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Konfirmanden-Aktion 2013

Mädchen und Jungen

Mädchen und Frauen müssen noch um ihre Rechte kämpfen

An der Spitze des indischen Staates steht eine Frau: Die Rechtsanwältin und Politikerin Pratibha Patil ist seit 2007 Präsidentin Indiens. Suzanna Arundhati Roy ist eine weltweit bekannte indische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin. Dennoch: Die weitaus meisten Frauen des Landes haben einen schwierigen Stand.

Jungen geben in Indien den Familiennamen weiter, Land wird unter den Männern der Familie aufgeteilt und schließlich: Töchter müssen, wenn sie heiraten wollen, in die Familie ihres Bräutigams eine Mitgift einbringen. Diese ist oft sehr teuer und viele Familien müssen sich verschulden, um ihren Töchtern diese Ehe zu ermöglichen.

Shanti mit ihren Mitschülern

Noch immer wollen Familien die Geburt eines Mädchens vermeiden und entscheiden sich für eine Abtreibung. Schon heute werden in Indien mehr Jungen als Mädchen geboren. Jungen bekommen die bessere Gesundheitsversorgung, gehen häufiger in die Schule und werden oft auch besser ernährt.

So kommt es, dass viele Frauen ihr Leben lang missachtet und schlecht behandelt werden. Sie müssen ihren Ehemännern und Söhnen gehorchen, für Haushalt und Familie sorgen, oft in der Landwirtschaft schuften, haben aber nur wenige Rechte und Freiheiten.

In manchen Stammeskulturen allerdings ist es seit Generation genau umgekehrt: Das Land wird zwischen den Töchtern aufgeteilt, der Name der Frau wird an die nächste Generation weitergegeben, der Bräutigam muss einen Brautpreis bezahlen und die Frauen verwalten die Finanzen. In diesen Kulturen werden auch besonders viele gesunde Babys geboren.