Wo Himmel und Horizont verschmelzen

Ungefähr so hat es sich neulich angefühlt. Und genauso ist es auch. Hier in Logaweng gibt es allerdings eine andere Bezeichnung dafür: der 1 million Dollar view. Auch wenn das zwar nicht ganz stimmt, ist es doch um so schöner. Man kann von hier oben nämlich runter auf den Ozean gucken! Und so ist man hier oben auf dem Berg in Logaweng in einer kleinen eigenen Welt. Und so ist so facettenreich. Sei es der zirpende Urwald, welcher hier das Areal säumt oder die sehr schöne Kirche. Sei es die Campusgemeinschaft oder auch der sehr abenteuerliche Weg/Pfad hier herauf.
Etwas weiter unten ist dann auch schon das Meer und der große türkisende Fluss – in dem ich vor 3 Tagen das erste Mal Korallen-tauchen durfte. Zusammen mit tausenden Fischen und echt krassen Farben!
Hier kann man seine Seele baumeln lassen.
Obwohl, so ganz stimmt das natürlich auch nicht, denn mein aktueller Terminkalender ist super voll. Vom einen auf den anderen Tag wurde ich hier nämlich zum IT Experten und so kommen hier öfters mal Leute an mich herangetreten. Auch wenn ich mich niemals als ein Solcher bezeichnen würde, habe ich es doch schon geschafft das zumindest ein PC nun wieder funktioniert. Mal sehen wie weit ich damit noch komme.
Und auch der ungewohnte Alltag als Lehrer ist noch sehr neu. Als ich letzte Woche das erste Mal alleine vor der Klasse stand, fühlte sich das ganze so an wie eine 90 minütige Dauerpräsentation vor dem Abitur. Aber nach nun 5, fast 7 absolvierten Stunden finde ich allmählich sehr
gefallen daran für kurze Zeit den Alleinunterhalter zu spielen. Der Unterricht ist hier nämlich sehr unterschiedlich zu dem in Deutschland. Der Lehrer genießt hier einen unglaublich großen Respekt. Am Anfang habe ich mich auch ein wenig erschrocken, als plötzlich die ganze Klasse bei meinem Eintreten aufstand 🙂 Auch basiert der Unterricht sehr viel auf Frontalunterricht….
Nach nun 2 Wochen bin ich immer mehr drinnen in PNG und es fällt mir leichter, bestimmt Abläufe hier nachzuvollziehen. Auch ein paar Sätze auf Pidgin bekomme ich mittlerweile mehr schlecht als Recht über die Lippen.
Kontakte zu Studierenden habe ich auch schon knüpfen können. Generell sind die Menschen hier super offen mit mir und jeden Morgen gibt es zig Hände zum schütteln! Obwohl eigentlich passiert das beim „Belo“ und „Apinun“ genauso.
Ende nächster Woche geht es dann auf eine der vorgelagerten Inseln hier. Die Studenten machen auf Tami Island so eine Art Praktikum für ihre Zeit als Pastoren (vorausgesetzt ich habe das richtig verstanden) 😉 – und kurz danach fliegen dann alle Oversea Mitarbeiter nach Alexishafen bei Madang zu dem Internationalen Retreat, wo wir Freiwillige als Kinderbetreuer tätig werden sollen.
Dazwischen liegen noch eine geplante Tour durch den Dschungel, ein dringender Einkauf, viele morgendliche Predigten, noch genau 4 Stunden Englisch, ungefähr 20 zu korrigierende Tests (50 habe ich schon), ein Hausputz in meinem nochmal neuen Haus und eine Menge nerviger Insekten!
Lukim yu und bis denne!

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