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Konfirmanden-Aktion 2013

Konfirmation

„Man muss mental und spirituell bereit sein!“

© E.V.D.HEYDE

„Konfirmanden in Indien sind deutlich älter als bei uns: Sie sind bereits Mitte zwanzig. Erst wenn sich die jungen Erwachsenen mental und spirituell bereit fühlen, beginnen sie mit dem Konfirmanden-Unterricht. Er beginnt immer einen Monat vor Weihnachten.

In den Klassen treffen sich rund 25 Jungen und Mädchen etwa vier bis fünf Wochen lang jeden Tag zum Unterricht, der morgens zum halb zehn mit einer Andacht beginnt und abends gegen halb fünf endet. Sie lernen Kirchengeschichte oder das Alte und das Neue Testament kennen – ähnlich wie in Deutschland. An Neujahr, also am 1. Januar, sind traditionell die Konfirmationsgottesdienste. Das hat sich so entwickelt, da Weihnachten Ferien sind und die Familie über die Feiertage ohnehin zusammenkommt.

In Indien gibt es zur Konfirmation die Tradition, sich einen Freund fürs Leben zu wählen, einen „mitri“ oder „mitro“. Im Gottesdienst wird dann eine Art Freundschafts-Ehe geschlossen, es wird besiegelt, dass der Freund oder die Freundin den Konfirmanden durchs Leben begleitet, ihn unterstützt, berät, ihm hilft, aber auch im Glauben bestärkt.“

„So nimm denn meine Hände“ ist ein Lied, das in kaum einem Konfirmationsgottesdienst der Jeypore-Kirche fehlen darf:

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(Aufgezeichnet von Tatjana Pfendt, zur Zeit mit einem Freiwilligenprogramm in Indien, das vom Zentrum für Mission und Ökumene der Nordkirche vermittelt wird.)

Tatjana Pfendt berichtet in diesem Skype Video vom Ablauf und der Bedeutung der Konfirmation in Orissa.