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Aktuelle Pressemitteilung

Kreuzweg für die Rechte der Flüchtlinge am Karfreitag

15.04.2019 | Weihbischof Eberlein und Bischöfin Fehrs gehen einige Stationen mit. Bereits zum 20. Mal führt der Kreuzweg durch die Hamburger Innenstadt. Dietrich Gerstner, Referent für Menschenrechte und Migration, ist Organisator der ersten Stunde.

 Hamburg (ce) - Am Karfreitag, 19. April, beginnt um 12.30 Uhr vor der Hafenpolizei an der Kehrwiederspitze in Hamburg der diesjährige Kreuzweg für die Rechte der Flüchtlinge. Bereits zum 20. Mal veranstalten Engagierte aus der Hamburger evangelischen und katholischen Flüchtlingsarbeit diesen Weg, der in jedem Jahr entlang anderer Strecken durch die Hamburger Innenstadt führt, um auf das Leben und die Situation Geflüchteter aufmerksam zu machen. Das diesjährige Motto lautet „Denn sie wissen nicht, was sie tun“.  

Horst Eberlein, Weihbischof im Erzbistum Hamburg, der den Kreuzweg mit eröffnen wird, sagt: „Mit dem Globalen Migrationspakt hat sich die überwältigende Mehrheit der UN-Mitgliedstaaten zu dem Ziel bekannt, die Menschenrechte von Migranten ungeachtet ihres Migrationsstatus zu achten, zu schützen und zu gewährleisten. Dies ist ein wichtiger Schritt. Nun kommt es darauf an, diesen Worten auch Taten folgen zu lassen“. Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, die zum Abschluss des Kreuzwegs in der Reformierten Kirche sprechen wird, betont: „Der Karfreitag erinnert an das Leid und den Tod Christi. Seit 20 Jahren nehmen engagierte Christinnen und Christen diesen Tag zum Anlass, um auf das Leiden und Sterben von Flüchtlingen aufmerksam zu machen. Oft kennen wir nicht einmal die Namen der Opfer. Auf dem Kreuzweg wollen wir ihrer gedenken, Gott um Vergebung bitten und die Welt zur Veränderung rufen.“  

Dietrich Gerstner, Referent für Menschenrechte und Migration im Zentrum für Mission und Ökumene in der Nordkirche und einer der Organisatoren erläutert: „Dieser Kreuzweg ist eine christliche Demonstration und ein politischer Gottesdienst, indem wir Fragen um Wahrheit und Glaubwürdigkeit öffentlich aussprechen und dabei auch vor Gott bringen und um Beistand bitten.“  

Zum 20. Mal führt der Kreuzweg für die Rechte Flüchtlinge durch Hamburgs Innenstadt und endet in der Evangelisch-Reformierten Kirche. In diesem Jahr wird es vor allem um die andauernde Diskriminierung der Roma in ihren Herkunftsländern und in unserem Asylsystem gehen, die weltweite Verfolgung von Menschen aus geschlechtsspezifischen Gründen, die Kriminalisierung der Seenotrettung im Mittelmeer und der tausendfache Tod von Menschen, die versuchen nach Europa zu gelangen. Er wird unter anderem getragen von der Diakonischen Basisgemeinschaft Brot & Rosen, der AG Kirchliche Flüchtlingsarbeit Hamburg, der Flüchtlingsbeauftragten der Nordkirche, dem Ökumenischen Forum HafenCity, dem Zentrum für Mission und Ökumene, der Katholischen Flüchtlingsseelsorge in Hamburg , der Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Hamburg und der Evangelisch-reformierten Kirche in Hamburg.  

Hinweis für Medien:

  • Beginn: 12.30 Uhr vor dem Hafenpolizeiwache an der Kehrwiederspitze, Nähe Baumwall
  • Abschluss gegen 15 Uhr in der Evangelisch-Reformierten Kirche in Hamburg  (Ferdinandstraße 21)    

O-Töne und Fotos sind während des gesamten Kreuzwegs möglich. Ansprechpartner:  Dietrich Gerstner, Tel. 0157-32054018; dietrich.gerstner@brot-und-rosen.de; oder d.gerstner@nordkirche-weltweit.de

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