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Die Familie aus der Rama-Werbung mit Vater, Mutter, Kind und Hund vor Eigenheim im Grünen gilt schon lange nicht mehr als Ideal und einzig anerkannte Lebensform. Und das ist auch gut so. Heute sind die Familienformen und Lebensweisen so vielfältig geworden, dass inzwischen Glossare entstehen, um sie alle zu benennen. Die Frage lautet eher: Wer bin ich und wer bestimmt, was ich zu sein habe?

Die Normen verschwinden zugunsten einer Vielfalt, die die Gesellschaften bunter machen und lebendiger. Diesen Reichtum haben auch Kirchen entdeckt. So befasst sich die Nordkirche auf ihrer Synode im Herbst mit der Vielfalt von Familienformen und Lebensweisen. „Die Vielfalt ist des Schöpfers Handschrift“, deshalb sei es „Wesen und Auftrag von Kirche, für Inklusion zu sorgen“, erklärt Pastor Sieghard Wilm, der die Synode mit vorbereitet. So liegt der Focus auf den Lebensformen, die in Kirche und Gesellschaft meist nicht so beleuchtet – und bei aller wachsenden Toleranz – auch in unserer Gesellschaft immer noch diskriminiert werden, und sei es nur durch Nichtwahrnehmung.

Eine sexuelle Orientierung, die nicht der Norm entspricht, wird in vielen Ländern nicht nur missachtet, sondern brutal verfolgt. So war das Leben von Shirley Mendoza in Honduras bedroht, weil sie sich als Transfrau für Menschenrechte eingesetzt hat. Heute lebt sie im Hamburger Wohnprojekt Brot & Rosen und gibt auch hier ihr Engagement nicht auf. Ihr größter Wunsch ist es, dass alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer Lebensform gleiche Rechte haben und ein Leben in Würde führen können. Auf dem Weg dahin kann die Wahrnehmung und Würdigung aller Lebens- und Liebesformen schon einmal ein erster Schritt sein.

Ihre Ulrike Plautz

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weltbewegt

Die Zeitschrift „weltbewegt“ thematisiert Inhalte  aus Ökumene, Theologie, Kirche, Gesellschaft und Kultur und beleuchtet sie im internationalen Kontext. Mit Reportagen, Interviews und Hintergrundberichten möchte das Magazin über die aktuellen Gegebenheiten und Perspektiven in Ländern Afrikas, Asiens, Amerikas, Europas und dem Pazifik informieren. Weiterer Schwerpunkt von „weltbewegt“ sind Berichte aus den Partnerkirchen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. So bietet die Zeitschrift ein Forum für Beiträge von Autorinnen und Autoren aus den betreffenden Staaten und Regionen und ist eine Plattform für den interkulturellen und interreligiösen Dialog.

Die Zeitschrift „weltbewegt“ erscheint vierteljährlich. Als Nachfolgerin der „nm“ steht sie in der Tradition des „Breklumer Sonntagsblattes fürs Haus“ und damit für eine  mehr als 100-jährige Geschichte.

Herausgeber und Verleger: Zentrum für Mission und Ökumene – nordkirche weltweit, Breklum und Hamburg. Direktor: Dr. Klaus Schäfer (V.i.S.d.P.).

Adresse: Agathe Lasch-Weg 16, 22605 Hamburg, Tel. 040 88181 – 0, E-Mail: info@nordkirche-weltweit.de.

Jahresbeitrag: 15 Euro. Als Spende auf das Konto:
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