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Schenkungsjubiläum „100 Jahre Haus mit Mission“

Für die Mission geschenkt - „in bester Lage“!

Das Zentrum für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit in Hamburg-Othmarschen feiert im Jahr 2018 ein besonderes Jubiläum. Am 5. April 2018 jährt sich zum einhundertsten Mal die Schenkung der weißen Villa an die Breklumer Mission. Richard Henry von Donner, Hamburger Bankier und engagierter Christ, durch Besuche in Breklum vom Missions- und Evangelisationsgedanken bewegt, baute 1905 ein Heim für Missionarskinder der Breklumer und der Norddeutschen Mission, deren Eltern in Übersee tätig waren.

In Form einer Schenkung – wohltätige Stiftungen entsprachen der Familientradition – übergab er, notariell in einer Urkunde festgehalten, 1918 das Haus samt Inventar und Grundstück sowie eine große Summe Geldes an die Schleswig-Holsteinische Ev.-Luth. Missionsgesellschaft zu Breklum. Bedingung war und ist die „ausschließliche Nutzung für Missions-, Unterrichts- und Erziehungszwecke“. Das Haus beherbergte im Laufe dieser hundert Jahre Missionarskinder, Missionarinnen und Missionare, ausgebombte Hamburger, Kriegsflüchtlinge, Menschen, die durch die Flutkatastrophe kein Heim mehr hatten und viele Gäste aus aller Welt. 1971 verlegte die Breklumer Mission die Verwaltung ihrer Arbeit nach Hamburg-Othmarschen und wurde zum Nordelbischen Missionszentrum.

Im Jahr 2008 wurde die weiße Villa um ein Gästehaus ergänzt. Damals wie heute steht sie, angepasst an die gewandelten Bedürfnisse der Menschen, für die offene Begegnung unterschiedlicher Kulturen und Religionen zur Verfügung. Die inhaltliche Weiterentwicklung des Begriffes Mission hin zu partnerschaftlichem und gemeinsamem Handeln in den überseeischen und den einheimischen Arbeitsbereichen führte dabei zu neuen Themen, wie zum Beispiel Klimagerechtigkeit, Dialog zwischen den Religionen, freiwilligem Einsatz Jugendlicher in und aus aller Welt und vieles mehr.

Der Rückblick auf hundert Jahre Missionsheim in Hamburg-Othmarschen lässt erkennen, auf welche Weise die Impulse, die von Christian Jensen in Breklum ausgingen, Menschen ermutigten, in die Welt hinauszugehen und gleichzeitig Menschen in der Heimat zu treuen Unterstützern der Missionsarbeit wurden. Sie erreichten die friesischen Bauern ebenso, wie den Bankier Richard Henry von Donner. Er ließ sich berühren von den Notwendigkeiten und den Schicksalen der Missionare und ihrer Kinder. Er wurde praktisch tätig, stellte ein Grundstück zur Verfügung und baute darauf ein Haus. Seitdem haben Generationen von Menschen hier gelebt und gearbeitet und versucht, dem Schenkungsgrundgedanken gerecht zu werden, ein Heim und eine Anlaufstelle zu sein für alle, die mit der Breklumer Mission damals und mit dem Zentrum für Mission und Ökumene heute unterwegs sind.

Christiane Wenn

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