Nordkirche Weltweit

Wenn es um „Inseln“ geht, kommen die meisten ins Träumen. „Wie gern wäre ich jetzt auf einer Insel“, seufzen viele, die sich im Trubel des Alltags nach einer ruhigen Oase sehnen. Wie schön wäre es, jetzt dort zu sein, denke auch ich, als mir meine Kollegin in sinnlichsten Farben ihre Lieblingsinsel vor Sansibar schildert, während es draußen regnet. Inseln sind die Orte, auf die sich alles projizieren lässt, was man sich wünscht.

Manchmal auch das, was Angst macht. Nicht umsonst verbindet sich mit dem Begriff Insel auch „Isolation“. In jedem Fall gilt: Das geo-grafische Phänomen lässt keinen kalt. So scheinen Geschichten, Sagen und Mythen, die sich um Inseln ranken, schier unerschöpflich. Natürlich ist das tatsächliche Leben auf einer Insel immer anders als jede Vorstellung davon. „Wie groß die Lebensqualität auf einer Insel ist, hängt vor allem davon ab, wo sie liegt“, meint Martin Haasler. Als Referent für Papua-Neuguinea und Pazifik ist er oft in der inselreichsten Region der Welt unterwegs und erfährt, wie sehr die Menschen auf Inselstaaten wie Kiribati durch die Folgen des Klimawandels bedroht sind.

Außer den geografisch sichtbaren Inseln gibt es aber andere Formen von Inseln: Sie können mitten in einer betriebsamen Großstadt liegen – zum Beispiel als Zuhörkiosk zwischen Gleisen in einer U-Bahn oder zwischen Kränen im Hamburger Hafen. Dort befindet sich der Seemannsclub Duckdalben, heute eine Oase für viele Seeleute. Schließlich gibt es noch die unsichtbaren Inseln: die Echokammern oder Filterblasen, in denen immer mehr Menschen Bestätigung und Halt suchen, abgeschottet von anderen Überzeugungen und Lebenswirklichkeiten. Doch „der Mensch ist keine Insel“, betont der Theologe Nikolaus Schneider. Zwar brauche er ab und zu mal eine Insel, „aber er ist ein Teil der Menschheit“ und brauche vor allem Beziehungen zu anderen Menschen, auch über Grenzen hinaus.

Ulrike Plautz

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weltbewegt

Die Zeitschrift „weltbewegt“ thematisiert Inhalte  aus Ökumene, Theologie, Kirche, Gesellschaft und Kultur und beleuchtet sie im internationalen Kontext. Mit Reportagen, Interviews und Hintergrundberichten möchte das Magazin über die aktuellen Gegebenheiten und Perspektiven in Ländern Afrikas, Asiens, Amerikas, Europas und dem Pazifik informieren. Weiterer Schwerpunkt von „weltbewegt“ sind Berichte aus den Partnerkirchen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. So bietet die Zeitschrift ein Forum für Beiträge von Autorinnen und Autoren aus den betreffenden Staaten und Regionen und ist eine Plattform für den interkulturellen und interreligiösen Dialog.

Die Zeitschrift „weltbewegt“ erscheint vierteljährlich. Als Nachfolgerin der „nm“ steht sie in der Tradition des „Breklumer Sonntagsblattes fürs Haus“ und damit für eine  mehr als 100-jährige Geschichte.

Herausgeber und Verleger: Zentrum für Mission und Ökumene – nordkirche weltweit, Breklum und Hamburg. Direktor: Dr. Klaus Schäfer (V.i.S.d.P.).

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