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Aktuelle Pressemitteilung

Kreuzweg für die Rechte der Flüchtlinge am Karfreitag

26.03.2018 | Organisatoren fordern, Familiennachzug für Flüchtlinge wieder zuzulassen. Bereits zum 19. Mal führt die Prozession durch die Hamburger Innenstadt und macht auf die Situation Geflüchteter in unserer Gesellschaft aufmerksam.

Hamburg (ce) - Am Karfreitag, 30. März, beginnt um 12.30 Uhr vor dem Hamburger Rathaus der diesjährige Kreuzweg für die Rechte der Flüchtlinge. Bereits zum 19. Mal veranstalten die evangelische und katholische Flüchtlingsarbeit diesen Weg, der in jedem Jahr entlang anderer Strecken durch die Hamburger Innenstadt führt, um auf das Leben und die Situation Geflüchteter aufmerksam zu machen. Das diesjährige Motto lautet „Und er fragte: Was ist Wahrheit?“  

„Auch heute unterstellen viele Flüchtlingen die mangelnde Glaubwürdigkeit ihrer Aussagen“, erläutert Dietrich Gerstner, Referent für Menschenrechte und Migration im Zentrum für Mission und Ökumene in der Nordkirche, und einer der Organisatoren des Kreuzwegs. Flüchtlinge müssten sich mitunter fragen lassen: „Ist es wirklich wahr, dass es überall gefährlich ist in Afghanistan? Sind Sie wirklich ein Christ geworden, oder versuchen Sie, sich so Asyl zu erschleichen? Warum sollten Sie Probleme in unseren europäischen Nachbarländern haben, in die wir Sie zurückschicken werden?“ Gerstner weiter: „Dieser Kreuzweg ist eine christliche Demonstration und ein politischer Gottesdienst, indem wir diese Fragen um Wahrheit und Glaubwürdigkeit öffentlich aussprechen und dabei auch vor Gott bringen und um Beistand bitten.“  

Zum 19. Mal führt der Kreuzweg für die Rechte Flüchtlinge durch Hamburgs Innenstadt, er wird unter anderem getragen von der evangelischen und der katholischen Flüchtlingsarbeit.  

Themen werden u.a. sein die Verlagerung der europäischen Außengrenzen vor die Tore der EU, die dramatische Situation in Syrien und was unsere Politik damit zu tun hat, sowie die Forderung, den Familiennachzug für Geflüchtete im März 2018 sofort wieder in Kraft zu setzen.      

MitträgerInnen des Kreuzwegs 2018: Brot & Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft, AG Kirchliche Flüchtlingsarbeit Hamburg, Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche, Ökumenisches Forum HafenCity, Zentrum für Mission und Ökumene in der Nordkirche, Katholische Flüchtlingsseelsorge in Hamburg , Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona, Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Hamburg              

Hinweis für Medien:

  • Beginn: 12.30 Uhr vor dem Hamburger Rathaus
  • Abschluss gegen 15 Uhr in der Kapelle des Ökumenischen Forums HafenCity (Shanghaiallee 12-14)      

O-Töne und Fotos sind während des gesamten Kreuzwegs möglich. Ansprechpartner: Dietrich Gerstner, Tel. 0157-32054018; dietrich.gerstner@brot-und-rosen.de; oder d.gerstner@nordkirche-weltweit.de

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