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Konfirmanden-Aktion 2013

Kinderarbeit

Kinderarbeit ist noch immer weit verbreitet

Kinderarbeit ist in vielen Ländern der Erde noch immer ein großes Problem. Auch in Deutschland haben bis vor 150 Jahren noch etwa ein Drittel aller Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren gearbeitet. Erst 1903 wurde ein erstes Kinderschutzgesetz erlassen, das erstmals die Arbeit von unter 14jährigen in Handel und Gewerbe verbot. Kinderarbeit in der Land- und Forstwirtschaft wurde erst 1960 verboten.

Internationale Organisationen schätzen, dass auch heute noch rund ein Viertel aller Kinder zwischen fünf und 17 Jahren auf der Welt arbeiten. Die meisten von ihnen leben in Asien. Die große Mehrheit dieser Kinder (70%) ist in der Landwirtschaft tätig. Das bedeutet in der Regel, dass die Kinder, die arbeiten, nicht oder nicht regelmäßig in die Schule gehen.

In Indien arbeiten Untersuchungen zufolge etwa 14 Prozent aller Kinder zwischen fünf und 14 Jahren, die meisten von ihnen leben auf dem Land. Für die Familien sind die eigenen Kinder die billigsten und sichersten Arbeitskräfte. Wenn sie in Betrieben arbeiten, die nicht ihren Familien gehören, werden ihnen meist geringere Löhne als Erwachsenen gezahlt. Zwar gibt es in Indien die Schulpflicht und eine Reihe von Gesetzen, die es verbieten, Kinder für bestimmte Tätigkeiten einzusetzen, allerdings wird dies nicht überall streng genug kontrolliert. Nicht verboten ist es außerdem, dass Kinder auf den Feldern oder Geschäften ihrer Familien arbeiten.

Viele vor allem arme Familien müssen sich genau überlegen, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken oder lieber arbeiten lassen. Zunächst müssen Familien, deren Kinder zur Schule gehen, viel bezahlen obwohl staatliche Schulen kostenlos sind: Uniform, Bücher, Stifte, Papier und Fahrgeld. Viele Eltern haben zudem selber noch nie eine Schule besucht und kennen daher auch nicht die neuen Chancen, die sich durch Bildung ergeben.