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weltbewegt

2019

Welche Bilder und Wörter kommen uns heute in den Sinn, wenn wir an Mission denken? Mission hat eine lange Geschichte hinter sich. Sie ist längst nicht mehr die Pioniermission, die die Klischees von Mission bis heute prägt. Missionare sind vielerorts zu Beraterinnen und Beratern geworden. „Und das ist auch gut so“, meint zum Beispiel Pastor Uwe Nissen, der heute in Tansania an der Bibelschule Mwika unterrichtet.

Auf der diesjährigen Weltmissionskonferenz in Arusha in Tansania, ging es darum, dass Mission auch von den Menschen geprägt und gestaltet werden muss, die „ von den Rändern“ („from the margins“) herkommen, am Rand der Gesellschaft leben. Ihre Erfahrungen und Perspektiven sind zentral für die Mission der Zukunft. So schildert die Theologin Dr. Mutale Mulenga-Kaunda in ihrem Eröffnungsvortrag auf der Konferenz eindrucksvoll ihren Weg. Nach dem Tod ihrer Mutter musste sie als 17-Jährige ihre Geschwister allein durchbringen. An ein Studium war nicht zu denken. Heute fordert sie Kirchen dazu auf, den Ruf von jungen afrikanischen Frauen nach Gerechtigkeit ernst zu nehmen.

Auch Joy Devakani Hoppe, erste indische Vikarin in der Nordkirche, bringt eine andere Perspektive mit, nicht zuletzt aufgrund ihrer Erfahrungen als Dalit und Frau in einer vom Kastensystem geprägten Gesellschaft. Mission hat heute viele Gesichter, so wie die Menschen, die sich in ihrem Namen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Mission findet aber auch im gewöhnlichen Alltag statt. Das ist die Erfahrung des indischen Arztes Dr. John Oommen: „Mission geschieht beim Gehen, Hören, Lernen, Sein und Tun. Sie ist Reise und Ziel zugleich.“

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