19.06. – 18.07.2021

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Foto: Verein 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.

Ausstellung

Ein Erlass des römischen Kaisers Konstantin aus dem Jahr 321 belegt, dass Juden bereits seit der Spätantike die europäische Kultur mit geprägt haben. Eine Blütezeit erlebte das Judentum im Frühmittelalter. In Worms studierte der bekannteste jüdische Bibelexeget, Rabbi Schlomo ben Jizchak, genannt Raschi. Während der Großen Pest im 14. Jh. führten antijüdische Verschwörungstheorien fast allerorts zu Gewalt und Vertreibung der Juden. Während der Inquisition in Spanien und Portugal wanderten verfolgte Juden in den Norden, auch bis nach Hamburg. Infolge von Pogromen in Osteuropa flohen Ostjuden nach Deutschland. Das 18. Jh. schließlich brachte Emanzipation und bürgerliche Gleichberechtigung der Juden. Die Judenfeindschaft jedoch – ein kultureller Code des christlichen Abendlands – wirkte kräftig weiter im Antisemitismus und führte im 20. Jh. zum Völkermord. Die wenigen Überlebenden begründeten nach 1945 neue Gemeinden und neues jüdisches Leben in Deutschland. Die Ausstellung zeigt wichtige Stationen der 1700-jährigen jüdischen Geschichte in Deutschland.

Konzeption: Hanna Lehming, Zentrum für Mission und Ökumene (Inhalt) und Christiane Wenn, Zentrum für Mission und Ökumene (Gestaltung)

Ort

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Alte Dorfkirche Neuenkirchen, Seeweg, 19246 Zarrentin

Veranstalter

Kosten

Information und Kontakt

Kirchengemeinde Döbbersen

Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos.

Die Ausstellung kann über das Zentrum für Mission und Ökumene entliehen werden. Informationen bei Hanna Lehming.