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Konfirmanden-Aktion 2013

Bildung für alle

Vom Wunsch zum Recht

© E.V.D.HEYDE

Erst 2002 verankerte die indische Regierung ein „Recht auf Bildung“ für alle Bundesstaaten des Landes. Im Jahr 2009 dann wurde die achtjährige Schulpflicht für alle Kinder eingeführt. Jeder Bundesstaat ist nun verpflichtet, für kostenlose und erreichbare Schulen zu sorgen, deren Lehrer und Ausstattung zu bezahlen. Doch dies funktioniert gerade in armen, ländlichen Gegenden nicht. So leben auch im Bundesstaat Orissa noch 4 Millionen Kinder ohne eine Chance auf Bildung.

Viele Menschen haben zwar Lesen und Schreiben gelernt, können diese Fähigkeiten aber dennoch im Alltag nicht nutzen, da sie eine zu kurze Zeit in der Schule waren. Hinzu kommt, dass mit der britischen Kolonialherrschaft im 19. Jahrhundert zwei Schulsysteme eingeführt wurden, die noch immer existieren: Eine gewöhnliche staatliche Schule für die Mehrheit der Bevölkerung und Schulen in privater Hand für die höheren Schichten und die, die es sich leisten konnten. Hier findet der Unterricht in englischer Sprache statt und es wird Wissen anhand moderner Lehrpläne vermittelt.

Die Evangelisch-lutherische Jeypore-Kirche unterhält 43 Schulen in Orissa. Der Andrang ist groß, denn immer mehr Menschen erkennen, wie wichtig Bildung für ihre Zukunft und Entwicklung ist.

Dennoch brechen viele Schüler ihre Ausbildung vorzeitig ab. Gerade in den neunten und zehnten Klassen werden die Schülerzahlen immer weniger. Ein Grund dafür ist, dass ihre Eltern sie verheiraten und sie dann Pflichten im Dorf und in der Familie übernehmen müssen.

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Weitere Informationen zum Thema "Schule ist ein Kinderrecht"

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