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Menschenrechtsarbeit auf den Philippinen

Bischof Ablon – Menschenrechtsanwalt für Indigene auf den Philippinen

Feldarbeit nahe eines Lumad-Dorfes: Bischof Ablon's Anwesenheit hilft, dass die Ernte der indigenen Dorfgemeinschaft vor Übergriffen geschützt ist.

Die Menschenrechtsarbeit der christlichen Kirchen auf den Philippinen hat weiterhin unsere besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung verdient. Der Schutz gesellschaftlicher Randgruppen zählt zu den wichtigen und zugleich gefährlichen Engagements der Iglesia Filipina Independiente:

In den Bergregionen Mindanaos leben verschiedenen Stämme indigener Völker, die Lumads. Ihr Lebensraum ist extrem bedroht – einerseits durch Interessen von Agrar- und Bergbaufirmen, andererseits durch militärische Auseinandersetzungen zwischen kommunistischen und muslimischen Rebellen mit Soldaten der Regierung Duterte. Nicht selten werden die angestammten Siedlungsräume zum Kampfplatz, Dorfgemeinschaften vom Sitz ihrer Ahnen vertrieben.

Bischof Antonio Ablon setzt sich ganz persönlich für die Lumads ein. Als Präsident der Bischofskonferenz der Iglesia Filipina Independiente auf Mindanao und als Vorsitzender der Allianz für Menschenrechte KATAPARAN ist er dadurch aber auch in besonderer Weise exponiert. Seit Februar 2019 wurde sein Name auf Listen von Staatsfeinden abgedruckt, immer wieder tauchten verleumdende Schmierereien an Straßenrändern und auf Hauswänden auf, was für ihn akute Lebensgefahr bedeutet. Eine Reihe von Geistlichen, darunter Mitarbeiter der Iglesia Filipina Independiente sind in den letzten Monaten erschossen worden.

In einer interkonfessionell und international koordinierten Solidaritätsaktion hat das Zentrum für Mission und Ökumene Bischof Ablon Mitte Mai nach Europa eingeladen. Seither hat er in Kirchen, bei NGO´s und Bundestagsabgeordneten, beim Auswärtigem Amt und dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen um Unterstützung für die Indigenen gebeten. Viele erklären sich in Stellungnahmen gegen die menschenverachtenden Methoden der philippinischen Regierung solidarisch – auch das Zentrum für Mission und Ökumene und die Nordkirche.

Gemeinsam mit der Iglesia Filipina Independiente wollen wir uns weiter engagieren, damit die Stimme der Armen und Wehrlosen gehört wird und ihr Glaube an Gerechtigkeit nicht stirbt. Jede Spende hilft diesem Anliegen. Ihre Unterstützung und Solidarität gegen das staatliche Unrecht auf den Philippinen setzt ein Zeichen der Hoffnung – vielen Dank.

PS: Der Prozess von Bischof Carlo Morales, der im März 2018 auf Kaution aus dem Gefängnis entlassen wurde, ist bis auf weiteres ausgesetzt. Der mit ihm in 2017 verhaftete Menschenrechts-Aktivist Rommel Salinas sitzt nach wie vor unter falscher Anklage im Gefängnis.

Spendenkonto des Zentrums für Mission und Ökumene
IBAN: DE77 520 604 100 000 111 333
BIC: GENODEF1EK1   Evangelische Bank
Menschenrechtsarbeit auf den Philippinen (Projekt 5505)

Weitere Informationen im Ostasien-Referat
Isabel Friemann, Tel: 040/881 81-313,
E-Mail: i.friemann@nordkirche-weltweit.de