden die Unterzeichner von „Churches for Future“ auch die Erwartung an das „Klimakabinett“ der Bundesregierung, dass am 20. September 2019 über die Maßnahmen entscheiden soll, die Klimapolitik in Deutschland auf den richtigen Weg zu bringen. Am 23. September beginnt außerdem der UN-Klimagipfel in New York.  

Hintergrund:  

In dem 2018 gegründeten Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit haben sich inzwischen 27 kirchliche Organisationen und Initiativen, katholische Bistümer, evangelische (Landes)Kirchen, sowie Entwicklungsorganisationen zusammengeschlossen. Auf der Webseite des Netzwerks finden Sie geplante kirchliche Aktivitäten für den Globalen Klimastreik.

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